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    <title><![CDATA[Blog]]></title>
    <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/</link>
    <description><![CDATA[Blog]]></description>
    <pubDate>Mon, 22 Jun 2026 03:17:20 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Erdbeben in Nepal]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/nepal/</link>
      <description><![CDATA[Liebe Kunden und Freunde, <br>
auch wenn wir uns gerne der Illusion hingeben, dass wir uns ausserhalb der globalisierten Welt bewegen, so ist das ein Irrtum. Auch wir profitieren in vielen Momenten von der globalisierten Welt. Jetzt ist es an der Zeit, etwas davon zurückzugeben: Heute hat mich eine E-Mail einer meiner Lieferanten mit der Bitte um Unterstützung erreicht (wer eine meiner runden Kappen oder einer der Bundhauben trägt - sie stammen daher!), das ich an Euch allen mit der Bitte um Weiterleitung und Beachtung ans Herz legen möchte: <br> <br>

Liebe Kunden & Freunde, <br>
wie Ihr bestimmt alle mit bekommen habt, wurde Nepal von einem schrecklichen Erdbeben heimgesucht.
Tausende Menschen haben ihr Leben verloren, darunter viele Kinder. Die Todeszahlen werden noch um vieles steigen, da es viele abgelegene Regionen in Nepal gibt, die nur sehr schwer zu erreichen sind.
Die mit dem Leben davon gekommen sind haben ihre Häuser und Lebensgrundlage verloren.
Die Krankenhäuser sind überfüllt und überlastet mit der Menge an hilfsbedürftigen Menschen.
<br> <br>
Nach dem großen Erdbeben kamen bis jetzt 80 weitere Beben. Aus Angst leben die meisten Menschen  auf der Straße, in notdürftig gebauten Zelten. <br> <br>
 
Wasser und Lebensmittel reichen nicht aus. Die Zugangsstraßen sind zerstört, es ist nicht möglich genug Nahrung für die Bevölkerung zu liefern, der Luftweg ist nur zeitweise offen, da der einzige internationale Flughafen auch beschädigt wurde. <br> <br>
 
Unsere Familienmitglieder haben Gott sei Dank überlebt. Jedoch ist unser Elternhaus, das Haus unseres Bruders und unser gesamtes Heimatdorf Amare( etwa 60km nördlich von Kathmandu Richtung Langtang)fast komplett zerstört. Was nach dem ersten Beben übrig geblieben ist, wurde nach den vielen weiteren Erdbeben ebenfalls zerstört. <br>
Am Tag des Erdbebens haben wir einige Lebenszeichen von unseren Mitarbeitern bekommen. Wir wissen allerdings nicht genau, wie gut es ihnen und ihren Familien geht. Die Verbindung nach Nepal ist abgebrochen. Es gibt keinen Strom, somit können die Akkus der Handys nicht auf geladen werden. <br>
Wir haben gehört, dass unsere Produktion noch steht, in welchen Zustand sie ist, wissen wir allerdings nicht. Unser Neffe Nabin war noch nicht dort, da er sich erst um seine Eltern im Dorf kümmern musste. <br> <br>
 
Wir möchten Euch bitten, im Namen von Nepalaya Freiburg und Nepalaya Craft Kathmandu den Menschen in Nepal, die alles verloren haben zu helfen und zu spenden. Wir unterstützen die Himalaya Hilfe Freiburg e.V. Auch wenn wir in diesen Stunden noch nicht sagen können, wo wir mit den Einnahmen am besten in Nepal helfen können. Gemeinsam mit unseren nepalesischen Freunden der Freiburger Nepalese Association e.V. und unseren Partnern in Nepal werden wir gründlich aber auch schnellstmöglich hier über den geeigneten Weg entscheiden, sei es in der Ersthilfe oder auch im Wiederaufbau. Wir werden Euch darüber informieren. <br> <br>
 
Himalaya Hilfe Freiburg e.V., mit der Kontonummer: <br>
IBAN: DE41 6805 0101 0012 5910 71 <br>
BIC: FRSPDE66XXX <br>
bei der Sparkasse Freiburg (BLZ 68050101) <br>
und dem Betreff „help4nepal“. <br>
 
Bitte schickt Euren guten Gedanken und Gebete an die Menschen in Nepal. <br> <br>
 
Wir danken Euch, für jede Hilfe <br> <br>
 
Basu&Hilke Tiwari mit dem Nepalaya-Team]]></description>
      <pubDate>Mon, 27 Apr 2015 10:17:32 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wikingerausstellung in Berlin]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/wikingerausstellung/</link>
      <description><![CDATA[Kaum ein Begriff des Frühmittelalters ist so emotionsgeladen wie der des "Wikingers", Mythen mischen sich mit Halbwissen, auf kaum eine gesellschaftliche Gruppe wird so viel projiziert wie auf die "Wikinger". Landläufige Vorstellungen ranken sich um ein metsaufenden Krieger, der auf Schiffen übers Meer fährt und Klöster plündert und Kirchen niederbrennt.
Die Ausstellung wurde mehrfach in der Presse als größte Wikingerausstellung seit 20 Jahren bezeichnet, Grund genug nach Berlin zu fahren und mir selbst ein Bild zu machen. <br><br>

Hauptaugenmerk der Ausstellung lag auf einem spektakulären Fund aus dem Jahre 1996 im Roskilde, als im Sund von  neun Schiffe im Schlamm des Hafenbeckens gefunden wurden. Natürlich konnte man die Funde nicht einfach ausgraben, feuchtes Holz diesen Alters würde beim Trocknen schlicht zerfallen. Also musste nicht nur eine Grabungs-, sondern auch eine neue Konservierungstechnik entwickelt werden. <br>
Auch einer Landratte wie mir wird beim Betrachten der Bootsrekonstruktion und der dazugehörigen Funde eindrucksvoll vor Augen geführt, wie unendlich hart das Leben an Bord dieser - nach heutigem Verständnis - Nussschalen gewesen sein muss. Nachdem die Boote keine Deckaufbauten hatten und die Boote nur knapp einen Meter tief im Wasser lagen, müssen die Menschen auf den Booten zusammengepfercht und dabei eigentlich immer klatschnass gewesen sein. Immerhin passten auf die Roskilde6 wohl um die 100 Menschen, auf kleineren Schiffe befanden sich dann doch immerhin um die 60 Menschen. <br>
Interessant fand ich in diesem Zusammenhang eine Erkenntnis aus einer Überfahrt mit einem Nachbau der Roskilde6 nach Irland: Nur mit absoluter und unmittelbarer Befehlshierarchie und militärischer Disziplin war das Leben an Bord dieser Schiffe zu meistern, nicht zuletzt deswegen, weil die Besatzung der Schiffe "lebender Ballast" war und auf Kommando die Schwankungen des Schiffes ausgleichen musste.<br>
Also wird vermutlich kein Met an Bord eines Schiffes getrunken worden sein - jedenfalls solange man den nächsten Tag überleben wollte.<br><br>

Einen umfangreichen Eindruck über die Reichweite der Handelsbeziehungen der sog. Wikinger bekommt man in dem Themenbereich "Kontakt und Austausch": Allgemein bekannt sind die Handelsbeziehungen nach Irland, England und nach Europa, dass es aber auch Handelsniederlassungen im Gebiet des heutigen Irak gab und dass das arabische Gewichtssystem (vor allem zum Bestimmen des Gewichtes von Silber) in sehr umfangreichem Maße übernommen wurde, war mir in diesem Umfang nicht bewusst. <br><br>

Das Kapitel "Krieg und Herrschaft" ist geprägt von Waffen, auch hier wird ein weit verbreitetes Bild korrigiert: Nicht die Axt stand im Mittelpunkt der Bewaffnung, sondern das zweischneidige Schwert mit einer ca. 1m langen Klinge. Äxte gab es zwar durchaus schon auch, aber die gehörte zu den Waffen des einfachen Bauern. Auch hier spielte Arbeitsteilung und Import eine gewisse Rolle. Weil man selber nicht genug Schwertklingen in ausreichender Qualität herstellen konnte, importierte man Klingen gerne aus dem fränkischen Reich und versah sie mit eigenen Knäufen, Parierstangen etc.<br><br>

Die Zeit der sog. Wikinger umfasst üblicherweise die Jahre von der Zerstörung von Lindisfarne, einem Kloster in England im Jahre 793 bis zur Schlacht in Hastings 1066. Im Bereich "Glaube und Ritual" ging es naturgemäß viel über die religiösen Vorstellungen in Skandinavien des Frühmittelalters. Magie und Geistervorstellungen, Göttervorstellungen und Rituale bestimmen das religiöse Leben der Wikinger, auch wenn hier die Leerstellen größer sind als sonst. Die wenigen schriftlichen Quellen, die uns über das religiöse Leben der „Wikinger“ berichten, stammen aus christlicher Zeit.  Mir ist wieder bewusst geworden, dass die Christianisierung der "Wikinger" im Jahre 960 beginnt, ein Drittel der Blütezeit der "Wikinger" ist christlich also geprägt. Wieder nix mit metsaufenden Heiden.<br><br>

Die Ausstellung ist umfangreich und echt empfehlenswert, für jemanden der sich mit dieser Zeit beschäftigt ist sie Pflichtprogramm.  Hier gilt ähnliches wie für die Ausstellung über die Kelten in Stuttgart vor ein paar Jahren. <br>

Allerdings bleiben auch viele Leerstellen und das fand ich etwas schade: Das Alltagsleben spielte kaum eine Rolle, es gab keine Versuch das Phänomen der "Wikinger"  einzuordnen - auch wenn das sicher nur sehr bedingt möglich ist. Sicher sind nicht alle waffenfähige Männer Skandinavien vom 9. bis zum 11 Jahrhundert jeden Sommer oder auch über mehrere Jahre hinweg auf Beutefahrt gegangen sein. Irgendjemand muss ja schließlich die Felder bestellt haben und gemessen am Arbeitsaufwand den Landwirtschaft in dieser Zeit bedeutete, muss das ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung gewesen sein.<br><br>

Moderne Archäologie hält sich mit Interpretation der Funde sehr zurück - vielleicht, weil man weiß, dass man sich in früheren Forschergenerationen häufig geirrt hat oder  zu viel der eigenen Erfahrungen auf die Funde projiziert hat. Das macht es für den Laien oft nicht einfach, die Funde einzuordnen, nicht jeder weiß, was ein Brakteat oder was Niello ist. Da wären mehr Informationen In Form von Texttafeln oder Schaubildern hilfreich gewesen. Auch manche Multimediainstallation ist m.E. überflüssig, vor allem die multimediale Bebilderung des Massengrabes von Wexford. Aber erfreulicherweise gibt es für so altmodische Menschen wie mich, die gerne lesen einen umfangreichen Katalog von ca. 290 Seiten, der mit 29,80€ sogar bezahlbar ist.<br><br>

Die Ausstellung ist noch bis zum 4.01. 2015 in Berlin im Martin Gropius Bau zu sehen, danach wandert sie weiter nach Kopenhagen. ]]></description>
      <pubDate>Mon, 01 Dec 2014 16:29:47 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Baustelle Gotik - Sonderausstellung im Freiburger Augustinermuseum]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/baustelle/</link>
      <description><![CDATA[<p>Jeder Freiburger kennt das M&uuml;nster und vermutlich stand jeder Besucher schon mal vor diesem unglaublichen Bauwerk und hat sich die Frage gestellt, wie so ein Bauwerk ohne moderne Technologie entstehen konnte. Ein Antwortversuch findet sich zur Zeit im Freiburger Augustinermuseum, genauer gesagt in der Sonderausstellung "Baustelle Gotik".</p>
<p>Wie der Name vermuten l&auml;sst, steht in der Ausstellung die Bautechnik im Vordergrund. Den Auftakt bildet eine Miniaturdarstellung des M&uuml;nsterbaus, komplett mit Kr&auml;nen, Handwerkern bei der Arbeit und ein paar kleinen Marktst&auml;nden, liebevoll dekoriert und bis in die kleinsten Einzelheiten ein lebendiges Bild einer solchen Gro&szlig;baustelle. Im Zentrum stehen die Gewerke des M&uuml;nsterbaus, die Steinmetze, die Zimmerer, die Fensterbauer bzw. Glaser, die Architekten, deren Arbeit wird hier gew&uuml;rdigt. Es wird das Werkzeug vorgestellt, mit denen die B&auml;ume zuges&auml;gt wurden, die Steine bearbeitet und das Glas bemalt wurde. Beeindruckend ist die Komplexit&auml;t der Steinmetzarbeiten, die Krabben und die Fialen, die Wasserspeier und die Kapitelle, die das M&uuml;nster bis heute innen und au&szlig;en zieren und die man hier aus n&auml;chster N&auml;he betrachten kann. Zwar handelt es sich oftmals um Gipsabdr&uuml;cke aus der M&uuml;nsterbauh&uuml;tte, aber trotzdem ist man &uuml;berrascht, dass oft einzelne Elemente so fein verziert wurden,auch wenn man schon zum Zeitpunkt des Entstehens wusste, dass sie sp&auml;ter nie mehr mit blo&szlig;em Auge zu erkennen sein werden.</p>
<p>Beeindruckend sind auch die Planungszeichnungen, die ebenfalls zu sehen sind. F&uuml;r den Nicht-Architekten wie mich war der Detailreichtum neu. Jede noch so kleine Verzierung, jede noch so kleines St&uuml;ck Fries taucht in den Zeichnungen aus. In der Tat werde ich mich in den n&auml;chsten Tagen mal mit einem Fernglas auf die Suche machen und schauen, ob ich die eine oder andere Verzierung wiederfinde. Bei zweitem Nachdenken f&auml;llt dann auf, dass etwas fehlt auf den Zeitungen, was uns so v&ouml;llig selbstverst&auml;ndlich ist: Ein Ma&szlig;stab. Was zwar selbstverst&auml;ndlich ist, weil der Meter als L&auml;ngeneinheit erst seit dem 18. Jahrhundert in Gebrauch ist, aber trotzdem auf einer Architekturzeichnung doch unvertraut ist.</p>
<p>Sehr gut hat mir auch gefallen, dass das M&uuml;nster eingebettet worden ist in einem Vergleich der verschiedenen M&uuml;nsterbauten: Basel, Stra&szlig;bourg, Thann, Villingen uvm. Falls ich n&auml;chsten Sommer mal irgendwann Zeit habe, habe ich jetzt auf jeden Fall Ziele f&uuml;r ein paar Motorradtouren.</p>
<p>Neben den vielen Exponaten, die die Komplexit&auml;t dieses Baus und den Reichtum der gotischen Architektur erfahrbar macht, gibt es leider auch ein paar Leerstellen. Die Frage nach der Finanzierung des M&uuml;nsterbaus (Stiftungen, Ablasshandel, etc.), was diese jahrhundertelange &ouml;konomische Anstrengung f&uuml;r die Stadt und ihre Entwicklung wird nicht gestellt und auch nicht beantwortet. Ebensowenig taucht die Lebenssituation der Handwerker auf, wie wurden sie bezahlt, wie waren die L&ouml;hne wie wurden sie angeworben. Das w&auml;re sch&ouml;n gewesen.</p>
<p>Verdienstvoll ist allerdings dass die Ausstellung auf einen Faktor ganz deutlich hinweist: Das M&uuml;nster konnte gebaut werden aufgrund eines intensiven Technologietransfers und einer intensiven Austausches von Handwerkern und ihres Wissens. Trotz der kleinen M&auml;ngel ist die Ausstellung f&uuml;r alle Mittelalterinteressierten &auml;u&szlig;erst sehenswert, sie ist noch bis zum 25. Mai ge&ouml;ffnet. N&auml;here Infos gibt es auf der <a title="Freiburger Augustinermuseum" href="http://www.freiburg.de/pb/,Lde/500973.html" target="_blank">Internetseite des Augustinermuseums</a></p>]]></description>
      <pubDate>Mon, 27 Jan 2014 12:44:58 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Neulich im Mittelalter - Januar]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/januar/</link>
      <description><![CDATA[<p>Der Januar ist reich an Begebenheiten, die Weichenstellungen in der Europ&auml;ischen Geschichte waren, Weichenstellungen, die teilweise auch heute noch unsere Gesellschaft beeinflussen. Manches ist da bei so gel&auml;ufig, dass wir nicht einmal dar&uuml;ber nachdenken, anderes ist vielleicht weniger bewusst, aber trotzdem wichtig genug, sich daran zu erinnern.</p>
<p>Das Jahr <strong>1066</strong> ist ein entscheidendes Jahr in der englischen Geschichte, jeder wei&szlig; um die Schlacht zwischen Harald II und Wilhelm dem Eroberer auf den Feldern von Hastings. Harald II., der in der Schlacht get&ouml;tet wurde, war zu dem Zeitpunkt erst wenige Monate im Amt, er wurde im Januar 1066 zum letzten angels&auml;chsischen K&ouml;nig gekr&ouml;nt.</p>
<p>Sechs Jahre sp&auml;ter, im Jahr <strong>1072</strong>, beeinflusst ein Ereignis am anderen Ende Europas, n&auml;mlich in Palermo, die Geschichte Europas f&uuml;r die n&auml;chsten Jahrhunderte: Der normannische Herzog von Apulien, Robert Guiskard, erobert die zweitgr&ouml;&szlig;te Stadt Europas, n&auml;mlich Palermo. Damit beginnt eine Phase des interkulturellen Austausches zwischen Islam, Judentum und Christentum, die mit der Eroberung Siziliens durch das Hause Anjou/Aragon im Jahr 1265 endet. Diese knapp 200 Jahre bescheren Palermo, Sizilien und damit auch Europa Bauwerke unglaublicher Sch&ouml;nheit, deren Kraft bis heute ungebrochen sind. Dazu geh&ouml;ren mit Sicherheit das Kloster von Monreale und der Normannische Palast in Palermo. Die zentrale Erfahrung dieser Zeit ist, dass im Austausch und in der Zusammenarbeit von Kulturen, Kreativit&auml;t und Erfindungsreichtum wachsen, die unglaubliche Ergebnisse hervorbringt.</p>
<p>Im Januar <strong>1077</strong>, also nur f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter, erreicht der Investiturstreit zwischen Kirche und deutschem K&ouml;nig Heinrich IV seinen ersten H&ouml;hepunkt: Der sprichw&ouml;rtlich gewordene Gang von Canossa von Heinrich IV. ist der Bittgang des deutschen K&ouml;nigs zum Papst, der sich in der norditalienischen Festung Canossa verschanzt hatte, um von diesem eine Aufhebung des p&auml;pstlichen Bannes zu erbitten.</p>
<p>Auch im Januar <strong>1486</strong> ver&auml;ndert sich Europas Geschichte grundlegend: der sog. Rosenkrieg endet endg&uuml;ltig mit der Heirat des englischen K&ouml;nigs Heinrich VII aus dem Hause Tudor und Elizabeth von York aus dem Hause Lancaster.</p>
<p>Aber das entscheidenste Ereignis im Januar ist die Kapitulation Granadas am <strong>2. Januar 1492</strong>. Damit endet die Geschichte der arabischen Kalifate in Europa, die Reconquista und damit endg&uuml;ltig auch das europ&auml;ische Mittelalter. Danach folgt die sog. Fr&uuml;he Neuzeit, eine Epoche, in der sich Modernisierungen zun&auml;chst nur sehr langsam und schwerf&auml;llig durchsetzen.</p>]]></description>
      <pubDate>Mon, 13 Jan 2014 14:35:39 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Rota Temporis auf Facebook]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/facebook/</link>
      <description><![CDATA[<p>Wichtig war dabei vor allem, unsere Erreichbarkeit  zu verbessern. F&uuml;r alle Facebook-Nutzer ist es jetzt noch eine M&ouml;glichkeit mehr geschaffen worden uns zu erreichen und uns mit Lob oder auch mit Kriitk zu &uuml;bersch&uuml;tten.  Ausserdem ist es f&uuml;r Euch nat&uuml;rlich einfacher mitzubekommen, was sich bei uns tut. Unsere n&auml;chsten Markttermine werden wir auf Facebook posten, auch Aktualisierungen im Sortiment werden wir dort ver&ouml;ffentlichen. Ihr m&uuml;sste nur Rota Temporis liken - aber das wisst ihr ja schon alles.</p>
<p>Ausserdem k&ouml;nnt ihr auf unserer Facebook-Seite unter dem "Shop" auch einige besondere Produkte direkt &uuml;ber Facebook bei uns bestellen.</p>
<p>Wir freuen uns &uuml;ber euren Besuch und über Euer "like" unter: <a title="Rota Temporis auf Facebook" href="http://www.facebook.com/RotaTemporis" target="_blank"> http://www.facebook.com/RotaTemporis</a></p>]]></description>
      <pubDate>Thu, 15 Mar 2012 10:40:18 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Kleidung des Spätmittelalters]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/spaetmittelalterkleidung/</link>
      <description><![CDATA[<p>Wer die vorangegangenen Artikel &uuml;ber die Mode des Fr&uuml;hen und Hohen Mittelalters verfolgt hat, dem wird vermutlich bereits in diesen eine Tendenz aufgefallen sein, in welche Richtung sich die Mode im Laufe der Jahrhunderte entwickelte. Nun wollen wir einmal schauen, ob das Sp&auml;tmittelalter unsere Erwartungen erf&uuml;llt.<br /><br /><strong>M&auml;nnerkleidung</strong><br />Wie bereits bekannt schauen wir uns zun&auml;chst die Kleidung eines Mannes im Sp&auml;tmittelalter an und beginnen mit den Beinkleidern.<br />Als Bildquelle dient uns hierf&uuml;r der so genannte &bdquo;<a title="Spiele- oder Minneteppich" href="http://images.worldsoft-cms.info/wcms/ftp/m/moremajorum.de/siteimages/2470.jpg" target="_blank">Spiele- oder Minneteppich</a>&ldquo; (vermutlich Raum Heidelberg, um 1400; ausgestellt im Germanischen Nationalmuseum N&uuml;rnberg), der uns verdeutlicht, dass auch im Sp&auml;tmittelalter die Beinlinge das Beinkleid des Mannes schlechthin darstellten. Dar&uuml;ber hinaus erkennen wir aber auch sehr gut die Ver&auml;nderungen, die dieses Kleidungsst&uuml;ck seit dem Hochmittelalter durchlief: Dem allgemeinen Trend zu einer immer eng anliegenderen und k&ouml;rperbetonteren Kleidung folgend, wurden auch die Beinlinge so geschnitten, dass die Form des m&auml;nnlichen Beins hervorgehoben wurde. Durch die immer k&uuml;rzere Oberbekleidung wurde der Beinling l&auml;nger und l&auml;nger und verdeckte neben dem eigentlichen Bein auch mehr und mehr das Ges&auml;&szlig;. Das Ende dieser Entwicklung war dann im ausgehenden 15. Jahrhundert die Verbindung der bis zum Bund gef&uuml;hrten Beinlinge am Ges&auml;&szlig; und dar&uuml;ber hinaus als allerletzter Schritt das Hinzuf&uuml;gen eines Latzes im Schambereich, der zwei urspr&uuml;nglich getrennte Beinlinge endg&uuml;ltig zu einer eng anliegenden, bis zur H&uuml;fte reichenden Hose verschloss. (&bdquo;<a title="Cas de nobles hommes et femmes" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f1/De_Casibus.jpg" target="_blank">Cas de nobles hommes et femmes</a>&ldquo;, Jean Fouquet, Frankreich ca. 1458). Bereits die hohen Beinlinge des 14. Jahrhunderts, aber auch die geschlossenen Hosen des 15. Jahrhunderts wurden dabei nicht l&auml;nger wie bisher wohl &uuml;blich an der Bruche fest genestelt, sondern auf Grund es ge&auml;nderten Schnitts und vermutlich auch des Wandels der Nesteln vom reinen Zweckgebrauch hin zum modischen Detail direkt mit der Oberbekleidung in Form des Wams oder der Schecke verbunden ( &bdquo;<a title="Spiegel der Weisheit" href="http://www.bl.uk/catalogues/illuminatedmanuscripts/ILLUMINBig.ASP?size=big&amp;IllID=10720" target="_blank">Spiegel der Weisheit</a>&ldquo;, &Ouml;sterreich ca. 1415 ).<br /><br />Wie bereits oben angeschnitten, schritten die bereits im Hochmittelalter begonnenen Entwicklungen durch das 14. und 15. Jahrhundert voran. Unabh&auml;ngig von der immer gr&ouml;&szlig;er werdenden Zahl von Unterformen, Varianten und verschiedenen Auspr&auml;gungen lassen sich die grundlegenden Ver&auml;nderungen der m&auml;nnlichen Oberbekleidung im Sp&auml;tmittelalter so beschreiben: Ab ca. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde die bisherige weite Kotte immer enger und folgte dabei zun&auml;chst den Konturen des Oberk&ouml;rpers, um diesen dann in den extremen Auspr&auml;gungen sogar zum Beispiel in Form der so genannten &bdquo;Kugelbrust&ldquo; ( Ideal einer hervortretenden &bdquo;muskul&ouml;sen&ldquo; M&auml;nnerbrust ) zu &uuml;berspitzen. Ab einem gewissen Punkt w&auml;re es nicht mehr m&ouml;glich gewesen, das nun sehr enge Kleidungsst&uuml;ck &uuml;ber den Kopf zu ziehen und mit den Armen hineinzuschl&uuml;pfen &ndash; was letztendlich zu einer der gro&szlig;en Neuerungen der sp&auml;tmittelalterlichen Mode f&uuml;hrte: Kn&ouml;pfe! Es existierten neben den Kn&ouml;pfen noch weitere Verschlussm&ouml;glichkeiten der Kleidung, so zum Beispiel die Schn&uuml;rung mit einem langen Nestelband durch kleine &Ouml;sen oder auch &bdquo;Nestell&ouml;cher&ldquo;, aber Kn&ouml;pfe wurden hier zum modischen Accessoire<br />Allerdings lassen die zeitgen&ouml;ssischen Bildquellen vermuten, dass Schn&uuml;rungen &uuml;berwiegend bei einfacheren Kleidungsst&uuml;cken oder auch bei der Unterbekleidung zur Anwendung kam.<br />Am h&auml;ufigsten zeigen Bildquellen hingegen Kn&ouml;pfe, die je nach Herkunft und Wohlstand des Tr&auml;gers entweder aus Stoff oder verschiedenen Metallen wie Zinn, Bronze, Messing oder sogar Silber und Gold bestehen konnten.<br />Erst der Einsatz von Kn&ouml;pfen erm&ouml;glichte es, die Oberbekleidung, die beim Mann nun nicht mehr als Kotte, sondern je nach Form entweder als Wams, Schecke oder auch Cothardie bezeichnet wurde, so zu gestalten, dass sie im extrem hauteng anlag und trotzdem zum An- und Ausziehen ge&ouml;ffnet werden konnte. Als ein Beispiel wollen wir uns nun einmal den so genannten <a title="Purpoint von Charles de Blois" href="http://forest.gen.nz/Medieval/articles/garments/Charles_blois/pourpoint.jpg" target="_blank">Purpoint von Charles de Blois</a> ( ca. 1360, Frankreich Musee Historique des Tissus, Lyon ) anschauen. An diesem St&uuml;ck mittelalterlicher Schneiderkunst lassen sich s&auml;mtliche typischen Merkmale der sp&auml;tmittelalterlichen Mode erkennen: Zun&auml;chst einmal ist der Purpoint sehr kurz, nur bis knapp &uuml;ber das Ges&auml;&szlig;, geschnitten und liegt dabei eng am Oberk&ouml;rper an. Brust und Taille sind dabei jeweils deutlich &uuml;ber die nat&uuml;rliche Erscheinung hinaus herausgearbeitet und treten als Kugelbrust bzw. an eine Wespentaille erinnernd in Erscheinung ( vgl. &bdquo;Spiegel der Weisheit&ldquo;, s.o. ). Um trotz des engen Schnittes eine gute Bewegungsfreiheit zu garantieren, wurde das Schnittmuster sehr aufw&auml;ndig gestaltet und weist mit den so genannten &bdquo;Grandes Assiettes&ldquo; eine raffinierte L&ouml;sung auf. Durch extrem gro&szlig;e Armausschnitte, welche die eigentlichen Stoffzuschnitte des Oberk&ouml;rpers auf nahezu nur noch einen schmalen Steg reduzieren, bleibt der Arm trotz sehr eng anliegender Kleidung &uuml;beraus beweglich. Weiterhin erkennen wir an dem Purpoint sowohl an den Armen als auch an der Front eine Vielzahl von Kn&ouml;pfen, wesentlich mehr deutlich enger angeordnete Kn&ouml;pfe, als rein technisch erforderlich. In Verbindung mit zahlreichen anderen Quellen k&ouml;nnen wir daraus herleiten, dass die Kn&ouml;pfe, wie zahlreiche andere Accessoires ebenfalls, sich zum modischen Detail entwickelten und der durchweg in der sp&auml;tmittelalterlichen Mode anzutreffenden Tendenz zur &Uuml;bertreibung anheim fielen. Wo im Hochmittelalter noch in erster Linie die Menge des verarbeiteten Stoffs den Wohlstand bezeugte, &uuml;bernahm dies unter anderem nun auch Anzahl und Material der verwendeten Kn&ouml;pfe.<br />Wenden wir uns nach der Oberbekleidung dem Mantel zu. Wo wir im Hochmittelalter noch den einfachen Rechteck- oder Radmantel, sowie eine bescheidene Zahl von bereits etwas aufw&auml;ndigeren Surcots vorfanden, erschl&auml;gt uns im Sp&auml;tmittelalter beinahe die Zahl und Vielfalt der Varianten. Als extremes Beispiel wollen wir uns einmal die &bdquo;<a title="Chroniques" href="http://www.bl.uk/catalogues/illuminatedmanuscripts/ILLUMINBig.ASP?size=big&amp;IllID=28401" target="_self">Chroniques</a>&ldquo; von Jean Froissart ( Br&uuml;gge, ca. 1465-1470 ) vom Ende des Sp&auml;tmittelalters anschauen. Auff&auml;llig ist, dass der noch aus dem Hochmittelalter bekannte einfache Umhang v&ouml;llig verschwunden zu sein scheint. Statt dessen finden wir Oberbekleidungen in L&auml;ngen vom Oberschenkel bis hinab zum Boden. Einige sind eng anliegend und an der H&uuml;fte mit einem G&uuml;rtel gefasst, andere fallen weit und faltenreich. Ebenso bei den &Auml;rmeln finden wir vom recht eng anliegenden &Auml;rmel bis hin zum grotesk anmutenden Sack&auml;rmel in v&ouml;llig &uuml;berzogener Dimension alle Zwischenstufen.<br />Ausschlaggebend f&uuml;r die Gestaltung der Kleidungsst&uuml;cke, f&uuml;r die den Quellen je nach Form, Herkunft und spezieller Funktion Namen wie Houppelande, Tapert, Cothardie&hellip; zu entnehmen sind, scheint nicht l&auml;nger die Repr&auml;sentation des Wohlstands durch die reine Masse des Materials, sondern viel mehr durch den durchdachten und aufw&auml;ndigen Zuschnitt. Insbesondere dem Faltenwurf f&auml;llt dabei eine besondere Rolle zu &ndash; so scheinen die Falten aller gezeigten Gew&auml;nder genau geplant und sorgf&auml;ltig arrangiert zu sein.<br /><br />Dar&uuml;ber hinaus zeigt uns das angesprochene Gem&auml;lde eine hervorragende &Uuml;bersicht der getragenen Kopfbedeckungen. Auch hier scheint die f&uuml;r das Sp&auml;tmittelalter typische Vielfalt kaum greifbar. W&auml;hrend auf der Richtplattform Personen die bereits aus dem Hochmittelalter bekannte Kapuze mit Schulter&uuml;berwurf &ndash; die so genannte Gugel &ndash; tragen, habn die Personen im Vordergrund zu Pferd mit blauem bzw. rotem Mantel das gleiche Kleidungsst&uuml;ck seiner urspr&uuml;nglich praktischen Funktion als Wetterschutz entlehnt und zum rein modischen Accessoire gewandelt: Der Gesichtsausschnitt der Gugel wurde aufgekrempelt und auf den Kopf gesetzt, wobei Schulter&uuml;berwurf und Kapuzenzipfel dekorativ &uuml;ber die Schultern nach hinten fallen. Zun&auml;chst wurde hierf&uuml;r noch eine echte Gugel verwendet, sp&auml;ter wurden Schulterbehang und Zipfel nur noch als funktionsloses, modisches Element einer reinen Kopfbedeckung beibehalten &ndash; dem Chaperon. Eine zeitgen&ouml;ssische Anekdote berichtet davon, dass ins besondere zu Zeiten gro&szlig;er Streitigkeiten zwischen Kaiser und Papst an der Tragweise des Chaperons die Gesinnung des Tr&auml;gers ablesbar war. So zeigte angeblich das Tragen des ehemaligen Gugelzipfels auf der linken oder rechten Seite die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Kaiser oder Papst an.<br />Neben dieser aus heutiger Sicht sehr ungew&ouml;hnlichen Kopfbedeckung finden wir in den &bdquo;Chroniques&ldquo; zahlreiche H&uuml;te verschiedener Formen von flach und breitkrempig bis hin zu hohen, turmartigen Gebilden.<br /><br /><strong>Frauenkleidung</strong><br />Wie bei der M&auml;nnerkleidung finden sich auch bei den Frauen Kn&ouml;pfe als Bahn brechende Neuerung der Mode. Betrachten wir uns zum Beispiel die Wandmalereien des <a title="Schloss Runkelstein" href="http://www.bauer-seyr.at/wp-content/gallery/sudtirol-bilder-fur-reiseberichte/sudtirol-41.jpg" target="_blank">Schlosses Runkelstein</a> ( Bozen, S&uuml;dtirol, gr&ouml;&szlig;ter profaner Freskenzyklus des ausgehenden 14. Jahrhunderts ) an, so finden wir zahlreiche Abbildungen von Frauenkleidern, die vorne &uuml;ber die gesamte L&auml;nge gekn&ouml;pft sind und dementsprechend eng die Konturen des Oberk&ouml;rpers nachformen k&ouml;nnen. Aber auch eine weitere Neuerung der weiblichen Kleidung f&auml;llt an diesen Abbildungen auf: Wo die Kleider des Hochmittelalters noch hoch geschlossen waren und z&uuml;chtig den gesamten K&ouml;rper der Frau bedeckten, finden wir im Sp&auml;tmittelalter erstmals einen Halsausschnitt, der seitlich weit bis an die Schultern gef&uuml;hrt wurde und erstmals auch deutlich das Dekollet&eacute; zeigt.<br />Neben der Front lassen die eng anliegenden &Auml;rmel der Abbildungen auch auf eine h&auml;ufige Verwendung von Kn&ouml;pfen an den Armen schlie&szlig;en, auch wenn diese Kn&ouml;pfe seltener dargestellt wurden und wenn &uuml;berhaupt meist nur angedeutet sind.<br />Von der H&uuml;fte an abw&auml;rts fallen die Kleider des Sp&auml;tmittelalters in gro&szlig;en weiten Falten hinab bis zum Boden. Auch wenn die Silhouette des Frauenk&ouml;rpers wesentlich st&auml;rker betont wurde, als dies noch im Hochmittelalter der Fall war, wurden trotzdem gewisse Regeln wie etwa die Verh&uuml;llung des weiblichen Beins trotzdem nie &uuml;bergangen.<br /><br />Betrachten wir nach den Frauenkleidern das weibliche &Uuml;bergewand, so sticht uns hier die gleiche Vielf&auml;ltigkeit ins Auge, die bereits bei der M&auml;nnerkleidung auff&auml;llig war. Als Quelle dienen uns in diesem Fall die &bdquo;<a title="Histoires de Alexandre le Grand" href="http://www.bl.uk/catalogues/illuminatedmanuscripts/ILLUMINBig.ASP?size=big&amp;IllID=46647" target="_blank">Histoires de Alexandre le Grand</a>&ldquo; ( sp&auml;te 1420er Jahre, Paris ). Die Bekleidung von vier der f&uuml;nf gezeigten Frauen ist gut erkennbar und erlaubt uns, einige Varianten genauer anzuschauen.&nbsp; Die sitzende Frau in der Mitte tr&auml;gt einen vom Schnitt her einfachen Umhang, wie er uns bereits aus dem Hochmittelalter bekannt ist. Allerdings weist sie das Hermelinfutter des Umhangs neben der Krone deutlich als Herrscherin aus, was die Vermutung zul&auml;sst, dass der Umhang in diesem Fall eine zeremonielle Funktion erf&uuml;llt. Die Frauen zur linken in gr&uuml;n und zur rechten in braun zeigen und dagegen zwei h&auml;ufig abgebildete Formen des Obergewands.<br />Die gr&uuml;ne &bdquo;Houppelande&ldquo; liegt relativ nah am Schnitt des Kleids, sie ist bis zum Becken eng anliegend geschnitten und f&auml;llt von dort in weiten Falten hinab zum Boden. Der gro&szlig;e Unterschied zum Kleid zeigt sich vor allem an den &Auml;rmeln, die ab der Schulter &uuml;bertrieben weit ausgestaltet sind und am Handgelenk bis zum Saum des Kleides hinab reichen. Zum einen erh&ouml;ht der weite Zuschnitt des Arms nat&uuml;rlich die Beweglichkeit mit zahlreichen Stoff- und Kleidungsschichten &uuml;bereinander. Dar&uuml;ber hinaus steht hier aber ganz klar der modische Anspruch im Vordergrund, da die hier gezeigten Stoffmengen eindeutig hinderlich sind und Arbeiten nahezu unm&ouml;glich machen d&uuml;rften. Die braune Houppelande zur rechten zeigt insgesamt einen deutlich weiteren Zuschnitt, so ist bereits am Oberk&ouml;rper ein Faltenwurf zu erkennen. Durch den direkt unter der Brust getragenen G&uuml;rtel und den weiteren Schnitt f&auml;llt dieses Kleidungsst&uuml;ck bereits ab dieser Stelle in weiten Falten zum Boden &ndash; die weiblichen Rundungen sind gegen&uuml;ber der gr&uuml;nen Houppelande nur noch zu erahnen. Einen Interessanten Punkt stellt der Halsausschnitt dar, welcher als eine Art flach auf den Schultern liegender Kragen ausgebildet ist. Dieses modische Detail ist bei keiner der anderen Figuren zu sehen.<br /><br />Auch bei den Kopfbedeckungen treffen wir wieder auf die bereits bekannte Vielfalt des Sp&auml;ten Mittelalters. Haben wir bei den zuletzt betrachteten &bdquo;Histoires de&acute;Alexandre le Grand&ldquo; die Herrscherin zweifelsfrei durch Krone und Hermelin identifiziert, liegt auch der Schluss nahe, dass die begleitenden Damen entsprechend ihrer aufw&auml;ndigen Kopfbedeckungen der h&ouml;fischen Szene entstammen. Alle vier Frauen tragen verschiedene Formen der so genannten &bdquo;H&ouml;rnerhaube&ldquo;, einer Kopfbedeckung, die mit Elementen von Hut, Schleier und Haarnetz eindeutig als sehr modern und vermutlich nicht zur Alltagsgarderobe geh&ouml;rig einzustufen w&auml;re.<br />Etwas allt&auml;glicher erscheint dagegen die Kopfbedeckung der &bdquo;<a title="Margarethe von Katzenelnbogen" href="http://effigiesandbrasses.com/monuments/elisabeth_von_katzenelnbogen/image/4884/original/" target="_blank">Margarethe von Katzenelnbogen</a>&ldquo; ( Grabplatte von 1377, Evangelische Kirche Neckarsteinach ). Sie tr&auml;gt mit ihrem so genannten Kruseler zwar keinen einfachen Schleier, aber ein Kleidungsst&uuml;ck, welches diesem sehr &auml;hnlich ist und sich in erster Linie durch die Ausschm&uuml;ckung des vorderen Abschlusses in Form mehrer in kleinste Falten gelegter Stoffstreifen unterscheidet. Zwar d&uuml;rfte der Kruseler immer noch dem Adel und besitzenden B&uuml;rgertum vorbehalten sein, er scheint aber zumindest eine gewisse Alltagstauglichkeit aufzuweisen und somit ein recht anschauliches Bindeglied zum immer noch verbreiteten, bereits aus dem Hohen Mittelalter bekannten Schleier sein.<br />Eine spannende Beobachtung hinsichtlich der weiblichen Kopfbedeckungen des Sp&auml;tmittelalters ist diese: Wo die Vielzahl der Abbildungen &uuml;berwiegend kirchlichen Ursprungs meist die z&uuml;chtig verh&uuml;llte bzw. verschleierte Frau zeigt, finden sich auf den Fresken von Schloss Runkelstein ( s.o. ) bis auf wenige Ausnahmen keinerlei Schleier. Stattdessen tauchen hier zahlreiche Frauen v&ouml;llig ohne Kopfbedeckung, sowie eine Bandbreite sehr unterschiedlicher H&uuml;te auf. Die sich stellende Frage ist dabei, welche der beiden Seiten n&auml;her an der Realit&auml;t lag oder aber versuchte, eine gewisse geistige und moralische Wunschvorstellung darzustellen. Aller Wahrscheinlichkeit d&uuml;rfte die Realit&auml;t irgendwo zwischen beiden Extremen gelegen haben.<br /><br /><strong>Schuhwerk</strong><br />Die Betrachtung der Schuhe stellt uns vor die selben Probleme, die uns schon im Hochmittelalter das Leben schwer machten: Vor allem die &Uuml;bergewandungen mit ihren bodenlangen Schnitten verdecken h&auml;ufig die Schuhe, so dass wir hinsichtlich der Formen auf die Abbildungen angewiesen sind, die in erster Linie M&auml;nner ohne langes &Uuml;bergewand zeigen. Betrachten wir zum Beispiel Frossarts &bdquo;Chroniques&ldquo; ( s.o. ), sehen wir verschiedene Schuhformen, die maximal bis zum Kn&ouml;chel reichen und entweder der Fu&szlig;form folgend vorn leicht spitz zulaufen, oder aber die Spitze des Schuhs &uuml;berzogen nachformen, so dass ein mehr oder weniger langer Schnabel entsteht &ndash; was zur Bezeichnung &bdquo;Schnabelschuhe&ldquo; f&uuml;hrte.<br />Auf den Abbildungen Jean de Courcys &bdquo;<a title="Chemin de Vaillance" href="http://www.bl.uk/catalogues/illuminatedmanuscripts/ILLUMINBig.ASP?size=big&amp;IllID=31469" target="_blank">Chemin de Vaillance</a>&ldquo; ( Br&uuml;gge, sp&auml;te 1470er Jahre ) erkennen wir dagegen die gleiche leicht spitze Schuhform, allerdings an einem extrem hohen Stiefel, der bis knapp an den Schritt reicht und beinahe an einen ledernen Beinling erinnert. Es handelt sich hierbei um Reiterstiefel oder so genannte &bdquo;Lersen&ldquo;.<br />Erst ganz zu Ende des Sp&auml;ten Mittelalters im Umbruch zur Renaissance wandelte sich die Schuhmode weg von der langen, ausgeformten Spitze hin zu einem Schuh, der nach vorn immer breiter wurde um dann quer v&ouml;llig gerade abzuschlie&szlig;en. In der Renaissance sollten diese Schuhe dann ihrer Formgebung entsprechend unter dem Namen &bdquo;Kuhmaulschuhe&ldquo; bekannt und weit verbreitet sein. ( <a title="Guillaume de Loris: &bdquo;Roman de la Rose&ldquo;" href="http://www.bl.uk/catalogues/illuminatedmanuscripts/ILLUMINBig.ASP?size=big&amp;IllID=28499" target="_blank">Guillaume de Loris: &bdquo;Roman de la Rose&ldquo;</a>, Flandern ca. 1490 ).<br /><br /><strong>Stand und Wohlstand</strong><br />Selbstverst&auml;ndlich waren auch die Menschen des Sp&auml;tmittelalters daran interessiert, ihre Standesherkunft und ihren Wohlstand nach au&szlig;en hin zu zeigen. Die einfachste M&ouml;glichkeit dazu war es zu allen Zeiten immer, m&ouml;glichst teure Materialien in m&ouml;glichst gro&szlig;er Menge zu verwenden und so finden wir dies auch im Sp&auml;tmittelalter zum Beispiel in Form der weiten Houppelanden, M&auml;ntel etc.<br />Doch die Entwicklung der Sp&auml;tmittelalterlichen Mode hin zu immer aufw&auml;ndigeren und kunstvolleren Schnitten bot der Zurschaustellung des Reichtums noch weitere, weit elegantere M&ouml;glichkeiten.<br />Bereits bei den &Uuml;bergew&auml;ndern haben wir vorhin die extrem weiten, manchmal sackartig, manchmal trichterf&ouml;rmig ausgebildeten &Auml;rmel betrachtet. Im vergleich zum Torso des jeweiligen Kleidungsst&uuml;cks sind die &Auml;rmel in Ihrer Formgebung extrem &uuml;berzogen und zeigen so trotz eines modisch engen und angepassten Kleidungsst&uuml;cks verschwenderischen Umgang mit dem Material in einem einzelnen Detail. Neben dem reinen Materialverbrauch d&uuml;rfte aber auch noch ein anderer Aspekt bei der Gestaltung derartiger Kleidung mitgeschwungen haben: Selbstverst&auml;ndlich zeigt das verwendete Material direkt den Wohlstand des Tr&auml;gers der Kleidung an. Dar&uuml;ber hinaus w&auml;re mit dieser Kleidung k&ouml;rperliche Arbeit an sich auch nur schwer bzw. nicht m&ouml;glich. Dies k&ouml;nnte als subtileres Zeichen daf&uuml;r beabsichtigt gewesen sein, dass der Tr&auml;ger dir Arbeit zwar nicht verrichten k&ouml;nnte, aber auch in seiner verm&ouml;genden Position gar nicht leisten muss!<br />&Auml;hnlich k&ouml;nnten somit auch weitere bereits erw&auml;hnte Details interpretiert werden. &Auml;hnlich den weiten &Auml;rmeln der Oberbekleidung hinderten auch die &uuml;berlangen Schn&auml;bel der Schnabelschuhe m&ouml;glicherweise am Gehen, verhinderten aber auf jeden Fall die Verrichtung k&ouml;rperlicher T&auml;tigkeiten und zeugten somit vom Wohlstand des Tr&auml;gers.<br /><br />Farbigkeit<br />Wo leuchtend farbige Stoffe im Hochmittelalter noch durchweg dem Adel vorbehalten waren, eroberten diese im Sp&auml;tmittelalter mit dem Wachsen der St&auml;dte, dem technischen Fortschritt und der Ausbildung des B&uuml;rgertums zwar nicht die gesamte Gesellschaft, aber doch weit gr&ouml;&szlig;ere Bev&ouml;lkerungsschichten als jemals zuvor. Ziehen wir nochmals die oben genannten Bildquellen zu Rate, finden wir beinahe die gesamte Palette der mit Pflanzen erzielbaren Stofffarben. Selbstverst&auml;ndlich d&uuml;rften sehr aufw&auml;ndige und somit teuere F&auml;rbungen wie blau und schwarz eindeutig den wohlhabenden Schichten vorbehalten gewesen sein, allerdings waren sie nicht mehr ausschlie&szlig;lich auf den Hochadel beschr&auml;nkt, sondern sind auch durchaus bei reichen Kaufleuten und Gildenmeistern zu finden.<br /><br />Eine sehr gute Vorstellung, wie &bdquo;bunt&ldquo; die Mode des Sp&auml;tmittelalters sowohl im Bezug auf Formen, als auch auf ihre Farbigkeit gewesen sein muss, geben die Kleiderverordnungen verschiedener St&auml;dte. So regelten zum Beispiel die St&auml;dte N&uuml;rnberg, Konstanz, Basel, Freiburg wie viele andere auch die Bekleidung ihrer B&uuml;rger zumindest dahingehend, dass sie allzu extreme Auspr&auml;gungen reglementierten. Dies konnte etwa eine Maximall&auml;nge f&uuml;r den Schnabel des Schuhs sein, oder eine Vorschrift, wie weit die Schecke des Mannes hinabreichen bzw. was sie verdecken musste.<br />[ L.C. Eisenbart: &bdquo;Kleiderordnungen der deutschen St&auml;dte zwischen 1350 und 1700&ldquo; (1962) Musterschmidt-Verlag ]<br /><br />Zusammenfassend k&ouml;nnen wir nach diesem kurzen &Uuml;berblick feststellen, dass sich in der Mode des Mittelalters gigantische Ver&auml;nderungen vollzogen haben. Waren zu Beginn des Fr&uuml;hmittelalters noch gerade, einfach Schnitte und zumindest in der breiten Masse der Bev&ouml;lkerung naturfarbene oder sehr einfach zu f&auml;rbende Materialien &uuml;blich, so sind wir nun am Umbruch des Mittelalters hin zu Renaissance bei einer Farben- und Formensprache angelangt, welche sich zwar in ihrer Auspr&auml;gung deutlich von moderner Mode unterscheidet, bez&uuml;glich der Vielfalt und Raffinesse aber durchaus keinen Vergleich zu scheuen braucht.<br /><br />Florian Fischer / Februar 2012</p>]]></description>
      <pubDate>Tue, 06 Mar 2012 16:49:56 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Neugestaltung von Rota Temporis]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/website_neu/</link>
      <description><![CDATA[Der Eine oder die Andere wird es bereits gemerkt haben, die Startseite von Rota Temporis erstrahlt in neuem Glanz. DIe Neuheiten sind jetzt prominenter, die Rubrik "Produkte des Monats" soll Artikel, die schon länger online sind, Euch noch einmal besonders in Erinnerung rufen.  
Die Newslettergestaltung wurde überarbeitet und die Blogeinträge sind jetzt von der Startseite aus aufrufbar. 

Ganz wichtig ist die Facebook-Integration. Rota Temporis ist jetzt auch auf <a title="Rota Temporis auf Facebook" href="http://www.facebook.com/RotaTemporis" target="_blank">Facebook mit einer eigenen Seite vertreten</a> - und nicht nur das. Es wird immer Produkte geben, die wir euch besonders ans Herz legen wollen, kleine Perlen und große Schätze, unabdingbare Teile Eurer Gewandung bzw. Ausstattung. Diese werden wir euch auf Facebook präsentieren.  

Verbessert wurde auch die Integration von Bezahlschnittstellen. Sofortüberweisung ist jetzt wieder aktiv und kann genutzt werden.  
Diese Änderungen gingen einher mit einem grundlegenden Update der Shop-Engine, so dass in Zukunft der Aufbau der Website schneller wird.]]></description>
      <pubDate>Sun, 04 Mar 2012 17:39:26 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Kleidung des Hochmittelalters]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/hochmittelalterkleidung/</link>
      <description><![CDATA[<p><strong>Kleidung des Hochmittelalters</strong><br />Das Hochmittelalter ist die Epoche, die in der Regel mit dem Mittelalter schlechthin gelecihgesetzt wird. Es ist die Zeit des Investiturstreits, der Kreuzz&uuml;ge, die Zeit von Friedrich Barbarossa und Richard L&ouml;wenherz.<br />Daher sollte man meinen, dass uns auch die Kleidung dieser Epoche durchaus gel&auml;ufig ist.<br />Nachdem&nbsp; wir aber bereits in fr&uuml;heren Artikeln festgestellt haben, dass Hollywood und andere Massenmedien oft bereits an der Basis weit von den belegbaren Tatsachen abweichen, wollen wir uns nun einmal anschauen, wie sich die Menschen des Hochmittelalters tats&auml;chlich kleideten.<br /><br /><strong>M&auml;nnerkleidung</strong><br />Wie schon in dem Artikel &uuml;ber die fr&uuml;hmittelalterliche Bekleidung beginnen wir mit den Beinkleidern. Im Gegensatz zur vorangegangenen Epoche sind diese aber in Schnitt und Tragweise recht einheitlich und eher eine Art allgegenw&auml;rtiges Standardkleidungsst&uuml;ck.<br />Eine der bekanntesten Bildquellen vom Beginn des Hochmittelalters d&uuml;rfte zweifelsohne der so genannte &bdquo;<a href="http://www.nationalarchives.gov.uk/domesday/images/bayeux-cooks.jpg" target="_blank" title="Teppich von Bayeux">Teppich von Bayeux</a>&ldquo; (vermutlich um 1075) sein, der die Geschichte der Eroberung Englands durch die Normannen im Jahr 1066 erz&auml;hlt. Bereits auf diesem fr&uuml;hen Zeugnis wird deutlich, dass von der im Fr&uuml;hmittelalter noch sehr differenzierten Beinkleidung im wesentlichen die Beinlinge als&nbsp; Kleidungsst&uuml;ck &uuml;brig blieben. Vereinzelt k&ouml;nnen auf den Abbildungen zwar noch Wadenwickel erkannt werden, &uuml;berwiegend sind die Beine aber mit Str&uuml;mpfen bekleidet, die eng am Bein anliegen und weit &uuml;ber das Knie reichen. In einem weiteren sehr bekannten Werk aus dem sp&auml;teren Hochmittelalter - der &bdquo;<a href="http://www.randyasplund.com/asplund/cb/macchbr.jpg" target="_blank" title="Maciejowski-Bibel">Maciejowski-Bibel</a>&ldquo; (vermutlich um 1250 von Phillip IX. von Frankreich in Auftrag gegeben) &ndash; wird dann vor allem auf Darstellungen der einfachen Landbev&ouml;lkerung deutlich, dass die Beinlinge bis etwa Mitte des Oberschenkels getragen wurden und auf der Vorderseite mittig mit einem B&auml;ndel an der Bruche befestigt wurden. Die Bruche, also die leinene Hose, die unter den Beinlingen getragen wurde, verliert durch diese Entwicklung endg&uuml;ltig ihren Anspruch eines Oberbekleidungsst&uuml;ck und verschwindet g&auml;nzlich unter der Kotte und den Beinlingen.<br />Lediglich die Abbildungen b&auml;uerlicher Arbeiten der Maciejowski-Bibel zeigen Bauern, die die Oberbekleidung zur Arbeit abgelegt haben, so dass die Bruche in diesem Moment das einzige Kleidungsst&uuml;ck darstellt. Interessant ist dabei, dass die Bruche trotz der Beinlinge bis zum Oberschenkel sehr weit und lang ist, so dass die unteren Enden der Bruche nach oben gebunden werden, um nicht bei der Arbeit zu behindern. Aber diese Art der Darstellung weist haupts&auml;chlich auf den Wert der Kleidung hin, denn sie l&auml;sst vermuten, dass zu schweren und schmutzigen Arbeiten, wie z.B. beim Ackerumgraben die Beinlinge abgelegt wurden, um diese zu schonen.<br /><br />Mit der oben genannten &bdquo;Kotte&ldquo; kommen wir von den Beinkleidern zur Bekleidung des Oberk&ouml;rpers. Die noch deutlich von der antiken Mode beeinflusste Tunika des Fr&uuml;hen Mittelalters entwickelte sich Schritt f&uuml;r Schritt zu einem Kleidungsst&uuml;ck, das mit der Tunika zwar noch den recht einfachen, beinahe sackartigen Schnitt gemein hat, welches aber im Bezug auf Weite und L&auml;nge zu einem deutlich unterschiedlicheren Kleidungsst&uuml;ck avancierte.<br />Betrachten wir wieder die oben genannten Bildquellen wird deutlich, dass die Kotte allgemein gegen&uuml;ber der Tunika an L&auml;nge zunimmt, wobei die tats&auml;chliche L&auml;nge der einzelnen abgebildeten Kleidungsst&uuml;cke untereinander stark variiert. Wo die Kotten der einfachen Bauern &ndash; zwar l&auml;nger als die Tunika &ndash; trotzdem noch &uuml;ber dem Knie endet, wird die Kotte der Adeligen und Ritter l&auml;nger und l&auml;nger und kann schlie&szlig;lich bis hinab zum Kn&ouml;chel reichen. Wenn wir uns zum Beispiel einmal den &bdquo;Kollektar von Ottobeuren&ldquo; ( sp&auml;tes 12. Jahrhundert, Ottobeuren, z.B. abgebildet in Margaret Scott: &ldquo;Kleidung und Mode im Mittelalter&rdquo;; siehe unten ) anschauen, sehen wir, dass die Kotten der abgebildeten M&auml;rtyrer allesamt mindestens bis unter das Knie, teils aber fast bis zu den Kn&ouml;cheln reichen. Ebenfalls ist gut zu erkennnen dass die langen Kotten gegen&uuml;ber den kurzen Tuniken und Kotten nach unten nochmals deutlich weiter werden, um die Bewegung der Beine nicht zu behindern. Aber noch etwas anderes f&auml;llt auf dieser Abbildung auf: Nicht nur die L&auml;nge und Weite der Kleidungsst&uuml;cke variiert, auch der Saum weist verschiedenste Verzierungen auf, die von den aus dem Fr&uuml;hmittelalter bereits bekannten Borten bis hin zu tiefen Einschnitten reichen k&ouml;nnen, durch die am unteren Abschluss so genannte &bdquo;Zaddeln&ldquo; entstehen.<br />Mit der unterschiedlichen L&auml;nge der Kotten sehen wir neben der bereits bekannten Unterscheidung durch Material und Ausschm&uuml;ckung erstmals eine Differenzierung der verschiedenen Gesellschaftsschichten durch den grunds&auml;tzlichen Kleidungszuschnitt. Vermutlich entstanden die abweichenden L&auml;ngen der Kotten urspr&uuml;nglich dadurch, dass die arbeitende Bev&ouml;lkerung eine kurze Kotte trug, die die Bewegungen nicht behinderte, w&auml;hrend der Adel keiner k&ouml;rperlichen Arbeit nachgehen musste, somit durchaus &bdquo;hinderliche&ldquo; Kleidung tragen konnte. Kleidung hat hier also nicht nur die Funktion des Schutzes oder des Schmuckes, Kleidung bekommt hier auch die Funktion der sozialen Aussage. Der Adelige zeigte bewusst durch die ausladende Kleidung, dass er mit seiner Kleidung gar nicht arbeiten konnte und es vor allem auch nicht brauchte! [Margaret Scott: &bdquo;Kleidung und Mode im Mittelalter&ldquo; (2009), WBG &ndash; Wissenschaftliche Buchgesellschaft]<br /><br />Deutlich schwieriger als bei Beinlingen und Kotte wird die Eingrenzung der Ver&auml;nderungen bei der obersten Bekleidungslage.<br />Einen ausgezeichneten Eindruck von der Vielfalt der m&auml;nnlichen &Uuml;bergew&auml;nder vermittelt zum Beispiel &bdquo;<a href="http://www.bl.uk/catalogues/illuminatedmanuscripts/ILLUMINBig.ASP?size=big&amp;IllID=9237" target="_blank" title="Li Livres du sant&eacute;">Li Livres dou sant&eacute;</a>&ldquo; (Frankreich, ca. 1285) von Aldobrandino von Siena. Die Darstellung der vier Jahreszeiten zeigt 4 m&auml;nnliche Personen, die jeweils eine Jahreszeit symbolisieren.<br />Den Sommer in der rechten oberen Ecke wird auf Grund der sommerlichen Temperaturen ohne &Uuml;berbekleidung gezeigt. Er bringt damit zwar keine Informationen &uuml;ber M&auml;ntel oder Umh&auml;nge, zeigt aber nochmals sehr gut die bereits oben behandelte zunehmende L&auml;nge der Kotte.<br />Wenden wir uns als n&auml;chstes der Person links unten zu &ndash; dem Herbst. Sie tr&auml;gt einen einfachen dunklen Umhang, der in der L&auml;nge in etwa der Kotte entspricht und vorn mit einer Hand zusammengehalten wird. Sowohl im Zuschnitt als auch in dieser eher ungew&ouml;hnlichen Art des Verschlusses zeigen sich deutliche Parallelen zu den Umh&auml;ngen des Fr&uuml;hmittelalters. Rechts neben dem Herbst finden wir den Winter, an dem uns sofort einige gro&szlig;e Neuerungen ins Auge stechen: Zum einen verf&uuml;gt der Mantel &uuml;ber &Auml;rmel und ist vorn geschlossen. Somit erinnert er viel mehr an eine &uuml;berweite und &ndash;lange Kotte, die am Hals mit einigen Kn&ouml;pfen verschlossen wird. Die &Auml;rmel erscheinen dabei so weit, dass sie die darunter getragene Kotte nicht behindern und zeigen dar&uuml;ber hinaus mit einem beinahe verschwenderischen Stoffverbrauch durchaus auch den Reichtum des Tr&auml;gers. &Auml;hnlich den bodenlangen Kotten des Adels, k&ouml;nnte in diesen extrem weiten &Auml;rmeln h&ouml;chstens noch sehr beschwerlich gearbeitet werden. Die andere gro&szlig;e Neuerung ist die Kapuze, die den Kopf des Tr&auml;gers sch&uuml;tzt. Zwar konnte man bereits im Fr&uuml;hmittelalter bei einigen Tragweisen des Umhangs der Frau die Bildung einer Art Kapuze erkennen, jedoch tritt diese hier erstmals als bewusst herausgebildetes und nicht ver&auml;nderbares Element auf.<br />Das Fr&uuml;hjahr schlie&szlig;lich zeigt uns ein Kleidungsst&uuml;ck, welches beinahe wie eine Kotte erscheint, allerdings die &Auml;rmel vermissen l&auml;sst und extrem weite Armausschnitte aufweist. Auch hier k&ouml;nnen wir auf der Brust eine Reihe von Kn&ouml;pfen erkennen. Unter diesem Kleidungsst&uuml;ck ist gut die eigentliche Kotte in einem deutlich dunkleren Farbton erkennbar, was auch die Namensgebung verdeutlicht: &bdquo;Surcot&ldquo;, also eigentlich &bdquo;&uuml;ber der Kotte&ldquo; oder auch &bdquo;&Uuml;berkotte&ldquo;. Da dieser Surcot ohne &Auml;rmel und mit seinen weiten Armausschnitten wohl nur noch einen recht eingeschr&auml;nkten Witterungsschutz geboten haben d&uuml;rfte, tritt hier erstmals ein anderer Aspekt der Kleidung in den Vordergrund. Einerseits verdeutlicht der zus&auml;tzliche verarbeitete Stoff den Reichtum des Tr&auml;gers, der es sich leisten kann, ein Kleidungsst&uuml;ck aus rein optischen Gr&uuml;nden zu tragen, dar&uuml;ber hinaus gew&auml;hren die Armausschnitte aber auch Einblick auf die darunter getragene Kotte, so dass auch diese zu repr&auml;sentativen Zwecken aufw&auml;ndig gestaltet werden konnte.<br />Zusammenfassend zeigt uns diese eine kleine Abbildung eine der wichitgsten Ver&auml;nderungen im Hochmittelalter. Sie verdeutlicht, dass Kleidung nicht mehr nur praktisch war und alle Verzierungen oder Ausschm&uuml;ckungen diesem praktischen Nutzen untergeordnet wurden. Im Hochmittelalter wurden erstmals bewusst Kleidungsst&uuml;cke oder &ndash;elemente entwickelt, die &uuml;berwiegend aus modischen Gesichtspunkten entstanden. Vereinfacht gesprochen k&ouml;nnte man sagen, dass im Laufe des Hochmittelalters erstmals ein Gef&uuml;hl von Mode als repr&auml;sentative und gestalterische Gr&ouml;&szlig;e aufkam.<br /><br />Wo das Fr&uuml;he Mittelalter noch gar keine Kopfbedeckungen zeigte oder allenfalls schlichte Kappen verschiedener Ausformung, zeigt das Hochmittelalter auch hier einen deutlichen Wandel. So finden sich in der bereits genannten Maciejowski-Bibel an, oder auch die &bdquo;Histoire Universelle&ldquo; (ca. 1286, Akkon, abgebildet in Margaret Scott: &ldquo;Kleidung und Mode im Mittelalter&rdquo;; siehe unten), neben verschiedenen einfachen, schmalkrempigen H&uuml;ten eine Kopfbedeckung immer wieder. Meist wei&szlig; dargestellt wurde die so genannte Bundhaube vermutlich &uuml;berwiegend aus Leinen gefertigt und glich in ihrer Form am ehesten einem modernen Babyh&auml;ubchen. Sie mutet&nbsp; f&uuml;r moderne Vorstellung zwar recht seltsam an, erf&uuml;llte aber in ihrer schlichten und funktionalen Form verschiedene Funktionen. Die Forschung ist sich weitgehend einig, dass eine Hauptfunktion, vor allem wenn sie von Unterschichten getragen wurde, der Schutz des Kopfes vor der Sonne war. Dar&uuml;ber hinaus verbarg sie aber auch den Schopf des Mannes und reduzierte somit die Gefahr, einerseits von anderen Personen Kopfl&auml;use zu bekommen, andererseits aber auch die eigenen L&auml;use an andere weiter zu geben. Somit d&uuml;rfte die Bundhaube wohl eines der ersten bekannten &bdquo;hygienischen&ldquo; Kleidungsst&uuml;cke sein. Gut erkennbar sind neben der engen Passform meist die beiden B&auml;ndel, die entweder seitlich am Kopf lose herunter hingen oder unter dem Kinn geschlossen wurden, um die Haube auf dem Kopf zu halten.<br /><br /><strong>Frauenkleidung</strong><br />Die Basis der weiblichen Kleidung des Hochmittelalters erfuhr gegen&uuml;ber dem Fr&uuml;hmittelalter recht wenige Ver&auml;nderungen. Der Schnitt des Kleids blieb &auml;hnlich schlicht wie der des fr&uuml;heren Vorg&auml;ngers, nahm jedoch in der L&auml;nge zu. Egal welche Bildquelle wir zu Rate ziehen, finden wir die Kleider der Frauen immer in einer L&auml;nge vor, die das Bein hinab reicht und den Kn&ouml;chel bedeckt. Ein Grund daf&uuml;r k&ouml;nnte die generelle Zunahme der Kleidungsl&auml;nge im Hochmittelalter sein, weitaus wichtiger d&uuml;rfte aber vermutlich die Weiterentwicklung und der zunehmende Einfluss des kirchlichen Kodex gewesen sein, der der Frau verbot, ihre Beine und manchmal auch ihre F&uuml;&szlig;e zu zeigen.<br /><br />&Uuml;ber dem Kleid finden wir bei der Frau, &auml;hnlich wie bei den M&auml;nnern, nun verschiedenste Formen von Kleidungsst&uuml;cken. Als Bildquelle schauen wir uns &bdquo;<a href="http://chomikuj.pl/ImagePreview.aspx?id=953987213" target="_blank" title="La Somme le Roy">La Somme le Roy</a>&ldquo; (Ende 13. Jahrhundert, Frankreich) an und finden darauf wie auf den &bdquo;Li Livres dou sant&eacute;&ldquo; gleich drei v&ouml;llig verschiedene Formen der Oberbekleidung. Die Dame links oben stellt durch die Krone klar gekennzeichnet eindeutig eine K&ouml;nigin dar. Sie tr&auml;gt von der Form her einen einfachen Umhang, der allerdings von der L&auml;nge her so lang erscheint, dass er sogar auf dem Boden Falten wirft. Dar&uuml;ber hinaus ist der Umhang au&szlig;en reich bestickt und erweckt den Anschein, als sei die Innenseite m&ouml;glicherweise sogar mit Pelz gef&uuml;ttert. Die Frau rechts unten tr&auml;gt &uuml;ber ihrem Kleid einen Surcot, wie wir ihn bereits von den M&auml;nnern kennen. Dieser scheint ebenfalls mit Pelz gef&uuml;ttert zu sein, was neben der Kopfbedeckung, auf die wir sp&auml;ter noch kommen wollen, ebenfalls f&uuml;r eine h&ouml;her gestellte Person spricht. Umhang wie Surcot heben sich kontrastreich von der Farbe des Kleids ab, was ebenfalls f&uuml;r die bereits erw&auml;hnte Auspr&auml;gung eines modischen Empfindens spricht.<br />Deutlich von den beiden bereits genannten Damen hebt sich die Darstellung rechts oben ab. Sie tr&auml;gt ein dunkles Kleid und dar&uuml;ber eine graubraune Oberbekleidung. H&auml;ufig war grau oder braun auf Abbildungen ein Zeichen f&uuml;r ( im religi&ouml;sen Sinne )bescheidene oder h&auml;ufiger auch weniger wohlhabende Personen, so dass wir diese Frau somit zumindest nicht dem Adel zuordnen werden. Die Oberbekleidung erscheint vom Schnitt her wie ein normales Kleid, mit dem Unterschied, dass es so weit ist, dass es &uuml;ber dem eigentlichen Kleid getragen werden kann. Spannend ist dabei, dass die dargestellte Frau bereits unter den Achseln aus dem Oberkleid heraus schl&uuml;pft, so dass sie dessen &Auml;rmel nicht bei ihrer T&auml;tigkeit, die in diesem Fall mit dem Z&auml;hlen von Geld zu tun haben d&uuml;rfte, behindern. Dieses &Uuml;berkleid steht somit in einem gewissen Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Kleidungsst&uuml;cken. Wir sehen, dass sich im Hochmittelalter zwar generell Modebewusstsein entwickelt hat, dessen Auspr&auml;gung aber auch stark von der gesellschaftlichen Schicht des Tr&auml;ger der Kleidung abhing.<br /><br />Bei der Betrachtung der zuletzt genannten Frau f&auml;llt uns ein weiterer Punkt der Frauenkleidung auf: Durch die sitzende Haltung der Figur rutscht das Kleid etwas &uuml;ber den Kn&ouml;chel und offenbart &uuml;ber dem Schuh, dass Frauen &auml;hnlich wie im Fr&uuml;hmittelalter Socken trugen. Da den Frauen im Gegensatz zu den M&auml;nnern keine Bruchen zugeschrieben werden, k&ouml;nnen wir davon ausgehen, dass die Socken &auml;hnlich den Fr&uuml;hmittelalterlichen Vorg&auml;ngern nur entweder bis knapp unter oder bis knapp &uuml;ber das Knie reichten und mit Knieb&auml;ndern fixiert wurden.<br /><br />Wenden wir uns schlie&szlig;lich den Kopfbedeckungen der Frauen zu, hier erwartet uns ein &auml;hnlich buntes Bild wie bei Umhang, Surcot etc.<br />Als Bildquelle schauen wir uns wiederum &bdquo;La Somme le Roy&ldquo; an, da die Abbildung auch bei den Kopfbedeckungen eine gro&szlig;e Vielfalt zeigt.<br />Beginnend bei der recht schlichten Kleidung der Frau rechts oben sehen wir, dass sie ihren Kopf mit einer Gugel kleidet. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine Kapuze, welche nach unten so verl&auml;ngert ist, dass sie die Schultern bedeckt. Passend zur sonstigen eher einfachen Kleidung der Frau stellt die Gugel somit ein Kleidungsst&uuml;ck dar, das zwar mit dem Zipfel am Hinterkopf bereits eine modische Auspr&auml;gung andeutet, die wir im Sp&auml;tmittelalter noch ausf&uuml;hrlich betrachten werden, welches aber in erster Linie mit der Verh&uuml;llung des Haars und der w&auml;rmenden Funktion einen &uuml;beraus praktischen Zweck erf&uuml;llte.<br />Die Adelige links daneben zeigt uns unter ihrer Krone einen einfachen Schleier. Dieser wird meist aus einem rechteckigen Tuch auch verschiedene Art und Weise so auf dem Kopf festgesteckt, dass er das Haar verdeckt und somit die kirchlichen Anspr&uuml;che an verheiratete Frauen erf&uuml;llt. Schleier d&uuml;rften die am h&auml;ufigsten abgebildete Kopfbedeckung der Frauen des Hochmittelalters darstellen und l&auml;sst sich, je nach gesellschaftlichem Stand, in verschiedensten Varianten vom einfachen Leinentuch bis hin zum reich verzierten Seidenschleier belegen. Interessant bei der dargestellten K&ouml;nigin ist, dass sie trotz ihrer sonstigen sehr prunkvollen Kleidung einen schlichten und schmucklosen Schleier tr&auml;gt, was als Symbol f&uuml;r die Reinheit und Tugend ihres Standes gedeutet werden k&ouml;nnte [ nach Margaret Scott: &bdquo;Kleidung und Mode im Mittelalter&ldquo;, siehe oben ]<br />Am auff&auml;lligsten und beinahe ausschlie&szlig;lich im Hochmittelalter zu finden d&uuml;rfte der Kopfschmuck der Frau in der rechten unteren Ecke sein. Das Haar ist am Kopf nach oben und hinten zu einer eng anliegenden Frisur geformt, die unter einem wei&szlig;en Tuch verschwindet. Ein so genanntes Kinnband, das unter dem Kinn und &uuml;ber den Kopf l&auml;uft, sowie ein Stirnreif fixieren die Frisur und komplettieren das Ensemble &ndash; erneut ein gutes Beispiel f&uuml;r das wachsende Modeverst&auml;ndnis vor allem des 13. Jahrhunderts und den Wandel von reinem Nutzen hin zu aufw&auml;ndigen Trageweisen, die unter rein praktischen Gesichtspunkten teils nur noch sehr wenig Sinn machen oder schlicht zu umst&auml;ndlich erscheinen [Annemarie B&ouml;nsch: &bdquo;Formengeschichte europ&auml;ischer Kleidung&ldquo; (2011), B&ouml;hlau Verlag ].<br /><br />&Auml;hnlich den Betrachtungen zur fr&uuml;hmittelalterlichen Kleidung m&uuml;ssen wir auch bei der Hochmittelalterlichen Kleidung feststellen, dass die bildlichen Darstellungen des Schuhwerks nur relativ wenig Aufschluss &uuml;ber die g&auml;ngigen Schuhformen geben. Dem umfangreichen Bilderschatz der Maciejowski-Bibel zum Beispiel l&auml;sst sich trotz der zahlreichen Darstellung von Schuhwerk nicht viel mehr entnehmen, als dass die Schuhform recht eng den nat&uuml;rlichen Formen des Fu&szlig;es angepasst war, die Schuhe meist als Halbschuhe vorn leicht spitz zuliefen und teils Verzierungen aufwiesen, die sich analog zum Fr&uuml;hmittelalter als Ziern&auml;hte oder &Auml;hnliches interpretieren lassen. Abbildungen des &bdquo;La Somme le Roy&ldquo; lassen dar&uuml;ber hinaus vermuten, dass die Schuhe teilweise auf dem Spann ausgespart waren und um den Kn&ouml;chel mit einem Riemchen geschlossen wurden. Wahrscheinlich sollte so die Farbigkeit der Beinlinge oder Socken gezeigt werden &ndash; erneut ein Indiz f&uuml;r das wachsende Modeverst&auml;ndnis der Menschen.<br />Wie bereits zum Fr&uuml;hmittelalter ausgef&uuml;hrt, belegen auch f&uuml;r das Hochmittelalter die vorhandenen Schuhfunde die N&auml;hweise als Wendeschuh. Das bedeutet das Vern&auml;hen der Einzelteile &bdquo;auf links gedreht&ldquo; und das anschlie&szlig;ende Wenden des Schuhs, so dass die N&auml;hte auf der Innenseite vor Abrieb und Verschlei&szlig; gesch&uuml;tzt sind.<br />Auch eine modische Differenzierung von M&auml;nner- und Frauenschuh l&auml;sst sich f&uuml;r das Mittelalter kaum erkennen, so dass die beschriebenen Schuhformen vermutlich universell von Mann und Frau verwendet wurden.<br />Eine erw&auml;hnenswerte Sonderform des Schuhwerks finden wir dagegen in der bereits eingef&uuml;hrten &bdquo;Histoire Universelle&ldquo;, wo der zur linken sitzende Herrscher keinen &Uuml;bergang oder Absatz zwischen Beinlingen und Schuhwerk zeigt. Beides zeigt identische Farben und Verzierungen, so dass wir hier davon ausgehen k&ouml;nnen, dass auf das Schuhwerk v&ouml;llig verzichtet wurde und der Beinling wahrscheinlich mit einer Ledersohle als Schuhersatz versehen wurde. Allerdings d&uuml;rfte diese modische Erscheinung lediglich der Oberschicht vorbehalten geblieben sein, da der Ersatz des Schuhwerks durch Wollsocken beim t&auml;glichen Arbeiten eher unpraktisch gewesen sein d&uuml;rfte und dar&uuml;ber hinaus nur dann Sinn macht, wenn der Beinling optisch den Entfall des Schuhs aufwiegt.<br /><br /><strong>Resum&eacute;e</strong><br />Dieser ganz grobe &Uuml;berblick &uuml;ber die Bekleidung des Hochmittelalters stellt sicherlich keinen Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit. Vor allem bei den &Uuml;berbekleidungen und den Kopfbedeckungen lassen sich bei der Recherche neben den gezeigten Beispielen unz&auml;hlige abweichende Varianten finden, die in ihrer Vielzahl den Rahmen dieser kurzen Zusammenstellung bei weitem sprengen w&uuml;rden. Ebenso wurde das Thema Accessoires, G&uuml;rtel, G&uuml;rteltaschen usw. bewusst ausgespart, da sich alleine damit unz&auml;hlige Seiten f&uuml;llen lie&szlig;en.<br />Auch im R&uuml;ckblick auf den letzten Artikel zur Fr&uuml;hmittelalterlichen Kleidung sollte aber das Gef&uuml;hl daf&uuml;r entstanden sein, dass die Mode sich dahingehend entwickelt hat, dass sie rein optische Aspekte jenseits der Praktikabilit&auml;t weit st&auml;rker mit einbezieht und dadurch vielf&auml;ltiger und &bdquo;spannender&ldquo; wird, als dies noch wenige Generationen fr&uuml;her der Fall war.<br /><br />Florian Fischer / Januar 2012</p>]]></description>
      <pubDate>Wed, 01 Feb 2012 14:45:10 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Kleidung des Frühmittelalters]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/fruehmittelalter/</link>
      <description><![CDATA[<p>Nachdem wir uns in den vergangenen Artikeln dem Mittelalter von verschiedenen eher theoretischen Seiten gen&auml;hert haben, wollen wir uns jetzt einem Thema zuwenden, das f&uuml;r den Reenactor bzw. LARPer von gro&szlig;em praktischem Nutzen ist &ndash; der Kleidung.<br />Neben dem offensichtlichen Zweck als Wetter- und Witterungsschutz erf&uuml;llt Kleidung noch verschiedene andere Funktionen. Als erstes sichtbares Merkmal einer Person kann sie Aufschluss geben &uuml;ber Stand, Beruf und damit auch Wohlstand des Tr&auml;gers. Dar&uuml;ber hinaus spiegelt sie aber neben der individuellen Stellung des Gekleideten auch in gewissem Rahmen die geistige Haltung einer Gesellschaft&nbsp; wider.<br />In diesem und den folgenden Artikeln schauen wir uns zun&auml;chst einmal die Kleidung des Fr&uuml;hen und sp&auml;ter dann die des Hohen und Sp&auml;ten Mittelalters an.<br />Vorg&auml;nger des Fr&uuml;hmittelalters und somit Ausgangslage f&uuml;r dieses war, wie im Artikel &bdquo;Das Mittelalter &ndash; Versuch einer Begriffsdefinition&ldquo; erl&auml;utert, die Antike. F&uuml;r unsere Betrachtung zur Kleidung bedeutet dies, dass wir zu Beginn des Fr&uuml;hmittelalters eine heterogene Basis aus r&ouml;mischen, germanischen und im Rahmen der V&ouml;lkerwanderung auch slawischen Stilen und Einfl&uuml;ssen vorfinden. Zur Eingrenzung dieses ohnehin sehr ausufernden Themas wollen wir uns zun&auml;chst im Wesentlichen auf die Entwicklungen im heutigen West- und Mitteleuropa beschr&auml;nken und uns auf den profanen Bereich konzentrieren. Die Behandlung lokaler Ph&auml;nomene oder abgegrenzter Gruppen wie etwa die Entwicklung kirchlicher Ornate werden wir im Hinblick auf den Umfang der Ausf&uuml;hrungen zun&auml;chst au&szlig;er Acht lassen.<br />Ebenso soll zun&auml;chst die Kleidung selbst im Mittelpunkt stehen, Schmuck, Accessoires und sonstige Gegenst&auml;nde, die im Alltag mitgef&uuml;hrt wurden, sollen in einem sp&auml;teren Artikel gesondert behandelt werden.<br /><br /><strong>M&auml;nnerkleidung</strong><br />Der Mann des Fr&uuml;hmittelalters trug eine Kleidung, welche sich schrittweise aus der M&auml;nnermode der Sp&auml;tantike entwickelt hatte und teilweise noch deutliche Merkmale derselbigen aufwies. &Auml;hnlich der modernen Mode unterteilte sich die Kleidung in Beinkleider, ein Hemd, das den Torso und die Arme bedeckte und mehr oder weniger weit am Bein hinab reichte und einer &Uuml;berbekleidung, die sowohl praktischen, als auch repr&auml;sentativen Nutzen hatte.<br />Das wohl kontroverseste dieser Kleidungsst&uuml;cke der m&auml;nnlichen Mode ist das Beinkleid. In der r&ouml;mischen Zivilisation noch verschm&auml;ht, entwickelte sich die Germanische Hose sp&auml;testens durch die Einfl&uuml;sse der V&ouml;lkerwanderung auch hier zum Ende des R&ouml;mischen Reiches hin zum &uuml;blichen, wenn auch immer noch als &bdquo;barbarenhaft&ldquo; angesehenen Kleidungsst&uuml;ck. Somit stellte die eng anliegende, geschlossene und mit einem G&uuml;rtel gebundene Hose ein &uuml;bliches Kleidungsst&uuml;ck zu Beginn des Fr&uuml;hen Mittelalters dar. [Phillip von Rummel: &bdquo;Habitus Barbarus&ldquo; (2005)] &Auml;hnlich den Gebr&auml;uchen der Germanischen St&auml;mme wurde die Hose entweder alleine, oder in Kombination mit Wadenwickeln getragen, die jedoch im Verlaufe des Fr&uuml;hmittelalters mehr und mehr verschwanden. Aufgabe der Wadenwickel war es, den Spalt zwischen Schuhen und Hose zu schlie&szlig;en. Dabei konnten diese je nach Hosenl&auml;nge das gesamte Unterbein bedecken. Sehr gut erkennbar ist dieses Nebeneinander verschiedener Varianten zum Beispiel in den Buchmalereien des sog. &bdquo;<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Monatsbilder_Salzburger_Handschrift_818.jpg&amp;filetimestamp=20060901162034" target="_blank" title="Salzburger Kalendarium">Salzburger Kalendariums</a>&ldquo;, einem Codex, der um das Jahr 815 die b&auml;uerlichen Arbeiten im Jahresablauf zeigt [Hans-Werner Goetz: &bdquo;Leben im Mittelalter&ldquo; (1986)]. Auf diesen Abbildungen ist dar&uuml;ber hinaus ein weiterer Entwicklungsschritt der Beinkleider im Verlaufe des Fr&uuml;hmittelalters erkennbar: Die Beinlinge. Zwar entwickelten sich diese erst im Hochmittelalter zur bekannten Form langer &bdquo;Str&uuml;mpfe&ldquo;, die bis ans Ges&auml;&szlig; reichen und an der Unterhose, der sog. Bruche, befestigt werden. Allerdings sind wiederum zum Beispiel im &bdquo;Salzburger Kalendarium&ldquo; Abbildungen erkennbar, auf denen kniehohe, eng anliegende Kleidungsst&uuml;cke &uuml;ber einer Hose getragen werden. Da die sonst deutlich erkennbare Wicklung der Wadenwickel hier fehlt, ist anzunehmen, dass es sich um Kniestr&uuml;mpfe handelt. Unter anderen die Funde aus dem Hafen von Haithabu st&uuml;tzen diese These [Inga H&auml;gg: &bdquo;Textilfunde aus dem Hafen von Haithabu&ldquo; (1984)] und f&uuml;hren zu der Annahme, dass sich m&ouml;glicherweise die Wadenwickel zu Str&uuml;mpfen entwickelten, die &ndash; &uuml;ber der Hose getragen &ndash; mit zunehmender L&auml;nge eine immer k&uuml;rzere Hose erm&ouml;glichten. Ab einem gewissen Punkt d&uuml;rften die Str&uuml;mpfe oder dann Beinlinge die repr&auml;sentative Aufgabe der fr&uuml;heren Hose &uuml;bernommen haben und diese Schritt f&uuml;r Schritt auf eine Unterbekleidung reduziert haben.<br />Verschiedene zeitgen&ouml;ssische Abbildungen wie zum Beispiel die Darstellung Karls des Gro&szlig;en mit den P&auml;psten Gelasius und Gregor I. (<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Karl_1_mit_papst_gelasius_gregor1_sacramentar_v_karl_d_kahlen.jpg&amp;filetimestamp=20051123173230" target="_blank" title="Sakramentar Karl des Kahlen">aus dem Sakramentar Karls des Kahlen, ca. um 870</a>) zeigen sogar bereits die Verwendung von sog. Strumpfb&auml;ndern, welche unter dem Knie gebunden wurden, um den Strumpf oder den Beinling im Bereich des Knies am Bein zu fixieren. Gemeinsam mit langen, bis unter das Obergewand reichenden Beinligen stellt dies bereits eine Art der Beinkleidung dar, die vor allem im Hoch- und Sp&auml;tmittelalter beinahe die einzige Art der m&auml;nnlichen Beinkleidung darstellen sollte.<br /><br />Das Obergewand des Mannes war in erster Linie die Tunika. Sie entwickelte sich aus der sp&auml;tr&ouml;mischen Form der Tunika oder auch dem Germanischen Hemd weiter, blieb aber vom grunds&auml;tzlichen Schnitt her recht &auml;hnlich. Verschiedene Abbildungen, darunter der sog. &bdquo;<a href="http://digital.wlb-stuttgart.de/digitale-sammlungen/titeldaten/?no_cache=1&amp;IDDOC=1009984" target="_blank" title="Stuttgarter Bilderpsalter">Stuttgarter Bilderpsalter</a>&ldquo;, zeigen eine Tragweise, bei der zwei Tuniken &uuml;bereinander getragen werden. Eine k&uuml;rzere Tunika diente wohl als &bdquo;Unterhemd&ldquo;, w&auml;hrend die l&auml;ngere Tunika dar&uuml;ber getragen wurde und das eigentliche Oberbekleidungsst&uuml;ck darstellte [ Alexandra Sch&auml;fer: &bdquo;Der Stuttgarter Bilderpsalter&ldquo; (2005) ].<br />Auf den oben bereits erw&auml;hnten Bildquellen kann man sehr gut erkennen, dass die (Ober-) Tunika wohl meist bis ans Knie reichte und in einer geraden oder eventuell nach unten etwas erweiterten Form geschnitten war. Da die Abbildungen dieser Zeit weder Kn&ouml;pfe noch sonstige Verschl&uuml;sse zeigen, waren die Tuniken vermutlich so weit gestaltet, dass man hineinschl&uuml;pfen konnte. Die weite Form wird auch nochmals an der oben aufgef&uuml;hrten Abbildungen Karls des Gro&szlig;en ersichtlich, auf der die Raffung des Stoffs &uuml;ber dem G&uuml;rtel gut erkennbar ist. Ebenso zeigt das Salzburger Kalendarium deutlich einen starken Faltenwurf der Kleidung, was sowohl f&uuml;r einen weiten als auch einen einfachen, nicht dem K&ouml;rper exakt angepassten Schnitt spricht.<br /><br />Ebenfalls gut erkennbar ist der G&uuml;rtel, der auf beinahe allen Abbildungen &uuml;ber der Tunika getragen wird. Dies wird einerseits durch den weiten Schnitt der Kleidung erforderlich, um bei der Arbeit nicht durch die weiten Falten behindert zu werden. Dar&uuml;ber hinaus erf&uuml;llte der G&uuml;rtel aber auch die Funktion einer Tasche. Da die fr&uuml;hen Hosenfunde allesamt keine Hosentaschen aufwiesen und sp&auml;testens beim Wandel hin zu den Beinligen ( abgesehen von der Bruche ) schlicht keine Hose mehr vorhanden war, die Taschen h&auml;tte aufweisen k&ouml;nnen, trug man eine G&uuml;rteltasche, die der Aufbewahrung der allt&auml;glichen Gegenst&auml;nde diente.<br /><br />&Uuml;ber Tunika und Beinlingen vervollst&auml;ndigte ein Mantel die Bekleidung. Die Abbildungen zeigen zwei verschiedene Formen dieses Kleidungsst&uuml;cks, welche sich beide wieder aus der Sp&auml;tr&ouml;mischen Mode herleiten lassen. Sowohl das Salzburger Kalendarium, als auch der Sakramentar Karls des Kahlen zeigen etwa knie- bis wadenlange Umh&auml;nge, die auf einer Schulter mit einer Fibel oder Brosche geschlossen sind. Vom Typus her erinnert dieses Kleidungsst&uuml;ck stark an die Kurzm&auml;ntel des r&ouml;mischen Milit&auml;rs. Die Grundform der M&auml;ntel scheint mehr oder weniger rechteckig zu sein, wobei der Zuschnitt von beinahe Quadratisch bis hin zu lang gezogenen Rechtecken reichen kann.<br />Davon abweichend erscheinen die M&auml;ntel der abgebildeten P&auml;pste l&auml;nger und deutlich volumin&ouml;ser und erinnern weit mehr an die Toga des R&ouml;mischen Adels. Da diese Form allerdings ausschlie&szlig;lich bei Abbildungen religi&ouml;ser Personen zu finden ist, liegt die Vermutung nahe, dass die r&ouml;mische Toga direkt in das kirchliche Ornat einfloss und somit eher sakralen denn modischen oder praktischen Charakter hat.<br /><br />Bei der Betrachtung der Abbildungen f&auml;llt auf, dass entgegen den Abbildungen der sp&auml;teren Jahrhunderte zwar einige, aber bei weitem nicht alle Personen mit Kopfbedeckungen gezeigt werden. Dies gibt Grund zu der Annahme, dass Kopfbedeckungen durchaus verwendet wurden, vermutlich aber nicht den repr&auml;sentativen Stellenwert hatten, der ihnen zum Beispiel im Sp&auml;tmittelalter zugemessen wurde. Als Kopfbedeckung nutzte der fr&uuml;hmittelalterliche Mann vermutlich in erster Linie, wie auf dem Salzburger Kalendarium erkennbar, verschiedene Arten einfacher Kappen oder M&uuml;tzen, die aus Wollstoff, Wollfilz oder Leder hergestellt wurden. Aufgabe d&uuml;rfte in erster Linie der Schutz vor Wind und Wetter gewesen sein, m&ouml;glicherweise spielten aber auch bereits hygienische Gr&uuml;nde mit hinein, wie sie etwa bei den Bundhauben des Hochmittelalters eine Rolle spielten.<br /><br /><strong>Frauenkleidung</strong><br />&bdquo;M&auml;nner und Frauen sollen nach Gottes Gesetz unterschiedlich bekleidet sein und wer sich nicht daran halte, lade Schimpf auf sich&ldquo;, wie die von Ludwig dem Frommen im Jahr 816 einberufene Reformsynode festhielt.<br />Leider fehlen uns jedoch so zahlreiche und detaillierte Abbildungen weiblicher Personen des Fr&uuml;hen Mittelalters, wie sie uns in Form verschiedener Sakramentare oder sonstiger Buchmalereien f&uuml;r die M&auml;nner vorliegen.<br />Einige aufschlussreiche Beispiele sind jedoch zum Beispiel die Darstellung des &bdquo;Stuttgarter Bilderpsalter&ldquo; ( ca. 820 &ndash; 830 ) oder die &bdquo;<a href="http://www.johannesoffenbarung.ch/bilderzyklen/trierer1.php" title="Johannesoffenbarung der Trierer Apokalypse">Johannesoffenbarung der Trierer Apokalypse</a>&ldquo; ( um 800 ). Dar&uuml;ber hinaus bringen Grabfunde und verschiedene Textbelege zeitgen&ouml;ssischer, vor allem kirchlicher Quellen verwertbare Informationen.<br />[D.Reimann: &bdquo;Vereint in den Tod &ndash; Doppelgrab 166/167&ldquo; (1999) erschienen in &bdquo;Das Arch&auml;ologische Jahr in Bayern 1999&ldquo;]<br /><br />Das Kernst&uuml;ck der weiblichen Bekleidung des Fr&uuml;hmittelalters bildet, ebenso wie bei der Kleidung der M&auml;nner, die Tunika. Dabei zeigen Form und Schnitt kaum Abweichungen zum m&auml;nnlichen Pendant, lediglich mit einer meist bis zum Kn&ouml;chel reichenden L&auml;nge zeigt sich ein signifikanter Unterschied. Ebenfalls wie bei der m&auml;nnlichen Bekleidung lassen einige der Abbildungen unter der langen Obertunika eine zweite Untertunika erkennen, die auch wiederum lang geschnitten bis an die Kn&ouml;chel reicht.<br />Auff&auml;llig ist, dass die Tunika der Frauen im Gegensatz zur M&auml;nnertunika sowohl mit, als auch ohne G&uuml;rtel abgebildet wurde.<br />Bei der Betrachtung der Abbildungen vor allem der Johannesoffenbarung entsteht weiter der Eindruck, dass die Tuniken der Frauen m&ouml;glicherweise h&auml;ufiger mit aufw&auml;ndigen Borten am Saum geschm&uuml;ckt&nbsp; waren, was allerdings noch keinen R&uuml;ckschluss darauf zul&auml;sst, dass dies zwangsl&auml;ufig immer so der Fall war.<br /><br />Wie bereits angeschnitten, wurde die Tunika h&auml;ufig mit einem G&uuml;rtel um die H&uuml;fte geschlossen, der wie beim m&auml;nnlichen Gegenpart das Kleidungsst&uuml;ck fasste und die G&uuml;rteltasche trug.<br /><br />Zus&auml;tzlich zur Untertunika lassen verschiedene Quellen vermuten, dass die Frau ebenfalls Str&uuml;mpfe trug, die bis ans Knie oder etwas dar&uuml;ber reichten und ebenfalls mit Knieb&auml;ndern fixiert wurden. Au&szlig;erdem lassen Funde der Schw&auml;bischen Alb darauf schlie&szlig;en, dass Wickelb&auml;nder ebenso zur Bandbreite an Beinkleidern geh&ouml;rten, wie es bei den M&auml;nnern der Fall war.<br />[ J.Banck: &bdquo;Ein merowingerzeitlicher Baumsarg aus Lauchheim / Ostalbkreis&ldquo; (1998), ver&ouml;ffentlicht in L. Bender Joergensen: &bdquo;Textiles in European Archeology&ldquo; (1998) ] Einig sind sich Arch&auml;ologen darin, dass die Frauenkleidung keine Hosen umfasse, sondern sich auf Str&uuml;mpfe / Wickel in verschiedenen Varianten beschr&auml;nkte. Lediglich f&uuml;r den Osteurop&auml;ischen Raum, in dem die Christianisierung nur schrittweise vorankam, gibt es Hinweise darauf, dass Frauen verschiedener Bev&ouml;lkerungsgruppen denen der&nbsp; M&auml;nner &auml;hnliche Hosen trugen. So verweist eine Abhandlung Papst Nikolaus I. ( 820-867 ) darauf, dass die Hosen der Bulgarinnen zwar nicht zur kirchlich anerkannten Frauentracht geh&ouml;re, das Tragen oder Nichttragen derselben aber nicht zum Heil f&uuml;hre und daher nicht dogmatisch zu betrachten sei.<br /><br />Die Umh&auml;nge der Frauen hatten den M&auml;nnerumh&auml;ngen gleich einen rechteckigen Zuschnitt. Gro&szlig;er Unterschied dabei ist aber, dass die Frau des Fr&uuml;hmittelalters den Mantel entweder vorne mit einer Fibel schloss, oder nur lose um die Schulter legte und mit der Hand vorne zusammen hielt. Gut erkennbar ist dieser Unterschied in den Abbildungen des Stuttgarter Psalters. Teilweise konnten diese gro&szlig;en T&uuml;cher sogar &uuml;ber den Kopf gelegt werden, so dass sich mit der Fibel auf der Vorderseite eine Art Kapuzenumhang ergab.<br /><br />Die &uuml;blichste Kopfbedeckung der Frau d&uuml;rfte der Schleier gewesen sein, der h&auml;ufig mit einer Art Stirnband gehalten wurde und entweder bis zur Schulter oder in einzelnen F&auml;llen an Stelle des Mantels auch bis beinahe zum Boden fiel. Dar&uuml;ber hinaus zeigen die oben bereits erw&auml;hnten Bildquellen die so genannten Haarb&auml;nder der Jungfrauen.&nbsp; Diese tauchen sowohl in Form gewobener B&auml;nder, als auch in Form einer Perlenschnur in den Abbildungen auf und wurden in das Haar der jungen, unverheirateten Frauen geflochten.<br />Dar&uuml;ber hinaus geben einige zeitgen&ouml;ssische Schriftquellen vage Informationen &uuml;ber weitere weibliche Kopfbedeckungen, die vermutlich &Auml;hnlichkeit mit Hauben oder Schleiern hatten, aber auf Grund der sp&auml;rlichen Quellenlage nicht weiter definiert werden k&ouml;nnen.<br />[Mechthild M&uuml;ller: &bdquo;Die Kleidung nach Quellen des fr&uuml;hen Mittelalters&ldquo; (2003)]<br /><br /><strong>Schuhe</strong><br />Zu den Schuhen, die von M&auml;nnern und Frauen im Fr&uuml;hmittelalter getragen wurden, geben die vorhandenen Bildquellen leider relativ wenig Aufschluss. H&auml;ufig sind die Abbildungen so klein und in diesen Bereichen wenig detailliert, oder auch schlicht unter den langen Gew&auml;ndern verborgen, dass daraus kaum Schl&uuml;sse auf die exakte Form zu ziehen sind. Lediglich die Information ist aus den Abbildungen zu gewinnen, dass das Schuhwerk wohl in verschiedenen Formen, sowohl als Halbschuh, als auch als &uuml;ber den Kn&ouml;chel reichender Stiefel vorhanden war.<br />Aufschlussreicher dagegen sind die Funde aus Haithabu ( Schleswig-Holstein ), Basel ( Schweiz ) und Mecklenburg. Diese Funde zeigen allesamt Halbschuhe, die vorn leicht spitz zulaufen und in der Wendetechnik gen&auml;ht sind. Das bedeutet, der Schuh wurde &bdquo;auf links&ldquo; gedreht und die einzelnen Teile auf der Innenseite vern&auml;ht, so dass die N&auml;hte beim Tragen innen im Schuh lagen und beim Laufen nicht durchgescheuert werden konnten. Sowohl Obermaterial als auch Sohle waren aus Leder, wobei Fragmente anderer Fundorte darauf hindeuten, dass in Einzelf&auml;llen wohl auch Stoff als Obermaterial Verwendung fand. Die erhaltenen Schuhe werden allesamt geschn&uuml;rt und sind teils mehr, teils weniger verziert. Dieser Schmuck reicht von einfachen Ziern&auml;hten entlang der Mittelnaht auf dem Spann bis hin zu vollfl&auml;chigen Bestickungen.<br />Obwohl dar&uuml;ber keine absolute Sicherheit besteht, kann man davon ausgehen, dass M&auml;nner und Frauen sehr &auml;hnliche Schuhmodelle trugen, wie auch die sonstigen Kleidungsst&uuml;cke im Gro&szlig;en und Ganzen hohe &Auml;hnlichkeiten aufweisen.<br /><br /><strong>Material und Farbigkeit</strong><br />Nachdem wir uns bisher mit Art und Form der verwendeten Kleidungsst&uuml;cke befasst haben, stellt sich jetzt nat&uuml;rlich die Frage, aus was diese Kleidung hergestellt wurde.<br />In erster Linie wurden f&uuml;r die Bekleidung des Fr&uuml;hen Mittelalters Stoffe verwendet, die aus Naturfasern hergestellt und mit meist pflanzlichen Farbstoffen gef&auml;rbt wurden. Daneben fanden auch Leder und Felle verschiedener Tierarten Verwendung. Abgesehen von Schuhen, G&uuml;rteln hatte die Verwendung dieser Materialien prozentual gesehen aber einen geringen Anteil. Die haupts&auml;chliche Verwendung d&uuml;rfte sich auf besonders warme Winterkleidung aus einfachen Nutztierfellen oder auch repr&auml;sentative Kleidung aus Wildtierfellen f&uuml;r die h&ouml;heren Gesellschaftsschichten beschr&auml;nkt haben.<br />Die verbreiteten Stoffe f&uuml;r die Kleiderherstellung war zum einen Wollstoff, welcher aus der Wolle heimischer Schafe g&uuml;nstig und in gro&szlig;er Menge hergestellt werden konnte. Da sich Wollstoff mit Pflanzenfarbstoffen wie Krapp, Waid, Walnuss etc. relativ einfach f&auml;rben l&auml;sst, kam dieser Stoff f&uuml;r die meisten sichtbaren Kleidungsst&uuml;cke wie Tuniken, Hosen oder auch Umh&auml;nge zur Anwendung. Dar&uuml;ber hinaus bot Wollstoff gute w&auml;rmende Eigenschaften und &uuml;ber das enthaltene Lanolin ( Wollfett ) einen passablen Schutz gegen Regen und Feuchtigkeit, der durch Verfilzen des Stoffes noch gesteigert werden konnte.<br />Eine weitere positive Eigenschaft des Wollstoffs ist seine Dehnbarkeit, vor allem diagonal zur Webrichtung. Somit war Wollstoff auch als eine Art nat&uuml;rliches &bdquo;Stretch&ldquo;-Material f&uuml;r Socken und Beinlinge hervorragend geeignet.<br />Neben der Wolle wurden aber auch heimische Pflanzenfasern zu Stoff verarbeitet, der Hanf und vor allem der Flachs. Der aus Flachs gewonnene Leinenstoff fand in erster Linie f&uuml;r die unteren Bekleidungsschichten Anwendung. Dies resultiert vermutlich daraus, dass er sich zum einen nur sehr schwer f&auml;rben l&auml;sst und somit weniger repr&auml;sentativ genutzt werden kann, als die Wolle. Zum anderen tr&auml;gt sich Leinenstoff auf Grund der vergleichsweise glatten Oberfl&auml;che wesentlich angenehmer direkt auf der Haut, als dies bei Wolle der Fall w&auml;re.<br />Vor allem Schriftquellen l&auml;sst sich entnehmen, dass neben diesen einheimischen Produkten durchaus auch importierte Stoffe wie Seide verwendet wurden. Allerdings d&uuml;rften diese auf Grund des hohen Importpreises ausschlie&szlig;lich auf den kleinen Kreis der kirchlichen und weltlichen Herrscher beschr&auml;nkt geblieben sein, die &uuml;ber gen&uuml;gend Reichtum verf&uuml;gten, sich dieses Luxusgut zu leisten.<br /><br />Wenn wir uns die im Verlaufe dieses Artikels aufgef&uuml;hrten Bildquellen einmal anschauen, wird deutlich, dass beinahe alle sichtbaren Kleidungsst&uuml;cke tats&auml;chlich bunt dargestellt werden, die Unterbekleidung, wo sichtbar, aber meist grau oder wei&szlig; erscheint.<br />Dies verbildlicht einerseits nochmals die Verwendung von Leinen f&uuml;r die Unter- und Wolle f&uuml;r die Oberbekleidung, widerlegt aber dar&uuml;ber hinaus selbst in dieser Fr&uuml;hen Phase bereits das weit verbreitete Klischee des grauen und trostlosen Mittelalters!<br /><br /><strong>Bekleidung und Gesellschaftlicher Stand</strong><br />Nun wissen wir im groben Rahmen, wie sich die Menschen in der Fr&uuml;hmittelalterlichen Gesellschaft kleideten. Doch sollen sich tats&auml;chlich alle Menschen der Gesellschaft so gekleidet haben, Knecht wie K&ouml;nig und Magd wie Edeldame?<br />Es zeigt sich, dass die Art der Kleidungsst&uuml;cke tats&auml;chlich um Grunde die gleiche war. Vergleicht man einmal die b&auml;uerlichen Darstellungen des Salzburger Kalendariums mit dem Sakramentar Karls des Kahlen, so f&auml;llt auf, dass in der Tat alle abgebildeten Personen eine Tunika, Str&uuml;mpfe oder Beinlinge und einen Mantel tragen. Der gro&szlig;e Unterschied, an dem sich die St&auml;nde voneinander unterscheiden lassen, ist die Ausf&uuml;hrung dieser Kleidung. Wo die Bauern meist in leicht und g&uuml;nstig zu f&auml;rbendem Rot dargestellt werden, tr&auml;gt der K&ouml;nig teureres Gr&uuml;n und Blau. Dar&uuml;ber hinaus weist seine Kleidung umfangreiche Verzierungen und Bestickungen auf und von seinem G&uuml;rtel h&auml;ngt eine pr&auml;chtige Tasche.<br />Zusammenfassend k&ouml;nnen wir also festhalten, dass die Kleidung im Grunde im oben aufgef&uuml;hrten Rahmen abgesehen von geographischen Unterschieden recht einheitlich war und sich vor allem in der Ausf&uuml;hrung, der Aufw&auml;ndigkeit und der Erg&auml;nzung mit Verzierungen und Schmuck unterschieden.<br /><br />Florian Fischer / Januar 2012</p>]]></description>
      <pubDate>Mon, 16 Jan 2012 12:04:22 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Jaques Le Goff: „Geld im Mittelalter“]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/reension1/</link>
      <description><![CDATA[<p>Buchrezension Jaques Le Goff: &bdquo;Geld im Mittelalter&ldquo; ( 2010 )<br /><br />Geradezu passend zur aktuellen Situation von Finanzwelt und Wirtschaft in Europa erschien 2010 das Buch &bdquo;Le moyen Age et l&aacute;rgent&ldquo;, oder &bdquo;Geld im Mittelalter&ldquo;, wie die deutsche &Uuml;bersetzung von 2011 benannt wurde.<br /><br /><strong>Inhalt</strong><br />Le Goff zeichnet in seinem Buch die Entwicklung des Geldes &uuml;ber die gesamte Zeitspanne des mittelalterlichen Europas nach. Basis der Betrachtung ist dabei die Geldwirtschaft des ausgehenden r&ouml;mischen Reiches, welche auf Grund der Ausdehnung des Imperium Romanum&nbsp; in weiten Teilen Europas die Ausgangslage zu Beginn des Fr&uuml;hmittelalters darstellte.<br />Der erste Teil des Buches folgt, ausgehend vom R&ouml;mischen Finanzwesen, dessen zunehmendem Verfall im Verlaufe der Entwicklung der fr&uuml;hmittelalterlichen Gesellschaft aus den antiken Strukturen heraus.<br />Dabei zeichnen die Ausf&uuml;hrungen zun&auml;chst die sinkende Bedeutung des Geldes und vor allem des M&uuml;nzwesens durch das Fr&uuml;hmittelalter hindurch nach. Ausgehend von Karl dem Gro&szlig;en wird die Stabilisierung des Geldmarktes und der schrittweise R&uuml;ckgewinn der Bedeutung sowohl innerhalb der Bev&ouml;lkerung als auch &uuml;berregional im Handel nachvollzogen.<br />In einem zweiten Teil befasst sich Jaques Le Goff mit dem Hochmittelalter und speziell mit dem 13. Jahrhundert, welches die Entwicklungen des Hochmittelalters in einer Bl&uuml;te des Finanzwesens mit zahlreichen neu entstehenden Finanzstrukturen, umfassenden Organisationsversuchen des M&uuml;nzwesens und der schrittweisen Umformung des Abgabensystems hin zu einem System auf monet&auml;rer Basis abschlie&szlig;t.<br />Neben den unmittelbaren Entwicklungen des Finanzwesens, wie etwa die Entstehung der sog. Wucherer ( fr&uuml;he Form der Geldverleiher / Kreditgeber ) oder auch buchhalterischer Methoden werden auch Ver&auml;nderungen beschrieben, die zwar nicht unmittelbar verkn&uuml;pft sind, letztendlich aber als Resultat dessen sp&uuml;rbar werden. So werden einerseits die finanztechnischen Fortschritte behandelt, die die Formung der mittelalterlichen Staatshaushalte erst erm&ouml;glichen, aber ebenso auch die auf der Kehrseite entstehende wachsende Kluft zwischen Arm und Reich.<br />Im letzten Teil des Buches wird das Sp&auml;tmittelalter behandelt, welches gegen&uuml;ber dem Fr&uuml;h- und Hochmittelalters eine gewisse Sonderstellung einnimmt. Im 14. und 15. Jahrhundert erfahren zahlreiche Entwicklungen, die bereits im 13. Jahrhundert ihren Anfang nahmen, eine Perfektion, die zu gravierenden Umbr&uuml;chen in der Gesellschaft f&uuml;hren.<br />Le Goff geht dabei vor allem auf die St&auml;dte ein, welche sowohl als politisches als auch als Handelszentrum von immer gr&ouml;&szlig;erer Bedeutung sind. Die zunehmende Verschuldung der noch im Hochmittelalter f&uuml;hrenden Schichten der Gesellschaft wird ebenso behandelt, wie die Entstehung des B&uuml;rgertums als erste Gesellschaftsschicht, deren Lebensgrundlage als H&auml;ndler oder Handwerker &uuml;berwiegend oder fast ausschlie&szlig;lich monet&auml;r erwirtschaftet wird. Damit einhergehend k&ouml;nnen somit zahlreiche, auf dieser breiten monet&auml;ren Grundlage basierende Sparten Fu&szlig; fassen, darunter die Entwicklung der Wucherer des Hochmittelalters zu Wechslern, Bankiers etc des Sp&auml;tmittelalters.<br />Anhand verschiedener Nebenthemen, wie der Entstehung der Bettelorden als Gegenbewegung zu einer mehr und mehr &ouml;konomisch orientierten Gesellschaft oder auch eher theoretischen Betrachtungen zum sich &auml;ndernden Geldverst&auml;ndnis der Bev&ouml;lkerung umschreibt der Autor die immer komplexere Entwicklung der Gesellschaft.<br />Dabei wird hervorgehoben, dassdas Geldwesen zwar &uuml;ber das gesamte Mittelalter hindurch eine stetige Entwicklung durchl&auml;uft, allerdings selbst im ausgehenden Mittelalter weit von einem modernen Verst&auml;ndnis der &Ouml;konomie und der Wirtschaft entfernt bleibt. Deutlich wird dieser Unterschied vor allem dann, wenn Le Goff im religi&ouml;sen Gesichtspunkt auf das sich&nbsp; im Laufe des Mittelalters &auml;ndernde Verh&auml;ltnis der Menschen zum Geld bzw. das Ansehen der direkt mit Geld arbeitenden Menschen eingeht. So erf&auml;hrt der Umgang mit Geld zwar zum Sp&auml;tmittelalter hin eine Art Rehabilitierung bez&uuml;glich der S&uuml;ndhaftigkeit &ouml;konomischer Aspekte ( v.a. Habgier ), bleibt jedoch weit von einem modernen Selbstbewusstein des Finanzwesens entfernt.<br /><br /><strong>&bdquo;Triviale Fachliteratur&ldquo;</strong><br />Jacques Le Goff versucht in seinem Buch, einen &Uuml;berblick &uuml;ber ein sehr weit gefasstes und sehr komplexes Thema &uuml;ber einen gro&szlig;en Zeitraum zu schaffen. Er erschwert das Verst&auml;ndnis der Materie nicht zus&auml;tzlich durch eine wissenschaftliche, vor Fachtermini strotzende Sprache, sondern findet eine verst&auml;ndliche, klare Schreibart, die zwar zu Beginn f&uuml;r ein Fachbuch gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig erscheint, letztendlich aber mit einem angenehmen, beinahe an Trivialliteratur erinnernden Lesefluss animiert, sich dieses doch eher umst&auml;ndliche Thema zu erarbeiten.<br />Die Sichtweise wechselt h&auml;ufig zwischen einer eher theoretischen Betrachtung des gesamteurop&auml;ischen Zusammenhangs und einzelnen konkreten Beispielen. Diese Fallbeispiele sind zwar f&uuml;r die lebhaftere Darstellung der Vorg&auml;nge notwendig und wichtig, jedoch erfolgt der Wechsel h&auml;ufig sehr abrupt, so dass die Unterscheidung zwischen gro&szlig;em Zusammenhang und einzelnem Beispiel oder auch &ndash; was weitaus verwirrender&nbsp; ist &ndash; Sonderfall bedeutend schwerer f&auml;llt.<br /><br />Dar&uuml;ber hinaus f&uuml;hrt Le Goff im Text selbst beinahe keine Quellenzitate auf, was die Abgrenzung seiner eigenen Meinung gegen&uuml;ber belegten Tatsachen oder auch Sekund&auml;rliteratur schwierig gestaltet.<br />Besonders auff&auml;llig wird dies zum Beispiel bei der anf&auml;nglich genannten These, M&uuml;nzgeld habe im gesamten Verlauf des Mittelalters eher untergeordnete Bedeutung und sei vor allem zu Beginn und bis Mitte des Hochmittelalters beinahe verschwunden. Im krassen Gegensatz dazu werden sp&auml;ter die Bedeutung der gro&szlig;en M&uuml;nzpr&auml;gest&auml;tten dieser Zeit und&nbsp; die Verkn&uuml;pfungen von M&uuml;nzrecht, Silberbergbau und &ndash;handel herausgearbeitet, ohne damit explizit die vorgenannte These zu widerlegen. Es entsteht ein Widerspruch, der auch im weiteren Verlauf der Ausf&uuml;hrungen nicht aufgel&ouml;st wird.<br /><br /><strong>Details und &Uuml;berblick</strong><br />Logischerweise k&ouml;nnen in einem &uuml;berblickhaften Text keine Details und Feinheiten aufgef&uuml;hrt werden, da sonst das Verst&auml;ndnis der allgemeinen Zusammenh&auml;nge deutlich erschwert werden w&uuml;rde. So beschr&auml;nkt sich Le Goff auf grunds&auml;tzliche Entwicklungen und Abl&auml;ufe und bezieht lediglich Nebenaspekte mit ein, die bedeutenden Einfluss auf die Entwicklungen hatten. So behandelt er z.B. die Bettelorden generell als Gegenbewegung zum emporstrebenden &ouml;konomisch orientierten B&uuml;rgertum, ohne sich in Einzelheiten &uuml;ber die Unterschiede der verschiedenen Orden zu verlieren.<br />An anderen Punkten wiederum, wie etwa der Entwicklung der nicht an blanke W&auml;hrung gebundenen Finanzgesch&auml;fte, f&uuml;hrt er Details, hier die Unterschiede zwischen Wechseln, Beleihungen, Schuldscheinen etc., so ausf&uuml;hrlich aus, dass die Einbindung in den Gesamtzusammenhang der internationalen Wirtschaftsbeziehungen etwas verloren geht.<br />Neben der Reduzierung der weit gef&auml;cherten Finanzwelt des Mittelalters auf wesentliche Aspekte neigt Jaques Le Goff in vielen Bereichen dazu, die beschriebenen Gegebenheiten recht plakativ in einer Art schwarz-wei&szlig; Betrachtung deutlich zu machen. Dabei baut er jedoch verschiedentlich Bilder auf, die einem Leser mit einer gewissen Vorbildung &uuml;ber mittelalterliche Zusammenh&auml;nge zweifelhaft erscheinen m&uuml;ssen. Eines der krassesten Beispiele d&uuml;rfte dabei die These sein, wesentlicher Fernhandel und damit Geldtransfer beschr&auml;nke sich ausschlie&szlig;lich auf den Nord-/Ostsee- sowie den Mittelmeerraum, was zahlreiche bedeutende Fernhandelsstra&szlig;en der Alpen, sowie entlang der Binnenfl&uuml;sse v&ouml;llig negiert.<br /><br />Geschichte mit aktuellem Zeitbezug<br />Gro&szlig;en Bezug zum aktuellen Geschehen der Finanzm&auml;rkte erlangt das Buch unbeabsichtigt im letzten Teil. Zwar wird mehrfach betont, dass die damalige Situation weit von einem modernen Wirtschafts- und Finanzbegriff entfernt war, jedoch lassen die Beschreibungen der komplexen Abl&auml;ufe und vor allem derer Probleme unweigerlich gedankliche Parallelen zum aktuellen Geschehen entstehen. Wertverfall, &Uuml;berschuldung, Abh&auml;ngigkeit, all das sind Begriffe, die Le Goff im Mittelalterlichen Kontext verwendet, die aber ebenso einer modernen Schlagzeile entstammen k&ouml;nnten.<br />Somit wird deutlich, dass die Gesellschaft sich zwar seit dem Mittelalter ver&auml;ndert hat, sich aber hinsichtlich zahlreicher Aspekte weit weniger vorw&auml;rts entwickelt hat, als der Autor insistiert.<br /><br />Florian Fischer / Dezember 2012</p>]]></description>
      <pubDate>Fri, 30 Dec 2011 14:53:52 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Frauen in der Mittelalterlichen Gesellschaft]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/frauen/</link>
      <description><![CDATA[<p>Nonne, Burgfr&auml;ulein, Amazone &ndash; Das sind nur einige der Rollen, die in Trivialliteratur und Film der Frau im Mittelalter zugeschrieben werden.<br />Doch wie sah die weibliche Lebenswelt von Frauen in der mittelalterlichen Gesellschaft wirklich aus? Mit den folgenden &Uuml;berlegungen werde ich versuchen, einige Denkanst&ouml;&szlig;e zu geben, wie Frauen im Mittelalter gesehen wurden und mit welchen Problemen sie konfrontiert waren.<br />Zun&auml;chst einmal stellt sich die Frage, von welchen Voraussetzungen wir dabei ausgeben &ndash; das hei&szlig;t, wie der Stand der Frau in der Gesellschaft in den Jahrhunderten war, die dem Mittelalter vorangingen.<br /><br /><strong>Frauen in der Antike</strong><br />Der r&ouml;mische Historiker und Senator Tacitus (58 n.Chr. - ?) umschreibt in seinem Werk &bdquo;Germania&ldquo; ein &ndash; zweifelsohne idealisiertes - Bild der germanischen Gesellschaft, das auch die Stellung der Frau beschreibt: Den Frauen oblag in der &uuml;beraus patriarchalischen Familienstruktur die F&uuml;hrung des Haushalts. Dazu geh&ouml;rte neben der Organisation der Abl&auml;ufe auf dem Hof auch die Anleitung der Sklaven und gemeinsam mit diesen die Bestellung der Felder.<br />Dar&uuml;ber hinaus formulierte Tacitus in seinen &bdquo;Historien&ldquo; die These, dass die Germanen ihre Frauen verehrten, da ihnen etwas Heiliges und Seherisches inne sei, so dass zumindest einige wenige von ihnen zumindest in religi&ouml;ser Sicht eine gewisse F&uuml;hrungsrolle einnahmen.<br /><br />Im r&ouml;mischen Kaiserreich dagegen war die Stellung der Frau auch abseits der Rolle als Priesterin deutlich g&uuml;nstiger. War die Frau in der sp&auml;tr&ouml;mischen Gesellschaft durch die r&ouml;mische &bdquo;mater familias&ldquo; deutlich besser gestellt als in der Germanischen Gesellschaft, so machte sie sp&auml;testens Kaiser Augustus durch die Abschaffung des so genannten &bdquo;Geschlechtervormundes&ldquo;, nach dem beim Tod des Vaters dessen Rechte im Bezug auf die Tochter auf einen m&auml;nnlichen Verwandten &uuml;bergingen, zu einem selbstst&auml;ndigen Rechtsperson. Dar&uuml;ber hinaus konnte die Frau im r&ouml;mischen Recht dem Mann den Zugriff auf ihre Mitgift verweigern, was ihr letztendlich eine gewisse Sicherheit im Bezug auf ihre Versorgung verschaffte. Jedoch herrschte trotz all dieser &bdquo;Beg&uuml;nstigungen&ldquo; f&uuml;r die Frauen auch im antiken Rom eine patriarchale Grundordnung vor, die die Frau deutlich dem Mann unterordnete.<br />[Edith Ennen: Frauen im Mittelalter, C.H.Beck, 1985]<br /><br /><strong>Frau im Christentum</strong><br />Davon ausgehend ver&auml;nderte sich Rolle und Stand der Frau in der Gesellschaft im Verlaufe des Mittelalters deutlich. Wichtigster Einflussfaktor daf&uuml;r war dabei schon in der ausgehenden Antike und dann vor allem im fr&uuml;hen Mittelalter die fl&auml;chendeckende Verbreitung des christlichen Glaubens.<br />Eine gro&szlig;e Neuerung war zum Beispiel das Eherecht, welches die Ehe erstmals als von beiden Seiten freiwillige Verbindung sah, die Pers&ouml;nlichkeitsrechte der Ehefrau wurden somit zumindest in der Theorie gewahrt. Praktisch finden sich jedoch deutlich unterschiedliche Auslegungen der christlichen Eheauffassung, deren Grunds&auml;tze sich in erster Linie aus der biblischen Offenbarung herleiten: Einehe, Unaufl&ouml;slichkeit der Ehe, Verbot von Verwandtenehen bzw. Inzest.<br />Vor allem das auf den Apostel Paulus zur&uuml;ckgef&uuml;hrte Verbot von Scheidungen steht im krassen Gegensatz zu den sowohl im r&ouml;mischen als auch im J&uuml;dischen Recht &uuml;blichen Ehetrennungen durch einen Scheidungsbrief, mit dem der Mann seine Ehefrau aus der Ehe entlie&szlig;. Paulus setzt die Verbindung von Mann und Frau dem Verh&auml;ltnis von Christus zu seiner Kirche gleich, woraus sich die Dauerhaftigkeit von Christlichen Verbindungen ergibt [Die Bibel, Brief an die Epheser]<br />Dem gegen&uuml;ber nennt Paulus die Aufl&ouml;sung einer Verbindung einer christlichen mit einem nichtchristlichen Partner durchaus f&uuml;r statthaft.<br />[Die Bibel, 1 Kor. 7, 8-21].<br /><br />Selbstverst&auml;ndlich kann in der mittelalterlichen st&auml;ndischen Gesellschaftsordnung die Stellung der Frau&nbsp; nicht pauschal definiert werden.<br />Je nach Gesellschaftsschicht und famili&auml;rer Herkunft unterschieden sich sowohl die gesellschaftlichen Zw&auml;nge, der die Frau unterlag, als auch die Rechte und M&ouml;glichkeiten, die ihr offen standen. An Hand der nachfolgenden Beispiele wird deutlich, in wo Unterschiede auftreten konnten, und welche Aspekte unabh&auml;ngig von gesellschaftlicher Stellung mehr oder weniger einheitlich durch die Gesellschaft galten.<br /><br /><strong>M&auml;gde und Bauersfrauen</strong><br />Der weitaus gr&ouml;&szlig;te Teil der Bev&ouml;lkerung war &ndash; vor allem im fr&uuml;hen Mittelalter &ndash; entweder als freie B&auml;uerinnen und Bauern, als M&auml;gde und Knechten oder als Leibeigene in der Landwirtschaft besch&auml;ftigt. Im Verlauf des hohen und vor allem des sp&auml;ten Mittelalters bildete sich zwar zunehmend ein (Stadt-)B&uuml;rgertum heraus, jedoch blieb die Gesellschaft weiterhin deutlich agrarisch gepr&auml;gt. Somit war nat&uuml;rlich auch weit mehr als die absolute Mehrheit der Frauen B&auml;uerinnen, M&auml;gde oder Leibeigene.<br />Im Gro&szlig;en und Ganzen war der b&auml;uerliche Haushalt auf Selbstversorgung (Subsistenzwirtschaft) ausgelegt, dazu geh&ouml;rte neben der Landwirtschaft und dem Haushalt auch die Herstellung von Alltagsgegenst&auml;nden und Kleidung f&uuml;r den Eigenbedarf. Hinzu kam allerdings - vor allem im Fr&uuml;h- und Hochmittelalter - als &uuml;bliche Aufgabe der Leibeigenen zus&auml;tzlich zur Erwirtschaftung von Ernteertr&auml;gen auch die Herstellung von Stoffen und die Weiterverarbeitung zu Kleidung f&uuml;r den Grundbesitzer. Normalerweise gab es dabei in den Haushalten eine recht strikte Teilung der Arbeiten zwischen Mann und Frau, die teilweise sogar in Gesetzen festgelegt wurde. Die &bdquo;Admonitio Generalis&ldquo; ( im Jahr 789 von Karl dem Gro&szlig;en erlassen ) macht an Hand der am Sonntag f&uuml;r Mann und Frau verbotenen Arbeiten die Aufteilung deutlich: Den Frauen oblag danach in erster Linie die so genannte Binnenwirtschaft, d.h. die Haushaltsf&uuml;hrung, die Versorgung der Familie, aber auch die Herstellung von Stoffen aus Wolle oder Flachs, sowie die Verarbeitung zu Bekleidung, und au&szlig;erdem das Herrichten des Bades f&uuml;r die Familie.<br /><br />Obwohl die christlichen Eheregeln theoretisch galten, allen voran die Freiwilligkeit und somit die Gleichstellung der Ehepartner ( vor Gott ) [ Die Bibel, Eph. 5, 22-33 / Paul Mikat: Dotierte Ehe - rechte Ehe (1978) ISBN 3-531-07227-7 ], ist anzunehmen, dass auch in den unteren Gesellschaftsschichten eher praktische Erw&auml;gungen als pers&ouml;nliche Vorlieben den Eheschlie&szlig;ungen zu Grunde lagen. In der Familie war die Frau dem Hausherrn klar untergeordnet , was sich vor allem in der rechtlichen Stellung manifestierte. Erst nach dem Tod des Ehemannes trat die Ehefrau als Rechtsk&ouml;rper an seiner statt &uuml;berhahupt in Erscheinung und durfte somit den Hof entweder als Witwe weiterf&uuml;hren, oder &uuml;bergab den Familienvorstand an den erbberechtigten Sohn [ F.Schwind: Beobachtungen zur inneren Struktur des Dorfes in Karolingischer Zeit (1977 ) ISBN ? ] . Dennoch zeigt sich aus den oben genannten Aufgaben, dass sie f&uuml;r die Familie eine wichtige, wenn nicht die zentrale Funktion einnimmt &ndash; jedenfalls l&auml;sst sich eine deutliche Diskrepanz zwischen Verantwortungsbereich und rechtlicher Stellung im Familienverband erkennen.<br />[Werner R&ouml;sener: Bauern im Mittelalter, C.H.Beck, 1993]<br /><br /><strong>Adelige als Verwalterinnen und Politikerinnen</strong><br />Im gro&szlig;en und ganzen hatten die adeligen Frauen denselben Aufgabenbereich wie eine Bauersfrau. Der soziale Status bestimmte den Anteil der direkten Arbeiten, die mit steigendem sozialen Rang gegen&uuml;ber &Uuml;berwachung und Organisation der Untergebenen abnahmen. In einem adeligen Haushalt oblag der Frau somit in erster Linie die F&uuml;hrung des Haushalts mit Beaufsichtigung der Knechte und M&auml;gde, F&uuml;hrung der K&uuml;che, Organisation der t&auml;glichen Arbeiten etc. In den riesigen Haushalten des Hochadels wurde ihr dies unter Umst&auml;nden soweit aus der Hand genommen, dass diese organisatorischen und &uuml;berwachenden T&auml;tigkeiten einer oder mehreren untergebenen Personen &uuml;bertragen wurden.<br />Trotz des grunds&auml;tzlich &auml;hnlichen Aufgabengebiets im Haushalt unterschied sich das Leben der adligen Frauen von dem ihrer Geschlechtsgenossinnen durch einen h&ouml;heren Lebensstandard und - ganz wichtig - im Zugang zu Bildung. Einerseits war ein Mindestma&szlig; an Bildung im Sinne von Schreib- und Rechenf&auml;higkeiten zur F&uuml;hrung eines gr&ouml;&szlig;eren Haushalts unerl&auml;sslich, jedoch kann vermutet werden, dass gro&szlig;e Teile der Bildung, die einer Frau zuteil wurde, dazu diente, sie im Sinne der Notwendigkeiten einer m&auml;nnerzentristischen Gesellschaft einsetzbar zu machen.<br />Der eigentliche &bdquo;Wert&ldquo; einer Frau von adeliger Abstammung ergab sich letztendlich nicht aus ihren haushalterischen&nbsp; oder handwerklichen oder gar individuellen F&auml;higkeiten, sondern viel mehr aus ihrer Abstammung und dem Besitzstand ihrer Familie. Da im Mittelalter in der Regel der Besitz auf den Sohn &uuml;berging, und T&ouml;chter somit neben der Aussteuer wenig Materielles mit in die Ehe brachten, bestand ihre gr&ouml;&szlig;te Bedeutung darin, durch ihre Verheiratung Verbindungen von Adelsgeschlechtern herzustellen oder zu festigen. Somit wurden sie vor allem als politisches Faustpfand wahrgenommen. Waren jedoch keine m&auml;nnlichen Erben vorhanden, konnten die T&ouml;chter &uuml;ber das Erbe verf&uuml;gen und damit ihre Postion st&auml;rken.<br />Die genaue Bedeutung, die die Frau dann auf Grund ihres politischen Gewichts in der Familie bzw. in der ehelichen Verbindung hatte, l&auml;sst sich jedoch nur schwer ermessen.<br />Wobei die Quellenlage diesbez&uuml;glich d&uuml;rftig oder nur wenig erschlossen ist. Da wir anhand der uns zu Verf&uuml;gung stehenden Quellen vor allem den &ouml;ffentlichen Raum und damit auch nur die &ouml;ffentlich sichtbare Hierarchie zwischen Mann und Frau rekonstruieren k&ouml;nnen, ist das tats&auml;chliche Machtgef&uuml;ge in der Familie aber nur schwer erkennbar.<br />Es kann vermutet werden, dass eine Frau mit steigendem politischem Gewicht auch in begrenztem Ma&szlig;e an Einfluss in der Familie gewann, jedoch beschr&auml;nken sich die F&auml;llte, in denen Frauen tats&auml;chlich als politische Akteure auf der europ&auml;ischen B&uuml;hne in Erscheinung traten, auf einige wenige Ausnahmen.<br />Nach der Heirat bestand die gesellschaftliche Funktion von Frauen - neben der als selbstverst&auml;ndlich angesehenen Aufgabe der Haushaltsf&uuml;hrung etc - in der Produktion, vor allem m&auml;nnlicher, Nachkommen und der Erhaltung der Familiendynastie.<br />Ein interessanter Aspekt ist auch die Umsetzung des katholischen Eherechts in einer adeligen Verbindung. Da die Frau in erster Linie aus politischen Gr&uuml;nden heiratete bzw. verheiratet wurde, muss die Freiwilligkeit der Ehe doch stark angezweifelt werden.<br />Das Prinzip der Heirat aus dynastischen bzw. &ouml;konomischen Gr&uuml;nden zieht sich durch alle geschellschaftliche Schichten, gro&szlig;e Unterschiede zeigen sich jedoch in der Dauerhaftigkeit der Ehe. Wo Ehen der gemeinen Bev&ouml;lkerung in der Regel starr und unaufl&ouml;slich waren, war es durchaus an der Tageordnung, Verbindungen im Adel wieder aufzul&ouml;sen und Frauen erneut zu verheiraten. Zeitgen&ouml;ssische Quellen nennen hier zwar regelm&auml;&szlig;ig die Kinderlosigkeit einer Verbindung als Grund f&uuml;r deren Aufl&ouml;sung, allerdings liegt die Vermutung nahe, dass auch hier politische Motive der reale Grund waren.<br />[Julia H&ouml;rmann-Thurn und Taxis: Margarete &bdquo;Maultasch&ldquo; &ndash; Zur Lebenswelt einer Landesf&uuml;rstin und anderer Tiroler Frauen des Mittelalters, Wagner Innsbruck, 2006]<br /><br /><strong>Frauen in der Welt der Kl&ouml;ster und Stifte</strong><br />Schon relativ bald nach der fl&auml;chendeckenden Ausbreitung des Christentums wurden neben den M&auml;nnern vorbehaltenen Kl&ouml;stern vor allem im Hochmittelalter zahlreiche Stifte und sp&auml;ter auch Kl&ouml;ster f&uuml;r Frauen gegr&uuml;ndet.<br />Da Frauen nicht als selbststst&auml;ndig handelnde Subjekte in der &Ouml;ffentlichkeit auftreten konnten, war ihnen auch der Zugang zu den wenigen Schulen und den weitverstreuten Universit&auml;ten verwehrt. Daher waren Stifte und Kl&ouml;ster die einzigen Bildungseinrichtungen, die sie besuchen konnten. W&auml;hrend die Kl&ouml;ster f&uuml;r einen dauerhaften Verbleib in der Regel das Nonnengel&uuml;be forderten, erm&ouml;glichten viele Stifte eine Ausbildung der M&auml;dchen ohne eine dauerhafte Zukehr zu Armut und Ehelosigkeit. Der Eintritt in ein Stift oder ein Kloster war mit gro&szlig;z&uuml;gigen Schenkungen oder Spenden von den Familien der M&auml;dchen und Frauen verbunden, daher blieb dieser Bildungsweg auf wohlhabende, bis zur Herausbildung des B&uuml;rgertums im Sp&auml;tmittelalter normalerweise adelige Frauen beschr&auml;nkt. Kl&ouml;ster oder Stifte stellten zudem f&uuml;r adelige Familien eine M&ouml;glichkeit dar, nicht erbberechtigte T&ouml;chter langfristig unterzubringen.<br />Anders als in den weltlichen patriarchalischen Familienstrukturen konnten die adeligen Frauen dort auch in k&uuml;nstlerischen Bereichen (Musik, Literatur) oder in der F&uuml;rsorge f&uuml;r Arme und Kranke t&auml;tig werden. Mit dem im Laufe des Mittelalters h&auml;ufig stark anwachsenden Verm&ouml;gen der Kl&ouml;ster und Stifte nahm auch der weltliche, sprich politische, Einfluss vor allem ihrer F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten zu. Bekanntestes Beispiel f&uuml;r eine solche Adelige, die auf diesem Wege Ansehen und Einfluss erlangte, d&uuml;rfte wohl Hildegard von Bingen sein. Als zehntes Kind edelfreier Eltern wurde sie zun&auml;chst Nonne und gr&uuml;ndete sp&auml;ter das Kloster Rupertsberg, wo sie zahlreiche Werke zu Medizin, Biologie und Musik verfasste und gro&szlig;en Einfluss erlangte.<br />Die &uuml;berlieferten Schriftst&uuml;cke belegen eine umfangreiche Korrespondenz, sowohl mit bedeutenden kirchlichen als auch weltlichen Herrschern.<br />[Heinrich Schipperges: Hildegard von Bingen, C.H.Beck, 2001]<br /><br /><strong>Frauen als B&uuml;rgerinnen der sp&auml;tmittelalterlichen St&auml;dte</strong><br />Mit zunehmendem Wachstum der St&auml;dte vor allem im Sp&auml;tmittelalter &auml;nderte sich auch die Art und Weise, in der die Menschen in diesen St&auml;dten zusammenlebten.<br />Wo auf dem Land noch mehrere Generationen eine Gro&szlig;familie bildeten, die gemeinsam wohne, lebte und arbeitete, bildet die Kleinfamilie die &uuml;berwiegende Lebensform in den St&auml;dten. F&uuml;r die Frau, die normalerweise den Haushalt f&uuml;hrte, bedeutete dies vor allem, dass deutlich weniger Personen versorgt werden mussten, da neben den Kindern und eventuell noch den Gro&szlig;eltern in der Regel keine weiteren Familienteile im Haushalt lebten.<br />In den Handwerker- und H&auml;ndlerfamilien war es &uuml;blich, dass die Ehefrauen ebenfalls im Betrieb mitarbeiteten. Diese Abkehr von der Selbstversorgung der b&auml;uerlichen Lebenswelt hat vermutlich ihre Ursache in der steigenden Spezialisierung der Handwerker. In den gut versorgten St&auml;dten war es billiger, wenn die Frau im Betrieb mitarbeitete und man Alltagsgegenst&auml;nde zukaufte, die im l&auml;ndlichen Haushalt noch selbst hergestellt wurden.<br />Zwar war die M&uuml;ndigkeit der Ehefrau begrenzt. So durfte zum Beispiel nach dem Augsburger Stadtrecht aus der Mitte des 14. Jahrhunderts eine Ehefrau nur einen festgelegten Geldbetrag selbstst&auml;ndig, also ohne Einverst&auml;ndnis des Mannes, ausgeben. Jedoch war es den Frauen erlaubt, auf dem Markt in Abwesenheit des Mannes Handel zu treiben, produzierte G&uuml;ter zu verkaufen etc. Au&szlig;erdem ging mit diesem &ndash; eingeschr&auml;nkten &ndash; Handelsrecht auch das Recht einher, vor Gericht als selbstst&auml;ndige Person aufzutreten und Zeugnis abzulegen. Beides waren bez&uuml;glich der Selbstst&auml;ndigkeit der Frau enorme Fortschritte, die es im Mittelalter so vorher nicht gegeben hatte. Die Stadt Memmingen legte sogar in ihrem Marktrecht fest, dass die Frau auf dem Markt dem Manne gleichzustellen sei. Ebenso legte das bayrische Stadtrechtsbuch von 1347 fest, dass die Frau vor Gericht dem Manne ebenb&uuml;rtig sei, jedoch mit der Einschr&auml;nkung, dass sie ihren Besitz und ihr Erbe nicht ohne seine Zustimmung ver&auml;u&szlig;ern d&uuml;rfe.<br />Mit der Zeit wurden sogar Handwerksz&uuml;nfte f&uuml;r Frauen ge&ouml;ffnet, so dass diese selbst ein Handwerk erlernen konnten.<br />Je nach Stadt unterschieden sich die den Frauen zugestandenen Rechte deutlich, so wie es generell gro&szlig;e Abweichungen der einzelnen Stadtrechte gab. Allen gemein ist aber, dass die Frauen als B&uuml;rgerinnen der Stadt zumindest in gewissem Ma&szlig;e als Rechtspersonen anerkannt wurden und sich im Falle des Todes oder der Schuldnerflucht des Mannes (was laut Urteilskatalogen der St&auml;dte durchaus h&auml;ufiger vorkam) selbst weiter versorgen konnten. Von der Hansestadt L&uuml;beck ist zum Beispiel eine recht hohen Zahl von H&auml;ndlerinnen belegt, meist Witwen, die nach dem Tod des Mannes das Handelsgewerbe dauerhaft weiterf&uuml;hrten.<br /><br /><br /><strong>Fazit</strong><br />Die aufgef&uuml;hrten &bdquo;Kategorien&ldquo; erheben keinen Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit, ebenso finden sich in der zeitlichen und r&auml;umlichen Breite des Mittelalters zahlreiche tempor&auml;re oder lokale Sonderf&auml;lle, die im Einzelnen stark von den hier genannten Gegebenheiten abweichen k&ouml;nnen.<br />Exemplarisch ergibt sich jedoch ein &Uuml;berblick &uuml;ber die verschiedenen Rollen, die Frauen in der mittelalterlichen Gesellschaft einzunehmen m&ouml;glich war.<br />Zusammenfassend zeigt sich durch alle Schichten hindurch eine gro&szlig;e Diskrepanz zwischen dem gro&szlig;en Aufgabenbereich, den Frauen in der Familie auszuf&uuml;llen hatten und den Freiheiten oder M&ouml;glichkeiten der Lebensgestaltung, die ihnen zugestanden wurden.<br />Frauen waren in erheblichem Ma&szlig; durch die Dominanz der M&auml;nner, sowohl in der Familie als auch in der Gesellschaft, die ihnen ihre Rolle vorschrieb, in der Entwicklung autochtoner Lebensentw&uuml;rfe behindert.<br />Im Rahmen der Welt der Stifte und Kl&ouml;ster als mehr oder minder m&auml;nnerfreier Nische oder auch in den zum Ende des Mittelalters wachsenden Stadtstrukturen zeigt sich aber, dass Frauen es wohl verstanden, die kleinen Freir&auml;ume nutzen und sich ihren Platz in der sie umgebenden Gesellschaft eroberten.&nbsp;&nbsp; <br />Florian Fischer / November 2011</p>]]></description>
      <pubDate>Wed, 30 Nov 2011 15:53:32 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Newsletter vom 22.11.2011]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/newsletter7/</link>
      <description><![CDATA[<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="450">
<tbody>
<tr>
<td valign="top"><a href="http://www.rota-temporis.de/"><img src="http://www.rota-temporis.de/skin/frontend/default/default/images/logo_email.gif" border="0" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="450">
<tbody>
<tr>
<td>
<p><strong>Hallo</strong>,</p>
<p>schon gemerkt? Ja, es ist wieder so weit, die     Jahresendzeitfeierlichkeiten n&auml;hern sich schon wieder in gro&szlig;en     Schritten. Damit steht auch die Sammlung der entsprechenden Gaben     wieder auf der Tagesordnung. Und damit das ein wenig leichter f&auml;llt     haben wir mal wieder ein paar nette Neuigkeiten zusammengetragen,     dieser Newsletter steht diesmal ganz unter dem Motto "historisch     korrekt".</p>
<table border="0" cellspacing="2" cellpadding="0" width="450">
<tbody>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">F&uuml;r uns heute sehr fremd - aber der     wohl gekleidete Herr des 12./13. Jahrhunderts trug sie mit     Freude: Die <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/mittelalterliche-kotte-fur-den-herren.html" title="Kotte">Kotte</a>.      Und auch heute sind sie ein &auml;u&szlig;erst bequemes Kleidungsst&uuml;ck.      Sie wurde mit oder ohne Schlitz getragen, f&uuml;r die Weite sorgen      breite Geren. Wir finden Kotten oder auch Cotten auf vielen     Quellen  aus dieser Zeit.</td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/mittelalterliche-kotte-fur-den-herren.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/m/a/man005t.jpg" border="0" hspace="0" style="border: 0; margin-left: 0px; margin-right: 0px;" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/beinlinge.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/h/o/hos020t.jpg" border="0" style="border: 0;" /></a></td>
<td colspan="4" width="80%">Dazu passen diese <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/beinlinge.html" title="Beinlinge">Beinlinge </a>und  nat&uuml;rlich auch die Bruche, denn man muss ja     schlie&szlig;lich auch was  f&uuml;r darunter haben. Beinlinge waren der     Vorl&auml;ufer unserer heutigen  Hosen, sie wurden an der Bruche     angebunden bzw. angenestelt. Erst im  ausgehenden 14.     Jahrhundert schlie&szlig;t sich die Hose und nimmt im  weiteren     Verlauf der Modegeschichte ihre heutige Form an.</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">Um die Gewandung perfekt zu machen,     braucht es die richtigen  Accessoires. Diese leicht spiralig     gedrehten, ein wenig an Knospen  erinnernden <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/spatmittelalter-knopf.html" title="Mittelalter Knopf">Kn&ouml;pfe </a>bringen  jede Gewandung, sei sie historisch korrekt oder     auch phantastisch  entweder mit&nbsp;Silber- oder Messingglanz     zum Strahlen.</td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/spatmittelalter-knopf.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/k/n/kno004met.jpg" border="0" style="border: 0;" /></a> <br /></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%" height="69"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/votivanhanger-aus-bronze.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/a/k/ake039t.jpg" border="0" hspace="0" style="border: 0; margin-left: 0px; margin-right: 0px;" /></a></td>
<td colspan="4" width="80%" height="69">
<p>Genug  der Kleidung, wenden wir uns dem Schmuck zu: Auch da     haben wir  einige Neuigkeiten, vor allem keltische Anh&auml;nger.     Ganz besonders hat  es uns dieser <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/votivanhanger-aus-bronze.html" title="Votivanh&auml;nger">kleine     Anh&auml;nger </a>angetan,  der wohl urspr&uuml;nglich eine Votivgabe     war. Jetzt sagt selbst, ist  der nicht niedlich?! Dass er     dar&uuml;ber hinaus auch f&uuml;r die Kelten  aufgrund der Klappern als     unheilabwehrend galt, macht den Anh&auml;nger  nur umso     sch&ouml;ner.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">B&auml;ume sind erstaunlich starke     Symbole, nicht nur bei den Kelten,  auch in vielen anderen     Kulturen spielen B&auml;ume als Zeichen der  Verbindung zwischen     menschlicher und g&ouml;ttlicher Welt eine gro&szlig;e  Rolle. Aber dieser     <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/lebensbaum-aus-bronze.html" title="Lebensbaum">Bronzeanh&auml;nger</a> hier ist eindeutig&nbsp;keltischer Herkunft, wie die Triskelen     und die gepr&auml;gten Mondaugen beweisen.</td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/hochmittelalter-gurtel-3.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/a/k/ake037t.jpg" border="0" width="100" height="100" style="border: 0;" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/lange-miederweste.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/m/i/miw005t_1.jpg" border="0" style="border: 0;" /></a></td>
<td colspan="4" width="80%">Nun, ganz zum Schluss sei doch noch     ein neues Kleidungsst&uuml;ck erw&auml;hnt. Es gibt auch noch eine neue     <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/lange-miederweste.html" title="Miederweste">Miederweste</a>.      Sie f&auml;llt etwas l&auml;nger aus als die anderen Modelle, der Stoff      hat eine sch&ouml;ne Struktur und &uuml;berdies kann man die Weste vorne     auch  schn&uuml;ren.</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="5">
<p>&Uuml;brigens gibt es seit neuestem ein neues Feature auf der     Website: ungef&auml;hr zwei Mal im Monat ver&ouml;ffentlichen wir <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/blog/?___store=german" title="Blog">Artikel,     die sich mit bestimmten historischen Themen befassen</a>.  Drei     Artikel sind bereits erschienen. Der erste befasste sich ein      wenig mit dem relativ trockenen Thema      Begriffsdefinition,"Mittelalter" sagt sich n&auml;mlich leicht, ist     dann  aber doch ein wenig schwieriger mit Inhalt zu f&uuml;llen.     Etwas  "f&uuml;llender" sind zwei weitere Artikel: Sie haben die      Ern&auml;hrungssituation im Mittelalter zum Inhalt. Demn&auml;chst     erscheinen  zwei weitere Artikel, einer befasst sich mit der     Situation von  Frauen im Mittelalter, au&szlig;erdem erscheint eine     Rezension von dem  neuen Buch von Ferdinand Braudel &uuml;ber die     Geschichte des Geldes im  Mittelalter - ist das nicht passend     zu dieser so turbulenten Zeit.</p>
<p>Dies ist nur&nbsp;eine Auswahl der aktuellen Neuheiten, es                    gab&nbsp;noch mehr Kleider und noch mehr Schmuck.&nbsp;Ich                    hoffe sehr, dass&nbsp;sie Euch gefallen.&nbsp;F&uuml;r einen                    vollst&auml;ndigen &Uuml;berblick&nbsp;findet Ihr wie immer alle <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/catalognew/?___store=german" target="_blank" title="Neue Produkte">neuen Produkte auf einer Seite versammelt</a>.</p>
<p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br />Henric          Meyer</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>]]></description>
      <pubDate>Tue, 22 Nov 2011 16:39:33 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Essen im Mittelalter Teil 2]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/essenimmittelalter2/</link>
      <description><![CDATA[<p><br />Im&nbsp; vorangegangenen Artikel wurde der Frage nachgegangen, &bdquo;wie&ldquo; sich der Mensch im Mittelalter ern&auml;hrt hat, also was er a&szlig; und wie er es zubereitet hat. Im Hinblick auf die damals deutlich von unseren heutigen Voraussetzungen abweichenden Lebensumst&auml;nde dr&auml;ngt sich beinahe zwangsl&auml;ufig die wesentlich grundlegendere Frage auf nach dem &bdquo;wie viel&ldquo;.<br />Wie viele Nahrungsmittel standen den Menschen im Mittelalter &uuml;berhaupt zur Verf&uuml;gung und welchen Einfl&uuml;ssen unterlag die den Menschen zur Verf&uuml;gung stehende Nahrungsmenge?<br />Als Ausgangspunkt f&uuml;r unsere &Uuml;berlegungen wollen wir uns zu Beginn einmal anschauen, wie &uuml;berhaupt Nahrungsmittel produziert wurden. F&uuml;r eine exemplarische Betrachtung bietet sich Getreide als das Grundnahrungsmittel der damaligen Zeit schlechthin hervorragend an, wobei sich die ausgef&uuml;hrten Aspekte problemlos auch auf andere Bereiche des Ackerbaus &uuml;bertragen lassen.<br /><br /><strong>Ackerbau im Wandel</strong><br />Die Landwirtschaft des Mittelalters unterschied sich deutlich von unserer heutigen Agrarindustrie. Offensichtlichster Unterschied d&uuml;rften die technischen Ger&auml;tschaften und Hilfsmittel sein, die den damaligen Bauern nicht oder nur in rudiment&auml;rerer Form zur Verf&uuml;gung standen.<br />Dar&uuml;ber hinaus unterschieden sich aber auch die verwendeten Getreidesorten, sowie die grunds&auml;tzliche Art und Weise, wie Ackerland genutzt wurde deutlich.<br /><br />Allem Voran steht nat&uuml;rlich die Frage, wie &uuml;berhaupt Ackerbau betrieben wurde.<br />Die im Fr&uuml;hmittelalter vorherrschende Form des Ackerbaus war die so genannte Urwechselwirtschaft. Einfach gesagt wurde ein bestimmtes Feld nach der Rodung so lange genutzt, bis die Ertr&auml;ge nach lie&szlig;en. Dann wurde das Feld aufgegeben, der Natur &uuml;berlassen und ein neues St&uuml;ck Ackerland erschlossen. Daraus entwickelte sich bald die Feldgraswirtschaft, die vorsah, ein Feld nach einer Phase der intensiven Nutzung als Weideland zu verwenden. Besonders im s&uuml;ddeutschen und im Alpenraum kam mit der &bdquo;Egartwirtschaft&ldquo; eine leicht abgewandelte Form davon zur Anwendung, bei der die Fl&auml;chen nach ihrer Nutzung als Ackerland gezielt durch Raseneinsaat zur Weide umgeformt wurden. Eine andere h&auml;ufig anzutreffende Form der Feldbewirtschaftung war dar&uuml;ber hinaus die Brandwirtschaft. Ein Landst&uuml;ck wurde durch ein Feuer gerodet ( Brandrodung ) und die entstandene Asche anschlie&szlig;end als D&uuml;nger untergepfl&uuml;gt.<br />Aus diesen urspr&uuml;nglichsten Nutzungsformen entwickelte sich im Verlaufe des Fr&uuml;hmittelalters die Zweifelderwirtschaft. Dies bedeutete erstmals, dass Ackerfl&auml;chen nicht einer einmaligen Nutzung bzw einem einmaligen Nutzungszyklus bis zur Ersch&ouml;pfung des Bodens und anschlie&szlig;ender Aufgabe unterlag, sondern dass erschlossene Felder l&auml;ngerfristig den Ackerbau erhalten blieben. Das System basierte darauf, dass jeweils zwei Ackerfl&auml;chen abwechselnd genutzt wurden bzw. brach lagen. Somit wurde jedes Feld ein Jahr lang genutzt und hatte anschlie&szlig;end ein Jahr Zeit, sich zu erholen und zu regenerieren. Gegen&uuml;ber den urspr&uuml;nglichen Nutzungsformen des Fr&uuml;hmittelalters wurde durch die Zweifelderwirtschaft eine l&auml;ngerfristige Nutzung des Bodens m&ouml;glich, ohne st&auml;ndig neue Fl&auml;chen zu roden und urbar zu machen.<br />Im 12. und 13. Jahrhundert folgte dann mit der Dreifelderwirtschaft die bahnbrechendste &Auml;nderung in der Bodennutzung.<br />Dabei durchl&auml;uft jedes Feld einen dreij&auml;hrigen Zyklus, der sich wie folgt aufbaut: Im ersten Jahr wird im Herbst Wintergetreide ges&auml;t ( genau genommen im Herbst vor dem &bdquo;ersten&ldquo; Jahr ), im zweiten Jahr folgt im Fr&uuml;hjahr Hafer, Gerste oder H&uuml;lsenfr&uuml;chte und im dritten Jahr liegt das Feld brach. Dar&uuml;ber hinaus wurden die Felder nie zweimal hintereinander mit dem gleichen Getreide bebaut. Somit hatte der Boden gute Voraussetzungen, sich zu regenerieren, wurde aber durch die Folge von Winter- und Sommergetreide letztendlich in jedem 36-Monatszyklus nur 16 Monate genutzt und lag die restlichen 20 Monate brach. Im Gegensatz zur Zweifelderwirtschaft brachte der Boden wesentlich l&auml;nger gleich bleibenden Ertrag, lag aber nur ein Drittel der Jahre brach, gegen&uuml;ber der H&auml;lfte der Jahre bei der Zweifelderwirtschaft.<br />Neben der Vermeidung einer allzu gro&szlig;en Ersch&ouml;pfung des Bodens und des &uuml;ber die Jahre gesehen deutlich gesteigerten Ertrags, hatte die Dreifelderwirtschaft einen weiteren entscheidenden Vorteil: Durch die unterschiedlichen Nutzungen f&uuml;r Winter- und Sommergetreide verteilten sich die Arbeitszyklen ( Pfl&uuml;gen, S&auml;hen, Ernten ) wesentlich gleichm&auml;&szlig;iger &uuml;ber das Jahr, wodurch einerseits weniger Personen die gleichen Felder bewirtschaften konnten, da ja nicht alle Felder zur gleichen Zeit bestellt werden mussten. Zum anderen reduzierte sich durch die Verschiebung der Erntezeiten auf Grund unterschiedlicher Feldnutzungen die Gefahr, dass schlechte Witterung ganze Ernten vernichtete. Fiel die Ernte des Wintergetreides schlecht aus, oder wurde durch Unwetter zerst&ouml;rt, konnte dieser Verlust zumindest teilweise durch die Sommerernte aufgefangen werden.<br /><br />Gleichzeitig entwickelte sich neben den neuen Nutzungsmethoden der Felder ebenfalls die zur Verf&uuml;gung stehenden Werkzeuge weiter. Vor allem im Hochmittelalter nahm die Verwendung von Eisenteilen bei der Herstellung der Ger&auml;te zum Ackerbau deutlich zu, was zu l&auml;ngeren Lebenszeiten der Ger&auml;te und zur deutlichen Steigerung der Produktivit&auml;t f&uuml;hrte. Beispiele f&uuml;r diese verbesserten Ger&auml;tschaften sind zum Beispiel eisenbeschlagene R&auml;der der Wagen, oder auch weiter entwickelte Zuggeschirre f&uuml;r die Pferde oder Ochsen, nicht zuletzt aber auch das Hufeisen.<br />[ Stephanie Schr&ouml;n: Die b&auml;uerliche Arbeitswelt im Mittelalter &ndash; Ackerbau (2008) ISBN 978-3-640-65363-8 ]<br /><br />Zusammenfassend f&uuml;hrte die rasante Entwicklung des Ackerbaus, vor allem vom Fr&uuml;h- zum Hochmittelalter, durch die enorme Steigerung der zur Verf&uuml;gung stehenden Nahrungsmittel zu einer Ausgangslage, die die Entwicklung der St&auml;dte hin zu den Wirtschaftszentren des Sp&auml;tmittelalters&nbsp; erst m&ouml;glich machte.<br /><br /><strong>Ertr&auml;ge</strong><br />Zur Beantwortung der Frage, wie viele Lebensmittel denn jetzt tats&auml;chlich zur Verf&uuml;gung standen, lohnt einmal ein Blick auf die Ertragszahlen.<br />Als mittleres Verh&auml;ltnis von Saatgut zu Ertrag kann ein Wert von 1:3 bis 1:4 angenommen werden, wobei dieser Wert deutlich nach oben oder unten abweichen kann. So berichten zeitgen&ouml;ssische Niederschriften etwa von Ertr&auml;gen von nur 1:2 bis hin zu besonders guten Ernten bis 1:12.<br />[ Werner R&ouml;sener: Bauern im Mittelalter (1991) ISBN 3-406-30448-6 ]<br />Beeinflusst wird der Ertrag einerseits vom verwendeten Saatgut bzw. der verwendeten Getreidesorte, sowie von Standort bedingten Faktoren wie Bodenqualit&auml;t und Bew&auml;sserungssituation ( Niederschl&auml;ge, Grundwasser ).<br />Dar&uuml;ber hinaus hat aber auch der Mensch entscheidenden Einfluss auf den zu erwartenden Ertrag. Zum einen kann er die oben genannten &bdquo;nat&uuml;rlichen&ldquo; Faktoren beeinflussen, zum anderen f&uuml;hren die eingangs beschriebenen Arbeitsmethoden im Laufe ihrer Entwicklung zu stetig steigenden Ertr&auml;gen.<br /><br />Neben diesen &bdquo;normalen&ldquo;, h&auml;ufig konstanten oder sich nur allm&auml;hlich &auml;ndernden Einfl&uuml;ssen auf die Ertragslage der Landwirte, berichten verschiedene Quellen von zahlreichen Ereignissen im Verlaufe des Mittelalters, die in aller Regel negativen und dann zumeist auch verheerenden Einfluss auf die Nahrungsmittelproduktion entweder einzelner Gebiete oder sogar ganz Europas hatten.<br /><br /><strong>Klima</strong><br />Die moderne Klimaforschung verf&uuml;gt heute &uuml;ber Forschungsergebnisse, die es erm&ouml;glichen, sehr genaue Klimamodelle f&uuml;r das Mittelalter zu erstellen.<br />Unter Ber&uuml;cksichtigung von Temperatur und Niederschl&auml;gen in den verschiedenen Jahreszeiten erm&ouml;glichen diese Modelle somit wiederum recht gute R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die Ertr&auml;ge der Landwirtschaft. Untersuchungsergebnisse zeigen zwar kurzfristige deutliche Abweichungen nach oben und unten, jedoch lassen sich l&auml;ngerfristig klare Tendenzen erkennen.<br />Im Zeitraum bis Ende des 13. Jahrhunderts&nbsp; war das Klima demnach &uuml;ber alle Jahreszeiten hinweg sehr mild, die f&uuml;r diesen Zeitraum eher sp&auml;rlichen Informationen zu den Niederschlagsmengen deuten auf einen Wechsel von eher feuchten und eher trockenen Jahren hin. Die Literatur spricht hier auch vom so genannten &bdquo;Mittelalterlichen Klimaoptimum&ldquo;.<br />Von Anfang bis etwa Mitte des 14. Jahrhunderts folgt dann eine Phase der Klimaverschlechterung mit tendenziell k&uuml;hleren und vor allem im Zeitraum 1342-1350 extrem feuchten Sommern.<br />Die zweite H&auml;lfte des 14. Jahrhunderts unterteilt sich erst in eine Kaltphase bis etwa 1370, gefolgt von einer Warmphase, die vor allem zwischen 1383-1397 mit einer extremen Trockenheit einherging.<br />Das 15. Jahrhundert zeigt sich zun&auml;chst mit einer gro&szlig;en Klimavarianz, d.h. sehr gro&szlig;en Schwankungen, sowohl in Temperatur als auch Niederschl&auml;gen. Zum Ende des Jahrhunderts hingegen wird das Klima deutlich feuchter und k&auml;lter, man spricht vom ausgehenden Mittelalter (15. Jahrhundert) bis ins 19. Jahrhundert hinein von der so genannten &bdquo;kleinen Eiszeit&ldquo;.<br />Neben der Auswertung der Forschungsergebnisse werden diese R&uuml;ckschl&uuml;sse durch zahlreiche Niederschriften erg&auml;nzt, z.B. Wetteraufzeichnung verschiedener Kl&ouml;ster etc.<br />Ausgehend von der Tatsache, dass die Landwirtschaft von mildem Klima mit m&auml;&szlig;igen Niederschl&auml;gen beg&uuml;nstigt wird, erm&ouml;glichst uns dies Aussagen &uuml;ber die Ertragslage verschiedener Jahre. Im 13. Jahrhundert d&uuml;rften daher stabile und eher hohe Ertr&auml;ge erwirtschaftet worden sein, wogegen im 14. Jahrhundert Phasen mit hohen und Phasen mit niedrigen Ertr&auml;gen abwechselten. Vor allem die extrem feuchten und k&uuml;hlen Jahre von 1342-1350 und die Trockenheit von 1383-1397 d&uuml;rfte die Ertr&auml;ge deutlich gesenkt haben. Die permanent schlechteren Klimaverh&auml;ltnisse im 15. Jahrhundert m&uuml;ssten demnach zu dauerhaft schlechteren Ernten gef&uuml;hrt haben.<br />Gest&uuml;tzt wird diese Annahme von Quellen, die zwar nicht direkt das Klima beschreiben, die aber durchaus die direkten Auswirkungen wiedergeben. Aufzeichnungen &uuml;ber die Getreidepreise N&uuml;rnbergs von Anfang des 16. Jahrhunderts zum Beispiel stehen im Einklang mit der Vermutung, dass die Kleine Eiszeit die Ertr&auml;ge dauerhaft senkte.<br />[ Gabriela Schwarz-Zanetti: Grundz&uuml;ge der Klima- und Umweltgeschichte des Hoch- und Sp&auml;tmittelalters in Mitteleuropa (1998) ]<br /><br /><strong>Naturkatastrophen</strong><br />Neben diesen langsamen, ganz Europa betreffenden Ereignissen berichten zahlreiche Quellen von verschiedenen Naturkatastrophen, die vor allem lokal oder regional teils verheerende Folgen auf die Erntertr&auml;ge hatten.<br />Bereits von 1164 stammen erste Berichte &uuml;ber eine besonders heftige Sturmflut im Nord- uns Ostseeraum, der sogenannten &bdquo;Julainenflut&ldquo;. 1219 folgte die erste aus einer Reihe weiterer gro&szlig;er Sturmfluten, bezeichnet als die sechs Marcellifluten&ldquo;. Die zweite &bdquo;Marcellusflut&ldquo; von 1364 wurde bereits in zeitgen&ouml;ssischen Berichten als &bdquo;Erste grote Mandr&auml;nke&ldquo; bezeichnet, was Aufschluss &uuml;ber die verheerenden Ausma&szlig;e der &Uuml;berschwemmungen gibt.<br />Zwischen 1928 und 1931 wurden dann auch tats&auml;chlich &Uuml;berreste mehrerer Siedlungen im Wattenmeer durch erneute &uuml;berdurchschnittlich hohe Fluten frei gesp&uuml;lt. Durch die zeitliche Datierung der Funde zeigte sich, dass diese Siedlungen im oben genannten Zeitraum verloren gingen.<br />Aber auch aus dem Binnenland wei&szlig; man von Flutkatastrophen, die sogar weit &uuml;ber die &bdquo;Jahrhunderthochwasser&ldquo; der letzten Jahre hinaus gingen.<br />Beim &bdquo;Magdalenenhochwasser&ldquo; von 1342 f&uuml;hrten extrem heftige Niederschl&auml;ge zur st&auml;rksten bekannten Flurkatastrophe des Mittelalters an beinahe allen europ&auml;ischen Fl&uuml;ssen.<br />Aber auch andere Ereignisse ersch&uuml;tterten im wahrsten Sinne des Wortes die damalige Welt. Prominentestes Beispiel ist das gro&szlig;e Erdbeben von 1348, welches mit seinem Epizentrum in der Gegend um Friaul vor allem den s&uuml;deurop&auml;ischen Raum betraf.<br />[ Siegfried Jachs: Einf&uuml;hrung in das Katastrophenmanagement (2011 ) ISBN 978-3-8424-0124-2 ]<br />Letztendlich handelt es sich dabei um die selben Ph&auml;nomene, wie sie uns auch heute regelm&auml;&szlig;ig heimsuchen, jedoch ist anzunehmen, dass die&nbsp; mittelalterliche Bev&ouml;lkerung mit ihren deutlich geringeren technischen M&ouml;glichkeiten in den betroffenen Gebieten ungleich st&auml;rker und l&auml;nger damit zu k&auml;mpfen hatten.<br /><br /><strong>Seuchen / Epidemien</strong><br />Nur noch bedingt unter das Stichwort Naturkatastrophen f&auml;llt eine weitere Kategorie Ereignisse, welche einen gro&szlig;en Einfluss auf die Ern&auml;hrung der Bev&ouml;lkerung hatten: Seuchen oder auch Epidemien. F&uuml;r die Bev&ouml;lkerung handelte es sich dabei zweifelsohne um Katastrophen, jedoch handelt es sich dabei um die ersten unter den bereits angef&uuml;hrten Ereignissen, bei denen der Mensch auch mit damaligen Mitteln zumindest rudiment&auml;r Einfluss auf die Verbreitung oder die Auswirkungen nehmen konnte.<br />Eine im Mittelalter weit verbreite Krankheit, nicht f&uuml;r den Menschen, sondern f&uuml;r die Nahrungsmittel - sprich das Getreide selbst, war das Mutterkorn ( auch Kr&auml;hensporn, Hahnenkorn, Roter Keulenkopf etc. genannt ). Diese Krankheit bef&auml;llt das Getreide und f&uuml;hrt zu &uuml;bergro&szlig;en schwarzen Ausw&uuml;chsen ( sog. Skletorien ), welche klar an der &Auml;hre erkennbar sind.<br />Wird das Mutterkorn &uuml;ber die Nahrung aufgenommen, f&uuml;hren die darin enthaltenen Giftstoffe zu Darmkr&auml;mpfen, Halluzinationen und Durchblutungsst&ouml;rungen, die schlie&szlig;lich zum Verlust der Extremit&auml;ten f&uuml;hren k&ouml;nnen. Das Krankheitsbild, welches diese Symptome zusammenfasst, war fr&uuml;her als &bdquo;Kriebelkrankheit&ldquo; bekannt und wird heute wissenschaftlich als &bdquo;Ergotismus&ldquo; bezeichnet. Bereits 5-10 Gramm Mutterkorn k&ouml;nnen beim Menschen Ateml&auml;hmungen, Kreislaufversagen und schlie&szlig;lich den Tod herbeif&uuml;hren.<br />Da im Mittelalter noch keinerlei Spritzmittel gegen Mutterkorn bekannt waren, konnte sich das Mutterkorn beinahe ungehindert ausbreiten und f&uuml;hrte im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach zu fl&auml;chendeckenden Verseuchungen des Getreides. Einzige bekannte Abhilfe gegen den Mutterkornpilz war, das Getreide vor dem Vermahlen zu reinigen, d.h. die schwarzen K&ouml;rner von Hand auszulesen. Da dieser Vorgang zeitaufw&auml;ndig und teuer war, kamen vor allem wohlhabendere B&uuml;rger in den Genuss dieses &bdquo;Schutzes&ldquo;, unter der einfachen Landbev&ouml;lkerung wurde h&auml;ufig das billige, ungereinigte und verseuchte Getreide verzehrt.<br />Berichte &uuml;ber Massenerkrankungen durch Mutterkornvergiftung lassen sich in Frankreich bis ins Jahr 590 zur&uuml;ckverfolgen.<br />Im Mittelalter sind ebenfalls in Frankreich vor allem die Epidemien der Jahre 994 und 1129 bekannt, wo 40.000 bzw. 12.000 Menschen den Tod fanden.<br />Erste Berichte &uuml;ber fl&auml;chendeckende Erkrankungen finden sich in Deutschland im Jahr 1577, jedoch selbst im Jahr 1884 f&uuml;hrte sie z.B. in Schlesien noch zu zahlreichen Todesf&auml;llen.<br />Besonders schwerwiegend waren die Mutterkornepidemien neben der fehlenden Eind&auml;mmungsm&ouml;glichkeiten aber auch deshalb, weil die Giftstoffe nicht nur &uuml;ber das Getreide zum Menschen gelangten, sondern auch durch Futtergetreide entweder direkt das Nutzvieh dahinraffte, oder &uuml;ber das Fleisch der Tiere wiederum den Weg zum Menschen fand.<br />[ Prof. Dr. Erich M&uuml;hle: Vom Mutterkorn (1953) ISBN 276-105-62-52 ]<br /><br />Neben Krankheiten, die die Nahrungsmittel direkt befielen, von denen Mutterkorn sicher nicht die einzige, aber die bekannteste und am weiten verbreitetste des Mittelalters war, f&uuml;hrten zahlreiche Erkrankungen aber auch auf einem anderen Wege zu einer sp&uuml;rbaren Reduzierung der Ernteertr&auml;ge. Die bekannteste und am h&auml;ufigsten genannte soll hier stellvertretend als Beispiel dienen: Die Pest, oder auch der Schwarze Tod.<br />Zum genauen Krankheitsbild sollen hier keine gro&szlig;en Worte verloren werden, da die Krankheit in Literatur zum Thema Mittelalter vielfach genannt und erl&auml;utert wird. Besonders bekannt ist etwa die gro&szlig;e Pestwelle von 1347-1353, der grob ein drittel der Europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerung zum Opfer viel.<br />[ Klaus Bergdolt: Die Pest &ndash; Geschichte des Schwarzen Todes (2006) ISBN: 3-406-53611-5 ]<br />Viel interessanter f&uuml;r unser Thema ist aber, auf welchen Wegen die Pest Einfluss auf die Nahrungsmittelversorgung der Menschen nahm.<br />Am offensichtlichsten d&uuml;rfte die Tatsache sein, dass durch den Tod gro&szlig;er Anteile der Bev&ouml;lkerung schlichtweg die Arbeitskr&auml;fte zur Bewirtschaftung der Ackerfl&auml;chen fehlten.<br />Nicht minder verheerend f&uuml;r die Versorgung der verbleibenden Bev&ouml;lkerung d&uuml;rfte aber auch der teils v&ouml;llige Zusammenbruch der Infrastruktur, in diesem Fall vor allem der Logistik f&uuml;r Transport und Verarbeitung des Getreides in den befallenen Gebieten gewesen sein.<br />Neben diesen rein praktischen Gr&uuml;nden d&uuml;rften noch zahlreiche der Religion und dem Aberglauben entstammende Aspekte die Lage zus&auml;tzlich versch&auml;rft haben, so dass die Auswirkungen auf die nicht direkt von der Pest betroffenen Menschen verheerend gewesen sein m&uuml;ssen.<br /><br /><strong>Der Mensch</strong><br />Zum Abschluss wollen wir noch kurz eine bisher nicht genannte Einflussgr&ouml;&szlig;e auf die Nahrungsversorgung der Menschen streifen &ndash; n&auml;mlich den Menschen selbst.<br />W&auml;hrend die bisherigen Punkte in erster Linie auf die absolut zur Verf&uuml;gung stehende Menge an Nahrungsmitteln abzielte, ist der Mensch vor allem im Bezug auf die relative Verteilung der Lebensmittel eine entscheidende Gr&ouml;&szlig;e.<br />Da Steuern und auch Kirchenzehnt von den Bauern meist in Naturalien bezahlt wurden, wurden somit zwar keine Nahrungsmittel vernichtet, sie standen der Bev&ouml;lkerung aber schlicht und einfach nicht mehr zur Ern&auml;hrung oder zur Aussaat im Folgejahr zur Verf&uuml;gung.<br /><br /><strong>Fassen wir also einmal zusammen:</strong><br />Erzielte ein Bauer im Mittel einen Ertrag von 3:1, d.h. den dreifachen Ertrag im Verh&auml;ltnis zum Saatgut, so verbleiben ihm nach Abzug des Saatguts f&uuml;r das Folgejahr nur noch zwei Drittel der erwirtschafteten Menge. Von dieser Menge gehen Steuer- und Zehntzahlungen ab und f&uuml;hren letztlich zu dem Getreide, dass noch zur Ern&auml;hrung f&uuml;r Mensch und Nutzvieh (!) verbleibt. Ziehen wir hiervon wiederum einen Anteil f&uuml;r Verluste durch schlechte Lagerm&ouml;glichkeiten, F&auml;ulnis, Ratten etc. ab, bleiben nur noch wenige oder gar keine &Uuml;bersch&uuml;sse mehr, die in den Handel flie&szlig;en konnten.<br />[ Werner R&ouml;sener: Bauern im Mittelalter (1991) ISBN 3-406-30448-6 ]<br />Unter dieser Voraussetzung wird deutlich, wie gravierend schon kleine Ernteausf&auml;lle durch schlechte Witterung oder &Auml;hnliches gewesen sein m&uuml;ssen.<br />Auch nach dieser Betrachtung f&auml;llt eine Nennung von absoluten Zahlen im Bezug auf die Ern&auml;hrung der Bev&ouml;lkerung schwer. Jedoch wird deutlich, dass bei einer bereits ohne Katastrophen eher knappen Ausgangslage, der Hunger in weiten Teilen der Bev&ouml;lkerung durchaus an der Tagesordnung gewesen sein muss.<br />Auch wenn technischer Fortschritt die Ertr&auml;ge im Verlauf des Mittelalters deutlich anhob, so d&uuml;rften diese Ertragssteigerungen durch die vor allem im 14. Jahrhundert geh&auml;uft auftretenden Katastrophen meist aufgezehrt worden sein.<br /><br />Florian Fischer / Oktober 2011</p>]]></description>
      <pubDate>Fri, 18 Nov 2011 11:42:08 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Essen und Trinken im Mittelalter - Teil 1]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/Essenundtrinken1/</link>
      <description><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h2>Essen im Mittelalter</h2>
<h3>Fiktion</h3>
<p>Das Essen im Mittelalter bestand in erster Linie aus Fleisch! Spanferkel, H&uuml;hner und G&auml;nse wurden &uuml;ber offenen Feuern am Spie&szlig; gedreht, auf gro&szlig;en Rosten schmorten Schweinshaxen und Rinderkeulen. Beilagen waren im Gro&szlig;en und Ganzen unbekannt, h&ouml;chstens f&uuml;r die Kinder und die Alten fanden Brei und Brot ihren Weg auf den Tisch.<br />So, oder so &auml;hnlich stellt man sich gerne ein normales Abendessen im Mittelalter vor, neben ausufernden Gelagen werden kaum noch andere gesellschaftliche Formen des Speisens beachtet.<br />Das sind zumindest die Bilder, die uns im Bezug auf Essen im Mittelalter durch Hollywood, Trivialliteratur und teils auch auf den immer popul&auml;rer und zahlreicher werdenden Mittelalterveranstaltungen unserer Tage vermittelt werden.<br />Auch ohne tiefere wissenschaftliche Betrachtung stellt sich nat&uuml;rlich die Frage, warum eine landwirtschaftlich gepr&auml;gte Gesellschaft, wie es das Europa des Mittelalters war, mehr oder weniger v&ouml;llig auf pflanzliche Lebensmittel verzichtet haben soll und dar&uuml;ber hinaus, wie eben diese Gesellschaft mit den damaligen noch deutlich weniger entwickelten Viehzuchtmethoden den enormen Fleischbedarf gedeckt haben soll.<br />Von unz&auml;hligen weiteren Gr&uuml;nden, die dieses Bild fragw&uuml;rdig erscheinen lassen, einmal abgesehen.<br /><br /></p>
<h3>Realit&auml;t (?)</h3>
<p>Doch wie und was wurde tats&auml;chlich gegessen? Diese Frage wollen wir hier einmal etwas n&auml;her unter die Lupe nehmen, wobei in diesem Themengebiet selbstverst&auml;ndlich ebenfalls die gleichen Einschr&auml;nkungen gelten, wie in den vorangegangenen Blogs: Hier soll ein &Uuml;berblick &uuml;ber allgemeine Gegebenheiten und Gebr&auml;uche gegeben werden, die aber sowohl zeitlich als auch geographisch deutlich variieren k&ouml;nnen.<br />&Auml;hnlich den heutigen Essgewohnheiten, beeinflusste auch im Mittelalter der Anlass, der Personenkreis und die wirtschaftlichen M&ouml;glichkeiten, was und wie viel auf den Tisch kam. So unterschied sich der Speiseplan eines Bauern von dem eines reichen B&uuml;rgers oder Adligen, so fielen Festessen deutlich umfangreicher aus als das allt&auml;gliche Mahl. Dar&uuml;ber hinaus beeinflusste aber auch die Kirche mit ihren Feiertagen und Fastenzeiten die Essgewohnheiten grundlegend und deutlich st&auml;rker als dies heute der Fall ist.<br /><br /></p>
<h3>Was gegessen wurde</h3>
<p>Generell waren die Menschen wesentlich st&auml;rker von der eigenen bzw. regionalen Produktion abh&auml;ngig, als wir heute. Durch die schlechteren Transportm&ouml;glichkeiten und die mehr oder weniger auf Einsalzen oder Trocknen reduzierten Methoden der Haltbarmachung war der Umfang, der &uuml;ber weite Strecken transportierbaren Lebensmittel stark eingeschr&auml;nkt. Vor allem frische und leicht verderbliche Ware konnte gar nicht oder nur &uuml;ber kurze Strecken transportiert und damit auch nur regional gehandelt werden.<br />Einen guten &Uuml;berblick &uuml;ber die Art der &uuml;ber weite Distanzen gehandelten und somit auch in vielen Gebieten Europas verf&uuml;gbaren Lebensmittel geben zum Beispiel Aufstellungen &uuml;ber Zollgeb&uuml;hren, wie die der Stadt N&uuml;rnberg laut einer Urkunde Ludwigs des Bayern von 1332 [Evamaria Engel / Frank-Dietrich Jakob: St&auml;dtisches Leben im Mittelalter: Schriftquellen und Bildzeugnisse (2006) ISBN 978-3-412-20205-7]. Hier sind eine Menge verschiedenster Rohstoffe, Materialien und Waren aufgef&uuml;hrt, jedoch au&szlig;er Wein, &Ouml;l, Hering, Schlachtvieh und Salz nur wenige Lebensmittel. Dabei spielte Salz eher als Konservierungsmittel denn als Zutat eine Rolle.<br />Vor allem Gew&uuml;rze wie Piment, Zimt, Pfeffer, Safran etc. wurden &uuml;ber weite Strecken gehandelt, weil diese aber so teuer waren, d&uuml;rften sie &uuml;berwiegend beim Adel und beim aufstrebendem B&uuml;rgertum Verwendung gefunden haben.<br /><br /></p>
<h3>Fleisch</h3>
<p>Eine Sonderstellung fiel dem Fleisch als Nahrungsmittel zu. Dies l&auml;sst sich am besten aus &bdquo;technischer Sicht&ldquo; begr&uuml;nden, da die Viehzucht im heutigen Sprachgebrauch eine &bdquo;Veredelung&ldquo; der Rohstoffe, in diesem Fall des Getreides oder anderer Futtermittel, zu einem h&ouml;herwertigen Lebensmittel darstellt und dabei einen weit h&ouml;heren Material- und auch Geldeinsatz erfordert. Unter anderen ist dies sicherlich einer der Gr&uuml;nde, warum Fleisch zum Beispiel fast ausschlie&szlig;lich in den oberen Gesellschaftsschichten bzw. zu besonderen Anl&auml;ssen in gro&szlig;en Mengen verzehrt wurde [vgl. Quellen der nachfolgenden Abschnitte].&nbsp; Ebenso war die &bdquo;Wertigkeit&ldquo; der unterschiedlichen Fleischsorten damals gegen&uuml;ber unserer heutigen Sicht eine ganz andere.<br />Rinder wurden meist als Arbeitstier und nicht als Fleischlieferant gehalten, so dass Rindfleischgerichte gar nicht oder nur sp&auml;rlich in den &uuml;berlieferten Rezeptsammlungen zu finden sind. Dagegen waren Schweine als Schlachttiere sehr beliebt, da sie einerseits ihr Futter selbst suchen (sog. Eichelmast), dar&uuml;ber hinaus aber auch neben dem Fleisch noch Leder, Talg, Schmalz etc. aus ihnen gewonnen wurde. Im &bdquo;Hofrecht von M&uuml;nchweier&ldquo; (um 1100) wird zum Beispiel festgelegt, dass am St. Andreastag von jedem Bauer f&uuml;r die von ihm gepachtete Hufe (Fl&auml;che, die mit einem Pflug bestellt werden kann und demnach der Arbeitskraft einer Familie entspricht) ein sog. &bdquo;Hufschwein&ldquo; an das Marienkloster zu entrichten ist, von dem die M&ouml;nche und Diener den Schmalz erhalten sollen. Wichtigste Anhaltspunkte zur Einsch&auml;tzung des Wertes der Schweine d&uuml;rften dabei die verschiedenen Gesetze zur Straffestsetzung sein: Im alemannischen Volksrecht (&bdquo;Lex Alamannorum&ldquo;) vom Beginn des Fr&uuml;hmittelalters ist zum Beispiel die Strafe f&uuml;r das T&ouml;ten eines Schweinehirten gleichgesetzt mit der Strafe f&uuml;r den Mord an einem Hirten mit 80 Schafen oder den an einem Goldschmied [Siegfried Epperlein: B&auml;uerliches Leben im Mittelalter: Schriftquellen und Bildzeugnisse (2003) ISBN 3-412-13602-6].<br />Des weiteren finden sich in den &uuml;berlieferten Rezeptb&uuml;chern als Fleischlieferant H&uuml;hner und andere wilde V&ouml;gel wie Schwan, Gans und Kapaun sowie verschiedenstes Wildbret. Anhaltspunkte f&uuml;r den unterschiedlichen Fleischkonsum in Adel und einfacher Bev&ouml;lkerung geben die vorhandenen Jagdrechte, die das Jagen von Rotwild, Wildschwein und B&auml;r dem Adel vorbehielt und der einfachen Bev&ouml;lkerung die Jagd auf Hasen, Kaninchen, Biber etc. zuwies. Das hat nat&uuml;rlich vor allem soziale Gr&uuml;nde, allerdings sind die Auswirkungen auf den jeweiligen Speiseplan nicht zu &uuml;bersehen.<br />Erg&auml;nzt wurde die Liste der Speisen noch durch S&uuml;&szlig;- oder Salzwasserfische, je nach lokalem Vorkommen.<br />Wie schon eingangs erw&auml;hnt, regelten religi&ouml;se Vorschriften was wann wie gegessen werden durfte. Die umfangreichen Fastenregeln der damaligen Zeit untersagten den Fleischkonsum an ungleich mehr Tagen im Jahr, als das heute der Fall ist. An sog. &bdquo;leichten Fastentagen&ldquo; war der Verzehr von Fisch und Milchprodukten erlaubt, an &bdquo;schweren Fastentagen&ldquo; sollte selbst das vermieden werden. Interessant ist hierbei die Unterteilung der Tiere in Fleisch und Fisch, die nicht nach unseren heutigen biologischen Kriterien erfolgte, sondern vielmehr nach dem Lebensraum der Tiere. Damit wurden z. B. Schwan, Gans und auch Biber oder Nutria aufgrund der Lebensweise am Wasser zu Fisch gez&auml;hlt und waren damit in der Fastenzeit erlaubt. Kaiser Friedrich II. hat jedoch in einem Traktat festgestellt, dass die nordeurop&auml;ische Wei&szlig;wangengans nicht zwingend in Muscheln heranwachse (und damit als Fisch zu sehen sei), nur weil sich keine Brutst&auml;tten finden lie&szlig;en (Anm.: Die Wei&szlig;wangengans br&uuml;tet in Nordafrika) [Bridget Ann Henisch: Fast and Feast. Food in Medieval Society (1986) ISBN 0-271-01230-7].<br /><br />Nachfolgend sollen nun einmal Speisen einer l&auml;ndlichen Siedlung, eines b&uuml;rgerlichen Haushalts und die einer hochadligen Tafel verglichen werden, um damit einen kleinen Einblick sowohl in die verwendeten Lebensmittel, als auch in die Art der Zubereitung zu erm&ouml;glichen. Grundlage hierf&uuml;r sind &uuml;berlieferte Rezepte bzw. Rezeptsammlungen, sowie Bodenfunde, vor allem aus ausgegrabenen K&uuml;chen,&nbsp; M&uuml;llhalden und Latrinen.<br /><br /></p>
<h3>Essen der einfachen Landbev&ouml;lkerung</h3>
<p>Die Frage nach der Ern&auml;hrung der einfachen Landbev&ouml;lkerung bietet im Vergleich zu den anderen Schichten weit mehr Raum f&uuml;r Spekulation. Der Grund daf&uuml;r findet sich vor allem in der weitaus geringeren Zahl an Manuskripten, Rezeptsammlungen etc. Die Arch&auml;ologie ist hier vor allem auf Bodenfunde angewiesen, wie sie in fr&uuml;heren Siedlungen vor allem an den Standorten von K&uuml;chen, M&uuml;llhalden und auch Latrinen gemacht wurden. Ein gro&szlig;es Problem dabei ist die Tatsache, dass pflanzliche Lebensmittel wesentlich st&auml;rker und auch r&uuml;ckstandsloser verrotten, als dies z. B. Tierknochen tun. Funde von Tierknochen geben daher zwar Aufschluss &uuml;ber die Art der gehaltenen Tiere und aufgrund der Schnitt-, Bruch- und Schabespuren auch Informationen &uuml;ber die Schlachtung der Tiere, allerdings kann &uuml;ber den Umfang des Fleischkonsums und Art der Zubereitung nur spekuliert werden.<br />Deutlich wird aus den Funden, dass Getreide ein wichtiges Grundnahrungsmittel darstellte. Eingebrannte Lebensmittelreste in Kochgef&auml;&szlig;en weisen darauf hin, dass die Zubereitung wohl h&auml;ufig in Form von Brei erfolgte, wie er auch im nachfolgenden Abschnitt beschrieben wird.<br />Die Knochenfunde best&auml;tigen grunds&auml;tzlich das zuvor Beschriebene: neben vielen H&uuml;hnerknochen wurden in erster Linie Schweine-, aber auch Pferdeknochen gefunden. Das Auffinden von Pferdeknochen einschlie&szlig;lich der f&uuml;r das Schlachten typischen Schnittspuren, deutet stark darauf hin, dass auch Pferdefleisch genutzt wurde, um den eher schmalen Speiseplan zu erweitern, obwohl der Genuss von Pferdefleisch bereits mit Verbreitung des Christentums h&auml;ufig verboten wurde [Anne Schulz: Essen und Trinken im Mittelalter 1000 &ndash; 1300 (2011) ISBN 978-3-11-025515-7].<br /><br /></p>
<h3>Essen im b&uuml;rgerlichen Haushalt</h3>
<p>F&uuml;r die Ern&auml;hrung der b&uuml;rgerlichen Haushalte, d. h. der &uuml;berwiegend st&auml;dtischen Bev&ouml;lkerung, die bereits &uuml;ber ein gewisses Ma&szlig; an Wohlstand verf&uuml;gte, zeigt sich die Quellenlage schon wesentlich vielf&auml;ltiger und aufgrund der vorhandenen Handschriften auch exakter, als dies f&uuml;r die untersten Gesellschaftsschichten der Fall war. Jedoch ist insbesondere bei den Bild- und Schriftquellen Vorsicht geboten, da anzunehmen ist, dass weniger die allt&auml;gliche K&uuml;che, sondern eher besondere oder zumindest besonders aufw&auml;ndige Zubereitungen f&uuml;r Fest- und Feiertage festgehalten wurden. Die &uuml;berlieferten Rezepte geben uns daher sicherlich Aufschluss &uuml;ber Art und Weise der g&auml;ngigen Zubereitungsmethoden, jedoch d&uuml;rfte die allt&auml;gliche K&uuml;che deutlich reduzierter und einfacher gewesen sein.<br /><br />Eine typische Mahlzeit ist bereits aus der im 12. Jahrhundert von dem d&auml;nischen M&ouml;nch Henrik Harpestreng erstellten Handschrift ersichtlich &bdquo;En liten bok om kokkonsten&ldquo; (Ein kleines Buch der Kochkunst), die im 14. Jahrhundert &uuml;bernommen und erg&auml;nzt wurde. Im Rahmen experimenteller Arch&auml;ologie wurden zahlreiche Rezepte analysiert, ausprobiert und f&uuml;r das heutige Verst&auml;ndnis &uuml;bersetzt [Daniel Serra &amp; Hanna Tunberg: En s&aring;s av ringa v&auml;rde och andra medeltida recept (2009) ISBN 978-97-977529-1-6].&nbsp; Die meisten der aufgef&uuml;hrten Rezepte finden sich entweder so oder in abgewandelter Form in verschiedenen Texten in den unterschiedlichen Gebieten Europas wieder.<br /><br />Grundlage einer b&uuml;rgerlichen Mahlzeit war danach in der Regel Brei, Gr&uuml;tze oder auch Mus aus Getreide, meist Gerste, Hirse oder Hafer, im Sp&auml;tmittelalter mehr und mehr Dinkel. Dieser Brei wurde in der Regel mit Wasser, Br&uuml;he, Milch oder Mandelmilch (ein Substitut f&uuml;r Milch, hergestellt aus Mandeln und Wasser oder Wein) hergestellt und entsprach wohl am ehesten dem, was auf heutigen Tafeln der Reis, die Kartoffeln oder die Nudeln sind.<br />Zweiter wichtiger Bestandteil eines Essens waren So&szlig;en, die entweder eingekocht oder auch kalt aus Br&uuml;he, Wein oder Verjus (ein aus unreifen Trauben gepresster saurer Saft), Kr&auml;utern und Gew&uuml;rzen, eingedickt mit Brot, hergestellt wurden. Diese So&szlig;en wurden als Tunke f&uuml;r alle m&ouml;glichen Fleischgerichte oder f&uuml;r Brot verwendet. Mehrfach in Rezepten erw&auml;hnte So&szlig;en sind zum Beispiel eine gr&uuml;ne So&szlig;e aus Br&uuml;he, Wein und Kr&auml;utern oder auch die sog. Kamelinso&szlig;e, die aus Zimt und Ingwer und verschiedenen anderen Gew&uuml;rzen hergestellt wurde. Als Bindemittel dient in diesem Fall Brot, welches vorher in Verjus eingeweicht wurde.<br />Den gr&ouml;&szlig;ten Raum in den Kochb&uuml;chern nehmen allerdings tats&auml;chlich Rezepte f&uuml;r Fleischgerichte ein. Im Hinblick auf die Tatsache, dass Fleisch ein eher seltenes Nahrungsmittel war, mag dies seltsam erscheinen, es muss jedoch ber&uuml;cksichtigt werden, dass Handschriften - so auch die, denen die Rezepte entstammen - Wertgegenst&auml;nde waren und somit auf den Wohlstand ihrer Auftraggeber oder Besitzer schlie&szlig;en lassen. Fleisch, in diesem Fall in erster Linie Huhn, wurde in vielf&auml;ltigsten Variationen zubereitet, wobei gem&auml;&szlig; beinahe aller Rezepte das Fleisch gekocht und nicht gebraten wurde. Au&szlig;erdem wurde es meist entweder in kleinen St&uuml;cken oder sogar in gehackter Form zu Fleischb&auml;llchen oder &Auml;hnlichem zubereitet wird.<br />Erg&auml;nzend zu diesen Brei- und Fleischgerichten findet sich eine gro&szlig;e Bandbreite von Rezepten f&uuml;r Milchspeisen, Pasteten und Backwerk, manche mit Kr&auml;utern, K&auml;se oder auch Fleisch zubereitet, andere als S&uuml;&szlig;speise mit Honig, Mandeln etc.<br />Die am h&auml;ufigsten in den Niederschriften anzutreffenden Gew&uuml;rze sind Zimt, Pfeffer, Ingwer, Muskat, aber auch Galgant, Salz, K&uuml;mmel und andere.<br />Zum Eindicken zahlreicher Gerichte wird h&auml;ufig auf Eigelb verwiesen, ein anderer oft genannter Grundstoff ist Mandelmilch, entweder in der Verwendung als Basis z. B. f&uuml;r Pudding oder als Grundlage f&uuml;r So&szlig;en und Br&uuml;hen.<br /><br /></p>
<h3>Essen des Adels</h3>
<p>Dieselben Hinweise, die f&uuml;r die Bild- und Textquellen der b&uuml;rgerlichen Tafel angef&uuml;hrt wurden, gelten auch f&uuml;r die Speisepl&auml;ne des Adels. Insbesondere die Festessen des Hochadels sind in zahlreichen Abbildungen und Niederschriften festgehalten.<br />Eine der bekanntesten und meistzitierten Quellen f&uuml;r Essgewohnheiten des Adels stellt &bdquo;Le Viandier&ldquo; dar, eine Handschrift, deren Ursprung um 1320 in Frankreich angenommen wird. Zum bedeutendsten Werk seiner Zeit wurde &bdquo;Le Viandier&ldquo; durch Guillaume Tirel, den K&uuml;chenchef des franz&ouml;sischen K&ouml;nigs Karl V.&nbsp; Tirel (in manchen Quellen auch Taillevent genannt) erweiterte das Manuskript und machte es &uuml;ber eine einfache Rezeptsammlung hinaus zu einem Handbuch der K&uuml;chenf&uuml;hrung sowie zur Anleitung f&uuml;r viele mit der K&uuml;che verbundene Arbeiten. Dies wurde n&ouml;tig, da verschiedene Quellen vom Holzf&auml;ller f&uuml;r die K&uuml;chenfeuer bis hin zum Meisterkoch von bis zu 20.000 Angestellten am Hofe Karls V. ausgehen.<br />In der Folge wurde dieses bedeutende Werk vom Ende des 14. Jahrhunderts mannigfaltig kopiert, ver&auml;ndert und erweitert, z. B. stimmen Werke englischer Hofk&ouml;che der nachfolgenden Jahrzehnte inhaltlich fast vollst&auml;ndig mit &bdquo;Le Viandier&ldquo; &uuml;berein [Terence Scully: The Viandier of Taillevent (1988) ISBN 0-7766-0174-1].<br /><br />In den von Tirel zusammengetragenen Rezepte finden sich viele der im Abschnitt &uuml;ber die b&uuml;rgerliche Tafel aufgef&uuml;hrten Speisen. Neben dem bereits erw&auml;hnten Brei und Mus gibt es Rezepte f&uuml;r &bdquo;dicke&ldquo; und &bdquo;d&uuml;nne&ldquo; Eint&ouml;pfe, unz&auml;hlige Fisch- und Fleischgerichte, verschiedenste So&szlig;en und zahlreiche S&uuml;&szlig;speisen.<br />Die Sammlung der Gerichte ist so umfangreich, dass die einzelnen Gruppen nochmals unterteilt wurden, Eint&ouml;pfe in &bdquo;dicke&ldquo; und &bdquo;d&uuml;nne&ldquo; Eint&ouml;pfe, mit und ohne Fleisch; Fischgerichte in &bdquo;S&uuml;&szlig;wasserfisch&ldquo;, &bdquo;runden Seefisch&ldquo; und &bdquo;flachen Seefisch&ldquo;, So&szlig;en nach gekochten und nicht gekochten.<br />Erstmals taucht hier sogar neben gekochten Fleischgerichten ein Kapitel &uuml;ber gebratenes Fleisch auf, welches man zu den verschiedenen So&szlig;en reicht.<br />Dar&uuml;ber erl&auml;utert Tirel, wie man Speisen vergoldet (ja, wirklich: vergoldet!), wie Burgmauern f&uuml;r die Tafelgestaltung aus Leinen und Farbe erstellt werden k&ouml;nnen, wie Farbstoffe zum Einf&auml;rben von Speisen gewonnen werden k&ouml;nnen und vielerlei mehr. Dies macht deutlich, dass bei aller N&auml;he der Gerichte zu denen einfacherer Leute Prunk und Protz im Mittelpunkt standen. Die Speisen waren aufw&auml;ndiger, teuerer, vielf&auml;ltiger und von der Art ihrer Pr&auml;sentation oftmals von beinahe k&uuml;nstlerischem Charakter.<br /><br />Wirklich interessant f&uuml;r unsere Betrachtung wird Tirels Manuskript aber erst dadurch, dass neben den offensichtlich f&uuml;r gro&szlig;e Festbankette gedachte Speisen tats&auml;chlich auch einfache und einfachste Gerichte und sogar Gerichte f&uuml;r Sieche und Kranke aufgef&uuml;hrt werden.<br />Bemerkenswert ist, dass in diesen gehobenen Kreisen Fleisch durchaus h&auml;ufig konsumiertes Nahrungsmittel gewesen sein muss und selbst f&uuml;r Kranke Fleischbr&uuml;he &bdquo;zur St&auml;rkung des K&ouml;rpers&ldquo; erw&auml;hnt wird.<br /><br /></p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Abgesehen von den offensichtlich auf Prestige und Prunk abzielenden Speisen Karls V. sind Gemeinsamkeiten in den Essgewohnheiten der verschiedenen Gesellschaftsschichten - je nach Wohlstand und &ouml;rtlichen Gegebenheiten - deutlich erkennbar.<br />Bei der Betrachtung der verschiedenen Quellen f&auml;llt auf, dass Gem&uuml;se durchweg wenig genannt wird und lediglich in Eint&ouml;pfen (h&auml;ufig Kohl) oder in seltenen F&auml;llen zu Brei oder Mus verarbeitet wird (meist H&uuml;lsenfr&uuml;chte); Rohkost oder Salat findet gar keine Erw&auml;hnung.<br />Grund hierf&uuml;r k&ouml;nnte sein, dass Gem&uuml;se und Salat einen deutlich h&ouml;heren Aufwand und h&auml;ufig auch eine k&uuml;nstliche Bew&auml;sserung erfordern und somit wesentlich teuerer gewesen w&auml;ren, als dies heute der Fall ist.<br />Andererseits w&uuml;rde sich das Fehlen von Rohkost oder schwerer zu kauendem Gem&uuml;se und Salat mit einer in der Sekund&auml;rliteratur zu findenden interessanten Annahme decken, warum die meisten Speisen entweder in Breiform, oder in kleinen St&uuml;cken weich gekocht serviert wurden:<br />Die generell wesentlich rudiment&auml;rere medizinische Versorgung und vor allem die kaum vorhandene Zahnhygiene des Mittelalters d&uuml;rfte dazu gef&uuml;hrt haben, dass die Z&auml;hne der Menschen schon in einem fr&uuml;hen Lebensalter in recht schlechten Zustand waren. Zahnersatz oder Gebisse waren unbekannt. Da der Aufwand bei der Zubereitung der Speisen &uuml;ber offenem Feuer ungleich h&ouml;her gewesen sein d&uuml;rfte, als dies in einer modernen K&uuml;che der Fall ist, ist anzunehmen, dass ein Gericht f&uuml;r alle essbar sein musste - f&uuml;r &bdquo;normale&ldquo; Esser und f&uuml;r Kinder und Alte. Da liegt es nahe, die Speisen breiig, weich gekocht oder in kleinen St&uuml;ckchen zu servieren.<br /><br />Abschlie&szlig;end sei im R&uuml;ckblick auf die eher romantische Betrachtung zu Beginn dieser Ausf&uuml;hrungen die Frage gestattet, ob die sicherlich nicht immer einfache Ern&auml;hrungslage im Mittelalter trotz allem eine gr&ouml;&szlig;ere Vielfalt zu bieten hatte, als dies h&auml;ufig angenommen wurde und wird.<br /><br />#Florian Fischer / Oktober 2011</p>]]></description>
      <pubDate>Mon, 31 Oct 2011 09:55:19 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Das Mittelalter – Versuch einer Begriffsdefinition]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/flo1/</link>
      <description><![CDATA[<p><strong>Das Mittelalter &ndash; Versuch einer Begriffsdefinition</strong><br /><br />Das Mittelalter erfreut sich zunehmender Beliebtheit &ndash; sei es im Reenactment, auf Mittelalterm&auml;rkten im Kino oder auch im B&uuml;cherregal. <br />Bei dieser F&uuml;lle an Eindr&uuml;cken und Informationen stellt sich nat&uuml;rlich die Frage: Was bedeutet &bdquo;Mittelalter&ldquo; &uuml;berhaupt? <br />Schon die Suche nach eindeutigen Kriterien, mit denen sich &bdquo;das Mittelalter&ldquo; beschreiben lie&szlig;e, gestaltet sich so schwierig, dass jeder Aspekt beleuchtet werden kann. Viel mehr soll der Versuch unternommen werden, anhand einzelner Fragestellungen einen ersten Eindruck von einer spannenden Epoche und den Menschen, die darin gelebt haben, zu vermitteln:<br /><br />1. Wann war das Mittelalter?<br />2. Wo war das Mittelalter?<br />3. Wie war das Mittelalter?<br /><br /><br /><strong>Wann war das Mittelalter?</strong><br /><br />Schon die genaue zeitliche Einordnung gestaltet sich in Bezug auf den Begriff &bdquo;Mittelalter&ldquo; schwierig. In der Literatur finden sich zahlreiche Angaben zu Zeitr&auml;umen, historischen Ereignissen etc., die je nach Betrachtungsweise Anfang und Ende dieser Epoche definieren. <br />Verfolgt man etwa den naheliegenden Weg, den Begriff w&ouml;rtlich zu verstehen, f&uuml;hrt uns das &bdquo;Mittelalter&ldquo; zum &bdquo;mittleren Alter&ldquo; oder auch zum &bdquo;Zeitraum dazwischen&ldquo;.<br />So teilt zum Beispiel Christoph Cellarius (1638&ndash;1707) in seinem Werk &bdquo;Historia Universalis&ldquo; (1702) die Geschichtswissenschaften in Alte, Mittelalterliche und Neue Geschichte ein. Dieser Begrifflichkeit folgen zahlreiche Autoren mit ihrer Definition des Mittelalters als Epoche zwischen der Antike und der Moderne.<br />Ausgehend von dieser Unterteilung finden sich in der Literatur zahlreiche zeitliche mehr oder minder nachvollziehbare Abgrenzungen f&uuml;r das Mittelalter. So orientiert sich der Zeitrahmen 500 bis 1500 zumindest ann&auml;hernd am Untergang des Westr&ouml;mischen Reiches (als Ende der Antike) 476 bzw. an der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus 1492 oder auch am Beginn der Reformation um 1520 (als Beginn der Neuzeit).<br />Weitere davon abweichende Daten sind zum Beispiel die Kaiserkr&ouml;nung Karls des Gro&szlig;en im Jahr 800 als Beginn oder die Eroberung Konstantinopels durch die T&uuml;rken im Jahr 1453 als Ende der Epoche.<br /><br />Aus dieser Vielzahl von verschiedenen Jahreszahlen l&auml;sst sich zwar ein grober Zeitrahmen erkennen, es wird aber auch deutlich, dass eine genaue Einordnung nicht kategorisch m&ouml;glich ist, sondern vielmehr von der Betrachtung bzw. der Gewichtung einzelner Aspekte abh&auml;ngt. Bei den oben genannten Daten werden unter anderen bedeutende Daten kirchlicher, territorialer oder auch wissenschaftlicher Umbr&uuml;che herangezogen.<br />Die zeitliche Einordnung unterscheidet sich unter Umst&auml;nden auch von Land zu Land. So wird der Beginn des Mittelalters in Skandinavien nicht zwischen 500 und 800 gesehen, sondern deutlich sp&auml;ter um das Jahr 1060, das mit dem Untergang der Ynglingar-Dynastie einen merklichen Wandel im nordeurop&auml;ischen Raum einleitet.<br />Hier zeigt sich deutlich, dass neben dem zeitlichen Verst&auml;ndnis f&uuml;r das Mittelalter ein zweiter Punkt zur Orientierung sehr wichtig ist:<br /><br /><br /><strong>Wo war das Mittelalter?</strong><br /><br />Zahlreiche Autoren benennen das Mittelalter als eine Epoche der europ&auml;ischen Geschichte. Schon der vorangegangene Abschnitt hat uns aber gezeigt, dass die Verwendung allumfassender Beschreibungen in Bezug auf das Mittelalter Probleme aufwirft. Welcher geographische Raum ist also gemeint? Westeuropa? Zentraleuropa? Mit oder ohne Skandinavien, dem Baltikum, dem Nahen Osten etc.?<br />In der Literatur wird das Mittelalter in etwa auf das Gebiet der heutigen Europ&auml;ischen Union und deren Peripherie bezogen, jedoch sollte man je nach behandeltem Thema durchaus vorsichtig mit dieser verallgemeinerten Beschreibungen umgehen.<br />Wie schon bei der zeitlichen Einordnung angedeutet wurde und im nachfolgenden Abschnitt sicherlich noch klarer wird, kommt es bei jeder der gestellten Fragen stark auf die angewendeten Kriterien an. Vor allem in Verbindung mit der Frage, was das Mittelalter eigentlich ist, wird sich zeigen, dass verschiedene Aspekte unterschiedlich stark auf unterschiedliche Regionen zutreffen.<br />Somit wird hier die Zuordnung auf Europa in groben Z&uuml;gen ausreichen.<br /><br />Sicher ebenso interessant wie die Frage, wie wir unseren modernen Begriff des Mittelalters r&auml;umlich zuordnen, ist jedoch auch die Frage, wie die Menschen der damaligen Zeit selbst ihren Lebensraum begriffen und auch abgrenzten.<br />Gute Anhaltspunkte hierzu gibt uns zum Beispiel das erhaltene Kartenmaterial. <br />Es finden sich zahlreiche, f&uuml;r unser heutiges Kartenverst&auml;ndnis eher idealisierte Kartendarstellungen, die viel mehr ein Weltverst&auml;ndnis wiedergeben, denn eine realit&auml;tsnahe geographische Darstellung, die sogenannten &bdquo;Mappae Mundi&ldquo;. Ursprung dieser Karten sind h&auml;ufig Kl&ouml;ster, wo diese oft als Illustrationen zu schriftlichen Werken angefertigt wurden.<br />H&auml;ufig befindet sich Jerusalem als Glaubenszentrum im Mittelpunkt der auf der Karte dargestellten Welt, wie z. B. auf der Londoner Psalterkarte (zwischen 1200 und 1250), der Ebstorfer Weltkarte (um 1300), oder auch der Walsperger Radkarte (1448), die zudem noch f&uuml;r unser Verst&auml;ndnis auf dem Kopf, also mit Norden am unteren Bildrand dargestellt ist. Inhaltlich zeigt sich bei den Karten dann entsprechend der darstellerischen Vielfalt auch eine gro&szlig;e inhaltliche Bandbreite. Die dargestellte Welt Welt, sofern tats&auml;chlich zuordenbar, reicht vom Mittelmeerraum mit dem heutigen Westeuropa &uuml;ber den nahen Osten bis nach Vorderasien und Afrika. <br />H&auml;ufig, wie auch auf der Walsperger Karte, werden zus&auml;tzlich religi&ouml;se Elemente (z. B. die himmlischen Heerscharen) oder astrologisch bedeutsame Formationen (Tierkreiszeichen, Sternbilder) als fester Bestandteil der Welt aufgegriffen. <br /><br />Dem gegen&uuml;ber finden sich jedoch tats&auml;chlich auch Darstellungen, die in ihrer Darstellung gro&szlig;e &Auml;hnlichkeiten mit modernem Kartenmaterial aufweisen.<br />Ein erstaunliches Beispiel hierf&uuml;r ist die sogenannte Ptolem&auml;ische Weltkarte, die vermutlich in den ersten Jahrhunderten nach Christus im griechischen Raum angefertigt wurde und im 14. Jahrhundert ihren Weg nach Europa fand, wo sie mehr oder weniger unver&auml;ndert &uuml;bernommen wurde. Selbstverst&auml;ndlich ist die Genauigkeit nicht mit modernem Kartenmaterial vergleichbar, aber zahlreiche geographische Merkmale, vor allem des Mittelmeerraums, sind in ihrer Form klar wiederzuerkennen. Entferntere Bereiche wie Asien und Afrika sind zwar deutlich verfremdet, jedoch tats&auml;chlich dargestellt. Die gro&szlig;en Unterschiede in der Exaktheit der Darstellung zwischen Europa und den weiter entfernten Gebieten k&ouml;nnte durchaus als Anzeichen daf&uuml;r interpretiert werden, dass Europa, &auml;hnlich den &bdquo;Mappae Mundi&ldquo; als Mittelpunkt der Welt gesehen wird, Asien und Afrika zwar bekannt sind, aber neben anderen Faktoren auf Grund fehlenden Wissens und der gro&szlig;en Distanz nicht als Teil der eigenen Welt begriffen wurden.<br /><br /><br /><strong>Wie war das Mittelalter?</strong><br /><br />Nachdem die ersten beiden Fragen schon erhebliche Probleme bei einer konkreten Beantwortung aufwarfen, erreichen wir sp&auml;testens bei der Frage nach dem Wie einen Punkt, bei dem eine vollst&auml;ndige Erkl&auml;rung in diesem Rahmen schlichtweg nicht m&ouml;glich ist. Die allumfassende Beschreibung einer kompletten Gesellschaftsform w&auml;re mit all ihren Aspekten und Teilbereichen so umfangreich, dass sie f&uuml;r einen ersten &Uuml;berblick nicht mehr &uuml;berschaubar w&auml;re.<br />Daher soll hier der lediglich der Versuch erfolgen, anhand grundlegender Merkmale ein erstes Gef&uuml;hl f&uuml;r den Aufbau der mittelalterlichen Gesellschaft zu erzeugen. Und selbst diese Merkmale erheben keinen Anspruch auf Allgemeing&uuml;ltigkeit, sondern k&ouml;nnen regional und zeitlich abh&auml;ngig mehr oder weniger stark ausgepr&auml;gt sein. Auch k&ouml;nnen einzelne Aspekte durchaus in fr&uuml;heren oder sp&auml;teren Epochen schon oder noch anzutreffen sein, so dass sich die Definition der mittelalterlichen Gesellschaft nicht durch einzelne Merkmale, sondern tats&auml;chlich erst durch die Vielzahl der gemeinsam anzutreffenden Charakteristika ergibt.<br /><br />Eine grundlegende Charakterisierung kann anhand der bereits eingangs erw&auml;hnten Definition des Mittelalters als Epoche zwischen der Antike und der Neuzeit erfolgen.<br />Politisch gesehen verschob sich das Machtgef&uuml;ge von der griechisch und r&ouml;misch dominierten Antike hin zu den europ&auml;ischen Feudalstaaten des Mittelalters mit ihrem vom Lehens- und St&auml;ndesystem gepr&auml;gten Aufbau.<br />Aus religi&ouml;ser Sicht erreichte die in der Sp&auml;tantike einsetzende Verbreitung des Christentums im Mittelalter seinen H&ouml;hepunkt, der Einfluss der Kirche reichte von den allt&auml;glichen Abl&auml;ufen bis hin zur europ&auml;ischen Politik. Unter Ber&uuml;cksichtigung der Kreuzz&uuml;ge, des Kirchenbanns selbst f&uuml;r f&uuml;hrende Monarchen bis hin zum Kaiser und vielen anderen Ereignissen muss der Einfluss der Kirche letztendlich sogar h&ouml;her eingestuft werden, als der eines jeden einzelnen profanen Herrschers des mittelalterlichen Europas. Die Kirche bildet dar&uuml;ber hinaus &uuml;ber lange Zeit auf Grund ihres Alleinanspruchs auf Allwissenheit das Zentrum f&uuml;r Bildung und Kunst in Europa.<br />Zunehmend aufgeweicht und letztendlich zur&uuml;ckgedr&auml;ngt wurde dieser alleinige Anspruch der Kirche auf die Allwissenheit erst in der Renaissance und den nachfolgenden Epochen, wo die kirchlichen Lehren zusehends durch wissenschaftliche Fortschritte hinterfragt und widerlegt wurden.<br /><br />Selbstverst&auml;ndlich war die mittelalterliche Gesellschaft &uuml;ber den langen Zeitraum von rund tausend Jahren nicht statisch, sondern im st&auml;ndigen Wandel begriffen. Handel, Handwerk, Waffentechnik, Mode, Architektur &hellip; &ndash; s&auml;mtliche Bereiche der Gesellschaft ver&auml;nderten sich. Diese Ver&auml;nderungen sind &uuml;ber die Jahrhunderte teils so gro&szlig;, dass im deutschsprachigen Raum eine Unterteilung des Mittelalters erfolgte, um eine genauere Zuordnung zu erm&ouml;glichen.<br /><br />Als Fr&uuml;hmittelalter wird in etwa der Zeitraum von Beginn des Mittelalters (ca. 5. bis 6. Jahrhundert) bis zum 10. Jahrhundert angesehen. <br />Begleitet wurde der &Uuml;bergang von der Antike zum Mittelalter von der V&ouml;lkerwanderung, deren Folgen noch lange sp&uuml;rbar waren. In ihrem Schatten konnte die Christianisierung Europas weiter voranschreiten und ein fr&uuml;hes Feudalsystem die antiken Strukturen abl&ouml;sen. Dies geschah nicht in allen Bereichen Europas zur selben Zeit, sondern entwickelten sich vor allem in Westeuropa schneller, w&auml;hrend im &ouml;stlichen Mittelmeerraum antike Elemente deutlich l&auml;nger sp&uuml;rbar waren. Weitere wichtige Einschnitte im Verlauf des Fr&uuml;hmittelalters sind z. B. die Einf&auml;lle der Wikinger von Skandinavien aus vor allem in Gro&szlig;britannien und Frankreich, die sich dann &uuml;ber den gesamten europ&auml;ischen Raum ausweiteten, sowie die Kaiserkr&ouml;nung Karls des Gro&szlig;en im Jahr 800 und der damit verbundene Aufstieg des Frankenreichs.<br /><br />Das Hochmittelalter, ca. ab dem 10. Jahrhundert bis Mitte des 13. Jahrhunderts, kann als die Epoche angesehen werden, die dem romantischen Bild des Mittelalters am ehesten nahe kommt. Im Hochmittelalter erreichte die Bedeutung des Feudalsystems, d. h. die Strukturierung der Gesellschaft durch die Vergabe von Lehen, die Anwendung der Leibeigenschaft und die Unterteilung der Gesellschaft in Adel, Klerus und Bauern, ihren H&ouml;hepunkt. <br />Wichtigste Verwaltungszentren sind auf profaner Ebene die Burgen als Sitze der Ritter und des Adels, sowie auf klerikaler Ebene die Kl&ouml;ster und Bischofssitze, aus denen sich zunehmend St&auml;dte entwickeln.<br />Als Meilensteine sind im Hochmittelalter vor allem die Kreuzz&uuml;ge zu nennen, die einerseits den gewaltigen Einfluss der katholischen Kirche auf die weltlichen Herrscher aufzeigen, in deren Schatten aber die Entwicklung von Fernhandelsrouten sowie der Wissenstransfer mit dem Orient voranschritt.<br />Die zunehmende Politisierung der Kirche f&uuml;hrte im sogenannten Investiturstreit zum Konflikt der weltlichen Herrscher mit der Kirche, insbesondere mit dem Papst, worauf die Einsetzung mehrerer Gegenp&auml;pste die kirchliche Ordnung stark belastete. <br /><br />Im Sp&auml;tmittelalter ab ca. Mitte des 13. Jahrhunderts bis Ende des 15. Jahrhunderts, erlebt das B&uuml;rgertum in den St&auml;dten einen gewaltigen Aufschwung. Die zunehmende Bedeutung des Handels verlagert das Kapital mehr und mehr vom Adel zu den Handwerkern und H&auml;ndlern in den St&auml;dten. Mit zunehmender Kapitalkraft w&auml;chst auch der politische Einfluss, so dass am Ende des Mittelalters zahlreiche St&auml;dte in erster Linie von den Z&uuml;nften regiert werden, der Adel verf&auml;llt mehr und mehr in finanzielle Abh&auml;ngigkeit vom B&uuml;rgertum. In S&uuml;deuropa sind als Beispiel hierf&uuml;r vor allem die Stadtstaaten wie Genua und Venedig zu nennen, im nordeurop&auml;ischen Raum war die Hanse der bedeutendste und einflussreichste Verbund von Handelsst&auml;dten. <br />Gegen&uuml;ber Fr&uuml;h- und Hochmittelalter sind auch in Kunst und Wissenschaft erste gro&szlig;e Ver&auml;nderungen sp&uuml;rbar, das Sp&auml;tmittelalter bereitet gegen Ende des 15. Jahrhunderts die Grundlage f&uuml;r die umw&auml;lzenden Bewegungen der Renaissance.<br />Extremen Einfluss auf gro&szlig;e Teile Europas hatte in der zweiten H&auml;lfte des 14. Jahrhunderts die Pest, die in mehreren Wellen teils bis zur H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung ausl&ouml;schte.<br />Milit&auml;risch wurde das Sp&auml;tmittelalter einerseits vom Hundertj&auml;hrigen Krieg zwischen England und Frankreich gepr&auml;gt, den Frankreich 1453 f&uuml;r sich entscheiden konnte und der die Engl&auml;nder endg&uuml;ltig auf die britischen Inseln zur&uuml;ckdr&auml;ngte, zum anderen der Fall Akkons als letzte Kreuzfahrerfestung im nahen Osten im Jahr 1291 und die Eroberung Konstantinopels durch die T&uuml;rken im Jahr 1453 und der damit verbundene endg&uuml;ltige R&uuml;ckzug der christlichen Herrscher aus dem &ouml;stlichen Mittelmeerraum.<br /><br />F&uuml;r das Ende des Mittelalters k&ouml;nnen, wie bereits bei der zeitlichen Einordnung angef&uuml;hrt, zahlreiche Ereignisse benannt werden. Als bester Indikator kann der gesellschaftliche Umbruch herangezogen werden, der durch die im Sp&auml;tmittelalter einsetzenden Ver&auml;nderungen in Wissenschaft, Weltbild und Machtgef&uuml;ge eingeleitet wurde, was schlie&szlig;lich die Renaissance, und damit die Neuzeit, einl&auml;utete.<br /><br />Literatur:<br />Peter Dinzelbacher: Europa im Hochmittelalter 1050&ndash;1250. Eine Kultur- und Mentalit&auml;tsgeschichte (2003) ISBN 3896784749; <br /><br />Zur Gesellschaft im Hochmittelalter:<br />David Nicolle: The Wars of the Crusades 1096&ndash;1291 (1988) ASIN: B001W8QE4K<br /><br />Zu den Kreuzz&uuml;gen aus milit&auml;rischer Sicht:<br />Stiftung Bozner Schl&ouml;sser: Krieg Wucher Aberglaube (2011) ISBN 9788882667870; &uuml;ber den Aufstieg einer S&uuml;dtiroler H&auml;ndlerfamilie in den Adel im sp&auml;ten 14. und 15. Jh.<br /><br /><br />Florian Fischer / Oktober 2011</p>]]></description>
      <pubDate>Sat, 15 Oct 2011 14:24:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Newsletter vom 12.10.2011]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/newsletter6/</link>
      <description><![CDATA[<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="450">
<tbody>
<tr>
<td valign="top"><a href="http://www.rota-temporis.de/"><img src="http://www.rota-temporis.de/skin/frontend/default/default/images/logo_email.gif" border="0" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="450">
<tbody>
<tr>
<td>
<p><strong>Hallo</strong>,</p>
<p>nun&nbsp;sind sie&nbsp;vorbei, der Sommer und auch die Saison.    Schade  eigentlich, waren beide doch sch&ouml;n. Nun kommt wieder die Zeit    der  K&uuml;rbisse und Waln&uuml;sse, der langen Abende auf dem Sofa, weil es     drau&szlig;en zu unfreundlich ist, um noch unterwegs zu sein, die Zeit der     dicken B&uuml;cher, die man doch im Sommer nicht gelesen hat, weil viel    zu  viel los war. Jetzt ist auch eine gute Zeit um mal wieder     nachzuschauen, was es bei Rota Temporis Neues gibt.</p>
<table border="0" cellspacing="2" cellpadding="0" width="450">
<tbody>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">Da w&auml;re ein neues <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/hochmittelalter-set-1.html" target="_blank" title="Hochmittelalter-Set">Komplettset</a>,      bestehend aus einem Unterkleid oder auch Kotte, einem      &Uuml;bergewand oder auch Surcot, einem G&uuml;rtel mit entsprechender      Schnalle, einer passenden G&uuml;rteltasche und einer Haube. Damit     ist  man erst mal f&uuml;r ein Hochmittelalterlager angezogen.</td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/hochmittelalter-set-1.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/s/e/set009brt_1.jpg" border="0" hspace="0" style="border: 0; margin-left: 0px; margin-right: 0px;" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/wikinger-kochbuch.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/b/u/buc011t.jpg" border="0" style="border: 0;" /></a></td>
<td colspan="4" width="80%">Ein toller Zeitvertreib&nbsp;f&uuml;r den     Herbst und den Winter sind die  vielen Rezepte in den zwei     neuen Kochb&uuml;chern: Ein Kochbuch, das in  die K&uuml;che der     nordischen <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/wikinger-kochbuch.html" target="_blank" title="Wikinger-Kochbuch">Wikinger </a>einf&uuml;hrt und eines, das dem geneigten Leser&nbsp;die K&uuml;che     der s&uuml;ddeutschen <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/alamannen-kochbuch.html" target="_blank" title="Alamannen Kochbuch">Alamannen</a> nahe bringt. Wer allerdings ein     Rezept f&uuml;r  v&ouml;lkerwanderungszeitliche&nbsp;Sp&auml;tzle erwartet,     muss anderswo suchen,  Alamannen waren keine Schwaben.</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">Es gibt eine <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/gurteltasche-mit-lederknopf.html" title="G&uuml;rteltasche mit Lederknopf">G&uuml;rteltasche</a>,      die sich alle diejenigen anschauen sollten, die endlich      mal&nbsp;Platz f&uuml;r ihren ganzen Kleinkram haben wollten. Weil     diese  Tasche es echt in sich haben kann, jedenfalls wenn man     sie  entsprechend packt. Wir haben es ausprobiert - deswegen     tr&auml;gt sie  bei uns auch intern den Namen "kleines Packwunder".     Oder um es in  Rollenspiel-Kategorien auszudr&uuml;cken: das ist     fast ein  Dimensionsbeutel +1</td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/gurteltasche-mit-lederknopf.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/b/e/beu007brt.jpg" border="0" hspace="0" style="border: 0; margin-left: 0px; margin-right: 0px;" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%" height="69"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/miedergurtel-aus-leder-7.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/g/u/gue034t.jpg" border="0" hspace="0" style="border: 0; margin-left: 0px; margin-right: 0px;" /></a></td>
<td colspan="4" width="80%" height="69">
<p>Aufgepasst: Eigentlich ist&nbsp;diese Neuheit&nbsp;das     Highlight dieses Newsletters: <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/miedergurtel-aus-leder-7.html" title="Miederg&uuml;rtel aus Leder">Der     Miederg&uuml;rtel</a>!  Er ist aus wunderbarem weichem Nubuk-Leder,     das sich wunderbar  tr&auml;gt. Er l&auml;sst sich durch die&nbsp;vielen     Schn&uuml;rungen exakt&nbsp;auf die  Tr&auml;gerin einstellen, so dass er     eine perfekte Passform hat. Und  Jungs, ich sage Euch, es ist     eine Freude die Taille eurer  Liebsten&nbsp;z&auml;rtlich zu     umfangen, die so geschm&uuml;ckt ist.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">Einfach nur ganz toll fanden wir     diesen <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/hochmittelalter-gurtel.html" title="Hochmittelalter-G&uuml;rtel">Hochmittelalter-G&uuml;rtel</a>,&nbsp;ohne     oder auch&nbsp;<a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/hochmittelalter-gurtel-3.html" title="Hochmittelalter-G&uuml;rtel mit Spitze">mit     Riemenzunge</a>.&nbsp;Die  Schnalle h&auml;lt genau die Waage     zwischen verspielt-verschn&ouml;rkelt  einerseits und     archaisch-rustikal andererseits. Die Schnalle ist  &uuml;brigens     Gotl&auml;ndischen Funden aus dem 11.-12. Jahrhundert      nachempfunden.&nbsp;Bei dem Leder handelt es sich um stabiles     Kernleder  von ca. 3 - 3,5&nbsp;mm St&auml;rke, die G&uuml;rtel sind rund     150cm lang.</td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/hochmittelalter-gurtel-3.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/g/u/gue032t.jpg" border="0" style="border: 0;" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/trinkhorn-dreibein-mittel.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/e/u/eut006s.jpg" border="0" style="border: 0;" /></a></td>
<td colspan="4" width="80%">Den Abschluss bilden diesmal neue     Trinkhornst&auml;nder, den wir sehr  nett fanden. Diese Art von     Dreibein&nbsp;ist eine echte Alternative zu  der &uuml;blichen Form     und macht sich toll auf einer Tafel oder - wenn  der Markt oder     der Con vorbei ist - im Regal. Es gibt sie in drei      verschiedenen Gr&ouml;&szlig;en, <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/trinkhorn-dreibein-klein.html" title="Trinkhorn-Dreibein Klein">klein</a>,     <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/trinkhorn-dreibein-mittel.html" title="Trinkhorn-Dreibein Mittel">mittel </a>und <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/trinkhorn-dreibein-gross.html" title="Trinkhorndreibein gro&szlig;">gro&szlig;</a>,     sie k&ouml;nnen H&ouml;rner von 0,1l bis 0,7l Halt und Stand    geben.</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="5">
<p>Dies ist nur&nbsp;eine Auswahl der aktuellen Neuheiten, es                    gab&nbsp;noch mehr Kleider und noch mehr Schmuck.&nbsp;Ich                    hoffe sehr, dass&nbsp;sie Euch gefallen.&nbsp;F&uuml;r einen                    vollst&auml;ndigen &Uuml;berblick&nbsp;findet Ihr wie immer alle <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/catalognew/?___store=german" target="_blank" title="Neue Produkte">neuen Produkte auf einer Seite versammelt</a>.</p>
<p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br />Henric          Meyer</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>]]></description>
      <pubDate>Sat, 15 Oct 2011 12:55:29 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Newsletter vom 12.7.2011]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/newsletter5/</link>
      <description><![CDATA[<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="450">
<tbody>
<tr>
<td valign="top"><a href="http://www.rota-temporis.de/"><img src="http://www.rota-temporis.de/skin/frontend/default/default/images/logo_email.gif" border="0" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="450">
<tbody>
<tr>
<td>
<p><strong>Hallo</strong>,</p>
<p>ist es nicht wunderbar? Dieser Fr&uuml;hling bzw. dieser Sommer? Wenn              ich da an&nbsp;das letzte Jahr denke, mit mit&nbsp;seinen 4-8 Grad              im Juni und seinen endlosen Regenm&auml;rkten, wird mir noch im              Nachhinein ganz anders. Aber dieses Jahr ist alles viel besser und              das ist toll!<br />Dazu passt, dass wir ein paar sommerliche              Gewandungen mit aufgenommen haben, damit Ihr f&uuml;r die zweite H&auml;lfte              der Marktsaison und zu den anstehenden Gro&szlig;cons noch ein paar nette              Gewandungsteile bei uns findet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table border="0" cellspacing="2" cellpadding="0" width="450">
<tbody>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">Zuallererst w&auml;re da wohl diese <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/schnur-miederweste.html" title="Die neue Miederweste">Weste </a>zu nennen: Vorne geschn&uuml;rt, hinten geschn&uuml;rt, tragbar mit                    oder auch mal ohne Bluse darunter. Es gibt sie in vielen                    Farben und kann wunderbar mit R&ouml;cken oder auch mal - im Falle                    der geneigten Abenteurerin - mit einer Hose kombiniert werden.                    Isolde jedenfalls wollte sie gar nicht wieder ausziehen...</td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/schnur-miederweste.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/m/i/miw004rtt.jpg" border="0" hspace="0" /></a><a href="http://www.rota-temporis.de"></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/rock-mit-streifen.html" title="Rock mit Streifen"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/r/o/roc004grt.jpg" border="0" /></a></td>
<td colspan="4" width="80%">Zu der eben erw&auml;hnten Weste passt wunderbar <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/rock-mit-streifen.html" title="Rock mit Streifen">der neue Rock</a>. Sch&ouml;n weit, wie ihr es von uns gewohnt seid, aus schwerer Baumwolle gefertigt, so dass er sch&ouml;n schwingen kann und mit zwei Streifen am Saum, der den Rock etwas Farbe verleiht. Ziemlich cool fanden wir den breiten Bund, der sowohl f&uuml;r H&uuml;ft- als auch f&uuml;r Taillentr&auml;gerinnen optimale Tragebedingungen bietet.</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">Und dann haben wir noch neue Kleider                    gefunden: Kapuzenkleider hatten wir noch nicht, die haben wir                    gleich ins Programm mit aufgenommen. Die Tatsache, dass es vorn und hinten geschn&uuml;rt ist und die weiten &Auml;rmel geben diesem Modell einen irgendwie neckischen Touch. jedenfalls haben wir es mal gleich in drei Farbkombinationen aufgenommen...</td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/kapuzenkleid.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/k/l/kle005rtnatt.jpg" border="0" hspace="0" /></a><a href="http://www.rota-temporis.de/"></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%" height="69"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/einfache-tunika-aus-baumwolle-5.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/h/e/hem035t_4.jpg" border="0" hspace="0" /></a></td>
<td colspan="4" width="80%" height="69">
<p>Aber auch f&uuml;r die Herren der Sch&ouml;pfung ist was                    Neues&nbsp;dabei. <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/einfache-tunika-aus-baumwolle-5.html" title="Tunika in neuen Farben">Die                    einfache Tunika aus Baumwolle</a> ist ja schon eine ganze                    Weile hier zu finden, jetzt gibt es sie auch in braun und                    einem ganz schicken stahlgrau. Das ist mal was anderes und                    erstaunlich variabel. Und wie schon so oft gesagt: Tuniken                    sind wie Festplatten: man hat immer zu wenig!</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">Ihr merkt schon, gesch&auml;tzte Leserinnen und Leser, diesmal gibt es haupts&auml;chlich Gewandungen, aber nicht nur. Gem&auml;&szlig; der Erkenntnis, dass schlicht manchmal eleganter ist, haben wir noch nach ein wenig Schmuck Ausschau gehalten, der zu den neuen Gewandungen passen                    k&ouml;nnte und sind zum Beispiel bei diesem Anh&auml;nger wikingischer, also nordeurop&auml;ischer Herkunft f&uuml;ndig geworden. <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/wikingerknoten.html" title="Wikingerknoten">Diese glatten archaischen</a> Formen wird man einfach nicht m&uuml;de zu                    bestaunen</td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/wikingerknoten.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/a/a/aar005t_1.jpg" border="0" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/b/u/buc010t.jpg" border="0" /></td>
<td colspan="4" width="80%">Den Abschluss bildet diesmal ein Buch, n&auml;mlich die Neuerscheinung aus dem Zauberfeder-Verlag: <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/kleidung-des-mittelalters-selbst-anfertigen-schuhe-des-hoch-und-spatmittelalters.html" title="Schuhe des Mittelalters">Kleidung des Mittelalters selbst anfertigen - Schuhe des Hoch- und Sp&auml;tmittelalters</a>. Der in der Szene auch als Meister Knieriem wohlbekannte Autor Stefan von der Heide hat uns einen tiefen Einblick in seine Kunst gew&auml;hrt und wer auf den Geschmack gekommen ist sich selbst mal am Schusterhandwerk zu versuchen, findet hier einen leicht verst&auml;ndlichen Einstieg.</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="5">
<p>Dies ist nur&nbsp;eine Auswahl der aktuellen Neuheiten, es                    gab&nbsp;noch mehr Kleider und noch mehr Schmuck.&nbsp;Ich                    hoffe sehr, dass&nbsp;sie Euch gefallen.&nbsp;F&uuml;r einen                    vollst&auml;ndigen &Uuml;berblick&nbsp;findet Ihr wie immer alle <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/catalognew/?___store=german" target="_blank" title="Neue Produkte">neuen Produkte auf einer Seite versammelt</a>.</p>
<p>Die Marktsaison steuert schon wieder auf die Halbzeit zu,                    herrjeh, wo ist das letzte halbe Jahr geblieben? Wir werden                    uns sicher das eine oder andere Mal sehen, unter den <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/termine/?___store=german" target="_blank" title="Termine">Terminen</a> k&ouml;nnt ihr nachlesen, auf welchen                    M&auml;rkten wir vertreten sind. Als n&auml;chstes freuen wir uns                    jedenfalls sehr auf die Mittelalterm&auml;rkte in Annweiler, Glatt                    und Schmieheim.</p>
<p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br />Henric          Meyer</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>]]></description>
      <pubDate>Tue, 12 Jul 2011 17:24:08 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Newsletter vom 19.5.2011]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/newsletter4/</link>
      <description><![CDATA[<table style="height: 154px;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="450">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.rota-temporis.de"><img src="http://www.rota-temporis.de/skin/frontend/default/default/images/logo_email.gif" border="0" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table style="height: 720px;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="450">
<tbody>
<tr>
<td>
<p><strong>Hallo</strong>,</p>
<p>es ist schon wieder ein Monat um, erfreulicherweise entsch&auml;digt              uns ja dieser wundersch&ouml;ne Fr&uuml;hling, der allm&auml;hlich schon in den              Fr&uuml;hsommer &uuml;bergeht, f&uuml;r den langen Winter. Die Marktsaison hat ja              nun auch schon l&auml;ngst wieder begonnen, die Pfingstm&auml;rkte stehen vor              der T&uuml;r, es ist also h&ouml;chste Zeit sich einzudecken. Deswegen haben              wir uns beeilt, f&uuml;r Euch einige neue Produkte zusamenzustellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table style="height: 591px;" border="0" cellspacing="2" cellpadding="0" width="450">
<tbody>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">Auch dieses Mal gibt es eine v&ouml;llig                    neue Rubrik: f&uuml;r Einsteiger und&nbsp;Fortgeschrittene gibt es                    bei uns jetzt auch Komplettsets,&nbsp;mit denen                    man&nbsp;auf&nbsp;einem Markt oder&nbsp;Con oder&nbsp;einer                    anderen Feierlichkeit, zu der man in Gewandung ben&ouml;tigt,                    perfekt angezogen ist. Kein l&auml;stiges Zusammensuchen von                    Einzelteilen, sondern eine komplette Gewandung f&uuml;r Ihren                    Zweck.</td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/gewandung/komplettausstattungen.html"><img src="file:///B:/Rota%20Temporis%20neu/Webshop/bilder/gewandungssets/set01_01t.jpg" border="0" hspace="0" /></a><a href="http://www.rota-temporis.de"></a><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/s/e/set01_01t.jpg" border="0" /></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/mittelalterliches-schneidern.html"><img src="file:///B:/Rota%20Temporis%20neu/Webshop/bilder/Accessoires/jpegs/buc009t.jpg" border="0" hspace="0" /></a><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/cache/2/small_image/150x150/5e06319eda06f020e43594a9c230972d/b/u/buc009t_1.jpg" border="0" /><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/cache/b/u/buc009t.jpg" border="0" /><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/b/u" border="0" /><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/b/u/buc009t_1.jpg" border="0" /></td>
<td colspan="4" width="80%">ENDLICH! Schon seit langem erwartet,                    ist nun endlich die &Uuml;bersetzung von Sara Thursfield                    Gewandungs-Standardwerk <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/mittelalterliches-schneidern.html" title="Mittelalterliches Schneidern">"Medieval                    Tailors Assistant" auf deutsch erschienen</a>. Dieser Titel                    ist ein MUSS f&uuml;r alle, die&nbsp;sich ihre Gewandung selber                    n&auml;hen (wollen), denn sie enth&auml;lt auch viele Schnitte, die                    bislang noch nicht so verbreitet sind.</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">Neuer Ohrschmuck gef&auml;llig? Aber                    immer, oder? Es gibt ein paar sehr sch&ouml;ne neue Stecker und ein                    paar sehr sch&ouml;ne Ohrh&auml;nger. Ein eher <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/elfen-ohrhanger.html" title="Elfen-Ohrring">verspielter                    Elfen-Ohrring</a>, passend zu unseren Anh&auml;ngern oder auch das                    eher <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/ohrhanger-kreuz-mit-flechtband.html" title="Ohrh&auml;nger mit Flechtkreuz">klassisch                    anmutende Keltenkreuz</a>.</td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/ohrhanger-kreuz-mit-flechtband.html"><img src="file:///B:/Rota%20Temporis%20neu/Webshop/bilder/schmuck/jpegs/ohr044t.jpg" border="0" hspace="0" /></a><a href="http://www.rota-temporis.de/"></a><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/o/h/ohr044t.jpg" border="0" /></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%" height="69"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/esspieker.html"><img src="file:///B:/Rota%20Temporis%20neu/Webshop/bilder/Accessoires/jpegs/eut002t.jpg" border="0" hspace="0" /></a><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/e/u/eut002t.jpg" border="0" /></td>
<td colspan="4" width="80%" height="69">
<p>F&uuml;r die mittelalterliche Tafel bedarf es auch des                    entsprechenden Bestecks und wie wir alle wissen, gab es noch                    keine Gabeln. Auch wenn es im Mittelalter durchaus etwas                    -sagen wir einmal- "rustikaler" zu ging, so gab es doch auch                    M&ouml;glichkeiten, nicht nur mit den Fingern zu essen: Man                    verwendete <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/esspieker.html" title="Essdorne">Esspieker                    oder auch Essdorne</a> um die Fleischst&uuml;ckchen aus der Suppe                    zu fischen.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">Au&szlig;erdem gibt es neue Anh&auml;nger,                    diesmal ganz speziell f&uuml;r alle Kelten-Fans, zum Beispiel                    dieses Detail eines Zierbeschlages aus dem 4.Jahrhundert in                    Form einer Art <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/pferdekopfanhanger.html" title="Pferdekopf-Anh&auml;nger">Pferdekopf-Triskele</a>,                    den wir als Anh&auml;nger anbieten k&ouml;nnen. Pferde waren bei den                    Kelten schlie&szlig;lich schon fast heilige Tiere, es ist nicht                    &uuml;berraschend, dass wir Pferdedarstellungen fast &uuml;berall                  finden.</td>
<td width="20%" align="right"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/a/a/aar030t.jpg" border="0" /></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/sonnenamulett.html"><img src="file:///B:/Rota%20Temporis%20neu/Webshop/bilder/schmuck/jpegs/atr014t.jpg" border="0" hspace="0" /></a><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/a/t/atr014t.jpg" border="0" /></td>
<td colspan="4" width="80%">Zu guter Letzt noch der Anh&auml;nger zur                    Jahreszeit:&nbsp;ein <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/sonnenamulett.html" title="Sonnenamulett">Sonnenamulett</a>!                    Hoffen wir, dass es genau&nbsp;das bewirkt, was wir alle                    wollen: einen perfekten Sommer, in dem wir uns auf                    wundersch&ouml;nen M&auml;rkten, zauberhaften Cons und traumhaften                    Festivals tumeln k&ouml;nnen.</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="5">
<p>Wem der zeitliche Abstand zu den Newslettern zu lang wird,                    der sei auch auf die neuen <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/blog/" title="Neuigkeiten">Nachrichten-Seite</a> hingewiesen, dort kommentiere ich immer mal wieder in                    unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden B&uuml;cher, die ich gelesen habe, Filme,                    die ich gesehen habe oder irgendwelche anderen Dinge, die mir                    aufgefallen sind. Ab und an kann man da mal hinschauen....</p>
<p>Dies ist nur&nbsp;eine Auswahl der aktuellen Neuheiten                    und&nbsp;ich hoffe sehr, dass&nbsp;sie Euch gefallen.&nbsp;F&uuml;r                    einen vollst&auml;ndigen &Uuml;berblick&nbsp;findet Ihr wie immer alle                    <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/catalognew/?___store=german" target="_blank" title="Neue Produkte">neuen Produkte auf einer Seite                    versammelt</a>.</p>
<p>Die Marktsaison hat ja auch schon wieder begonnen, wir                    werden uns sicher das eine oder andere Mal sehen, unter den <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/termine/?___store=german" target="_blank" title="Termine">Terminen</a> k&ouml;nnt ihr nachlesen, auf welchen                    M&auml;rkten wir vertreten sind. Als n&auml;chstes freuen wir uns                    jedenfalls sehr auf den Mittelaltermarkt in Ellwangen,                    M&ouml;nsheim und Phillipsburg.</p>
<p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br />Henric          Meyer</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
<tr>
<td><br /></td>
</tr>
</tbody>
</table>]]></description>
      <pubDate>Thu, 19 May 2011 15:57:59 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Knöpfe im Mittelalter]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/knoepfe/</link>
      <description><![CDATA[<p>Ich hatte ja versprochen immer mal wieder von meiner Lekt&uuml;re in "Kleidung im Mittelalter" von Katrin Kaina zu berichten, dem wollte ich mal nachkommen und ein paar Ergebnisse zusammentragen. Ich gehe dabei nicht chronologisch vor, sondern eher danach wie mir die einzelnen Passagen unterkommen.</p>
<p>Fangen wir mal mit dem Thema Kn&ouml;pfe an. Viele kennen sicher die Publikation von Carla Frugoni "Das Mittelalter auf der Nase" in dem sie die Entstehung des Knopfes nach Venedig verlegt, zun&auml;chst als Ziermittel aus Korallenst&uuml;cken, die sich zu  Kn&ouml;pfen weiterentwickeln. Ganz vollst&auml;ndig ist das wohl aber nicht, denn  Katrin Kaina weist nach, dass schon viel fr&uuml;her Kn&ouml;pfe als  Verschlu&szlig;menchanismus belegbar sind, konkret n&auml;mlich in Haithabu in 9. oder 10. Jahrhundert.</p>
<p>Es handelt sich bei diesen St&uuml;cken allerdings um Importware aus dem Orient, so dass man anscheinend nur sicher sagen kann, dass Kn&ouml;pfe bekannt waren. Anscheinend gibt es dar&uuml;ber hinaus auch Funde einzelner Kn&ouml;pfe aus dieser Zeit, die aber noch sehr selten sind.</p>
<p>Leider schreibt die Autorin nicht, ob sich noch feststellen l&auml;sst,  wie diese Kn&ouml;pfe eingesetzt wurden, ob nur zur Zierde oder ob auch als Verschlu&szlig;, ob diese eher klein ununauff&auml;llig waren oder gro&szlig; und sichtbar. Das ist schade, wahrscheinlich aber auch der Fundsituation geschuldet.</p>
<p>H&auml;ufiger treten Kn&ouml;pfe dann auf Abbildungen und Statuen im 13  Jahrhundert auf, ab der zweiten H&auml;lfte des 13. Jh finden sich auf vielen  Abbildungen Kleidungsst&uuml;cke mit Kn&ouml;pfen.</p>
<p>Das 14.Jahrhundert iat dann die gro&szlig;e Zeit der Knopfleisten, die sich &uuml;ber ganze Unterarme hinzogen oder sich &uuml;ber die die gesamte L&auml;nge der Front hinweg zogen. Im 15. Jahrhundert verschwindet diese Mode allm&auml;hlich wieder.</p>
<p>Spannend fand ich auch, dass Kn&ouml;pfe nicht nur aus Stoff und Metall waren - das ist ja bekannt, sondern dass sich auch schon sehr fr&uuml;h Kn&ouml;pfe aus Knochen und Walro&szlig;elfenbein nachweisbar sind. Das er&ouml;ffnet ein paar M&ouml;glichkeiten bei der Gestaltung von Kleidung. Ehrlicherweise wusste ich bislang nicht, dass es so etwas wie Walro&szlig;elfenbein &uuml;berhaupt gibt.</p>
<p>Katrin Kaina: Kleidung im Mittelalter, S.108f</p>]]></description>
      <pubDate>Thu, 12 May 2011 11:11:24 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA["Games Of Throne" erschienen]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/liedvoneisundfeuer/</link>
      <description><![CDATA[<p>Gestern ist die nun schon seit geraumer Zeit mit Spannung erwartete Serie "Game of Thrones" angelaufen. &Uuml;berraschend genug war der erste Eindruck noch nicht einmal negativ. Ich bin, was Literaturverfilmungen angeht, mehr als skeptisch, zu oft war das Ergebnis entt&auml;uschend. Klassisches Beispiel daf&uuml;r ist m.E. die Verfilumg der Ring-Trilogie, die wohlgemerkt kein schlechter Fantasy-Film ist, aber einfach keine Verfilmung von Tolkiens Herr der Ringe.</p>
<p>Insofern war die Erwartung nicht sehr hoch, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Beim Vorspann sah ich mich in meinen Erwartungen voll best&auml;tigt: Was "Das Lied von Eis und Feuer" mit Steampunk zu tun haben sollte, war mir nicht klar und ist es mir auch jetzt nicht. Aber erfreulicherweise wurde es danach deutlich besser. Nat&uuml;rlich weist die Serie die &uuml;blichen Verk&uuml;rzungen auf, ich pers&ouml;nlich h&auml;tte mir Jon Snow anders vorgestellt, aber viele Dinge funktionieren sehr gut. Die latenten und offenen Spannungen zwischen den einzelnen Protagonisten, ihre Vorlieben und auch ihre inneren Konflikte kommen sehr sch&ouml;n heraus. Die Naturaufnahmen sind gigantisch, die Gewandungen waren beindruckend (mein pers&ouml;nlicher Favorit: Cathrin Starks Kleid als sie &uuml;ber den Hof geht um anschlie&szlig;end ihrem Sohn Bran die Ohren langzuziehen) und auch die Orte wie z.B. Winterfell waren mit viel Liebe zum Detail dargestellt. Mit einer f&uuml;r amerikanische Produktion untypischen (jedenfalls meiner Meinung nach) Deutlichkeit werden auch die sexuellen Spannungen (Die Lannisters, die junge Danyeris) und Verwirrungen dargestellt. Da h&auml;tte manches etwas weniger voyeuristische dargestellt werden k&ouml;nnen, aber das sind Details. Mir pers&ouml;nlich sind vor allem die Kinderrollen bei der ersten Folge aufgefallen: Wie Arya Stark ihre Stickerei hasst, wie Bran Stark versucht dem Anspruch seines Vaters gerecht zu werden - das sind beachtliche Leistungen.</p>
<p>Ich bin jedenfalls gespannt wie es weitergeht, die erste Staffel soll ja nur den ersten Band umfassen, aber HBO hat wohl schon die zweite Staffel bestellt.</p>
<p>Wann das wohl auf Deutsch erscheint...</p>
<p>Viele Gr&uuml;&szlig;e</p>
<p>Euer Henric</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
      <pubDate>Wed, 20 Apr 2011 13:34:38 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Newsletter vom 15. 4.  2011]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/newsletter3/</link>
      <description><![CDATA[<table style="margin-top: 10px; font: 11px/1.35em Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; margin-bottom: 10px;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td align="center" valign="top">
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top"><a href="http://www.rota-temporis.de"><img src="http://www.rota-temporis.de/skin/frontend/default/default/images/logo_email.gif" border="0" alt="Rota Temporis" hspace="0" align="right" style="float: right; border: 0; margin-left: 0px; margin-right: 0px;" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table style="height: 905px;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="480">
<tbody>
<tr>
<td>
<p><strong>Hallo <br /></strong></p>
<p>und schon wieder gibt es Neuigkeiten bei Rota Temporis, diesmal              gibt es sogar eine ganze neue Rubrik:</p>
<p>&nbsp;</p>
<table border="0" cellspacing="2" cellpadding="0" width="480">
<tbody>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">Nachdem wir immer nach gutem Leinen f&uuml;r Gewandungen gefragt wurden, haben&nbsp;wir uns jetzt entschlossen, Euch auch <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/leinen.html" title="Leinenstoffe">Leinenstoff anzubieten</a>. Es handelt sich dabei um ein sehr hochwertiges Material, das gerade zu dazu einl&auml;dt, neue Schnitte auszuprobieren und neue Gewandungen zu n&auml;hen. Wenn ihr&nbsp;weitere Farben sucht, bitte meldet euch telefonisch  oder per E-Mail.</td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/leinen.html"></a><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/leinen.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/l/e/lei001t.jpg" border="0" alt="leinenstoff" style="border: 0;" /></a><a href="http://www.rota-temporis.de"></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/flechtband-schliesse.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/k/n/kno002sit.jpg" border="0" hspace="0" /></a></td>
<td colspan="4" width="80%">Dazu passen die neuen Schlie&szlig;en, die                    wir ins Programm aufgenommen haben. Sie k&ouml;nnen am Gewand                    angen&auml;ht und damit auch Blickfang f&uuml;r ihre&nbsp;Gewandung                    werden. Sie sind eine praktische Alternative zu Fibel oder                    Hornknebel und einen ersten, zweiten oder <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/selbstmachen.html" title="Schlie&szlig;en und Schnallen im &Uuml;berblick">auch                    dritten Blick wert</a>.</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">Wie w&auml;re es mal mit einer neuen                    G&uuml;rtelschnalle - sozusagen einem G&uuml;rtel-Update? Auch bei den                    G&uuml;rtelschnallen hat sich&nbsp;n&auml;mlich etwas getan: Neue                    G&uuml;rtelschnallen sind eingetroffen: in Silber- und in                    Messingfarben, in <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/gurtelschliesse-barbarian-style.html" title="Eckige G&uuml;rtelschnalle">eckig-kantig </a>oder <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/runder-buckle.html" title="Runde G&uuml;rtelschnalle">rund-verspielt</a> - ganz wie es beliebt. Alle sind sie jedenfalls passend f&uuml;r                    unsere G&uuml;rtelriemen.</td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/runder-buckle.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/g/u/gue022t_2.jpg" border="0" alt="Runder Buckle" hspace="0" width="100" height="100" /></a><a href="http://www.rota-temporis.de/"></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%" height="69"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/schlichter-gurtel.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/g/u/gue029t.jpg" border="0" hspace="0" /></a></td>
<td colspan="4" width="80%" height="69">
<p>Und weil wir gerade beim Thema sind: Nicht jeder ist ein                    Ritter - das waren auch im Mittelalter unter 5% der                    Bev&ouml;lkerung. F&uuml;r all diese sind G&uuml;rtel mit                    Schnallen&nbsp;etwas zu aufw&auml;ndig, daher haben wir jetzt                    G&uuml;rtel eingef&uuml;hrt, die einfach nur einen Ring haben und                    die&nbsp;festgeknotet werden. <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/schlichter-gurtel.html" title="Schlichter G&uuml;rtel">Das                    ist praktisch.</a></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="4" width="80%">Dar&uuml;ber hinaus gibt es nat&uuml;rlich                    auch wieder allerlei neuen Schmuck. An dieser Drachenklaue                    konnten wir nicht vorbeigehen, die fanden wir so aufregeend,                    dass wir sie euch nicht vorenthalten wollen. <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/drachenklaue-mit-onyx.html">Ist                    die nicht niedlich</a></td>
<td width="20%" align="right"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/drachenklaue-mit-onyx.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/a/m/amy002t.jpg" border="0" hspace="0" /></a><a href="http://www.rota-temporis.de"></a></td>
</tr>
<tr>
<td width="20%"><a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/schlichtes-kreuz-mit-onyx.html"><img src="http://www.rota-temporis.de/media/catalog/product/k/e/kek005t_1.jpg" border="0" hspace="0" /></a></td>
<td colspan="4" width="80%">
<p>Ausserdem haben wir noch neue Kreuze f&uuml;r Euch. <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/schlichtes-kreuz-mit-onyx.html" title="Archaisches Kreuz">Eines                    ist eher archaisch gestaltet</a>, ich kann es mir wunderbar&nbsp;zur einer fr&uuml;hmittelalterlichen Gewandung vorstellen. Das andere ist ein <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/lilienkreuz.html">Lilienkreuz</a>, also ein Kreuz dessen Balken in stilisierten Lilien enden. Dieses passt eher ins Sp&auml;tmittelalter, auch wenn beide keine Replikate sind.</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="5">
<p>Dies ist nur&nbsp;eine kleine Auswahl unser aktuellen                    Neuheiten und wir hoffen sehr, dass&nbsp;sie Euch                    gefallen.&nbsp; F&uuml;r einen vollst&auml;ndigen &Uuml;berblick&nbsp;findet                    ihr wie immer alle <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/catalognew/?___store=german" target="_blank" title="Neue Produkte">neuen Produkte auf einer Seite                    versammelt</a>.</p>
<p>Wir w&uuml;nschen allen Leserinnen und Lesern einen wunderbaren                    Fr&uuml;hling. Die Marktsaison hat ja auch schon wieder begonnen,                    wir werden uns sicher das eine oder andere Mal sehen, unter                    den <a href="http://www.rota-temporis.de/index.php/termine/?___store=german" target="_blank" title="Termine">Terminen</a> k&ouml;nnt ihr nachlesen, auf welchen                    M&auml;rkten wir vertreten sind.</p>
<p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br />Henric          Meyer</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>]]></description>
      <pubDate>Fri, 15 Apr 2011 13:12:08 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Personaländerungen]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/blog2/</link>
      <description><![CDATA[<p>Zum Jahreswechsel bereits hat Markus Vosteen Rota Temporis verlassen. Aus privaten Gr&uuml;nden zieht es ihn wiede in seine Heimat zur&uuml;ck, er kann also nciht mehr Eure P&auml;ckchen packen. Ich w&uuml;nsche Ihm sehr viel Gl&uuml;ck bei seinem neuen Lebensabschnitt ausserhalb von Rota Temporis.</p>]]></description>
      <pubDate>Sun, 09 Jan 2011 13:26:46 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Buchempfehlungen]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/buecher/</link>
      <description><![CDATA[<p>Es ist ja ein bekanntes Problem, dass es nach wie vor viel Unsicherheit dar&uuml;ber gibt, was kleidungsgeschichtlich so alles passiert im sog. Mittelatler passiert ist. Viel Grundlagenforschung ist bereits schon von <span class="ptBrand">Mechthild M&uuml;ller mit ihrer Quellenanalyse geliefert, nun ist ein neues Buch erschienen - ebenfalls eine Doktorarbeit - die direkt neben Mechtild M&uuml;ller seine Platz im B&uuml;cherschrank jedes Reenactors oder Lagernden oder auch nur an mittelalterlicher Kleidung Interessierten finden sollte.<br />Katrin Kania hat in ihrem gut 500 Seiten starken Band sich grundlegend um die gesamte Szene verdient gemacht. Mit vielen Quellen belegt bl&auml;ttert sie fakten- und materialreich ihr Thema auf. Verdienstvoll ist, dass sie dabei viele Details wie Nahttechniken, Stoffausr&uuml;stung, Zuschnittetechniken etc. behandelt. Aber auch die soziale Funktion von Kleidung wird angesprochen und der Wert der Kelidung hatte.</span></p>
<p>Der Text ist wichtig genug, dass ich&nbsp; - so es mir irgend die Zeit erlaubt - ich hier die einzelnen Kapitel, die ich gerade lese hier nochmal vorstellen werde.</p>
<p>F&uuml;r all die die das Buch selbst lesen wollen, hier der Titel</p>
<p>Katrin Kania: Kleidung im MIttelalter, Materialien - Konstruktion - N&auml;htechnik. B&ouml;hlau Verlag, K&ouml;ln Weimar Wien 2010</p>
<p><span class="ptBrand"></span></p>]]></description>
      <pubDate>Mon, 08 Nov 2010 11:51:32 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Rota Relaunch]]></title>
      <link>https://www.rota-temporis.de/index.php/blog/blog/</link>
      <description><![CDATA[<p>Liebe Kundinnen, liebe Kunden,</p>
<p>Endlich ist es geschafft... Nach vielen Wochen des Werkelns, Bastelns und Anpassens ist die neue Website von Rota Temporis online. Die alte Oscommerce-Website war doch ein wenig in die Jahre gekommen und gen&uuml;gte meinen Anspr&uuml;chen nicht mehr. Ich&nbsp; habe mich entschlossen, die neue Website mit <a href="http://www.magentocommerce.com/" target="_blank" title="Magento">Magento </a>zu realisieren - dem Opensource-Shopsystem schlechthin zur Zeit. Die Neuentwicklung hat mich ziemlich viel Zeit gekostet - ich hoffe, das Euch das Ergebnis gef&auml;llt.</p>
<p>Der neue Shop hat viele Vorteile gegen&uuml;ber der &auml;lteren Version:</p>
<p>- Einfacheres Bestellen bei uns</p>
<p>- Mehr M&ouml;glichkeiten zu bezahlen, wir haben Paypal und Sofort&uuml;berweisung mit aufgenommen</p>
<p>- Mehr Informationen zu den Produkten</p>
<p>- Gr&ouml;&szlig;ere Bilder</p>
<p>usw.usw.</p>
<p>Ich w&uuml;nsche allen viel Spa&szlig; beim Neuentdecken unseres Angebots</p>
<p>Henric Meyer</p>]]></description>
      <pubDate>Mon, 08 Nov 2010 11:36:46 +0000</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>
